Basels Traum vom Heim-Finale geplatzt

Sevilla - Basel 3:0 (Gesamt: 3:0) Das Team von Urs Fischer muss im Rückspiel die Stärke des Titelverteidigers anerkennen. Schon vor der Pause ist alles klar.

  • Der FC Basel wird nicht im Finale im heimischen St. Jakob Park vertreten sein
  • Ein Doppelschlag von Kevin Gameiro sorgt für die Entscheidung
  • Für Daniel Høegh ist es ein Abend zum Vergessen
  • Sevilla feiert den 17. Heimsieg in allen Wettbewerben in Folge
  • Die Auslosung des Viertelfinals wird am Freitag ab 13 Uhr MEZ auf UEFA.com im LIVESTREAM übertragen

Der FC Basel 1893 konnte das Wunder von Sevilla nicht wahr machen und ist im Achtelfinale an Sevilla FC gescheitert. Der Titelverteidger setzte sich souverän mit 3:0 durch und beendete damit die Träume der Schweizer vom Finale im heimischen St. Jakob Park. Adil Rami brach den Bann nach einer guten halben Stunde, und Kevin Gameiro brachte Sevilla dann mit einem Doppelpack engültig auf Kurs Richtung Viertelfinale - und das Estadio Ramón Sánchez Pizjuán zum Beben. Sevilla kann weiterhin vom dritten Titel in Folge in der UEFA Europa League träumen.

Schwerer konnte die Aufgabe für das Team von Urs Fischer nach dem 0:0 im Hinspiel nicht sein. Sevilla hat nicht nur die vergangenen beiden Auflagen des Wettbewerbs gewonnen, sondern hatte vor der Partie die letzten 16 Heimspiele gewonnen. Entsprechend selbstbewusst traten die Andalusier auch zum Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Basel an.

Nach nur fünf Minuten hatten die Hausherren ihre erste Chance. Daniel Høegh verlor den Ball im Spielaufbau an José Antonio Reyes, der Gameiro in Szene setzte. Der Franzose scheiterte aber an Basels Torwart Tomáš Vaclík, der den Ball mit dem rechten Bein abwehren konnte. Auch in der Folgezeit nahmen die Gastgeber das Tor des FCB mehrfach unter Beschuss.

Erst nach einer guten halben Stunde kamen die Gäste aus der Schweiz zu ihrer ersten gefährlichen Chance. Birkir Bjarnason passte auf Renato Steffen, der aber an David Soria im Tor des Titelverteidigers scheiterte. Mit dieser Aktion aber schien der Tordrang von Sevilla endgültig geweckt worden zu sein. Praktisch im Gegenzug entzog sich Rami nach einem Eckball der Bewachung von Høegh und nickte zum 1:0 ein.

Hätte der dänische Innenverteidiger nur wenig später seinen Fehler wieder gutgemacht, hätten die Schweizer weiter vom Endspiel im eigenen Stadion träumen können. Doch Høeghs Kopfball – ebenfalls nach seiner Ecke – konnte Soria gerade noch aus dem Eck fischen. Auf der Gegenseite machte Sevilla dann innerhalb von 76 Sekunden alles klar. Erst drosch Gameriro aus Nahdistanz den Ball in die Maschen, ehe der Franzose erneut erfolgreich war - wieder nach einem Fehler von Høegh.

Die Chancen auf ein Weiterkommen nach dem torlosen Remis im Hinspiel waren also schon nach der ersten Halbzeit dahin. Zumindest kamen die Basler in der zweiten Halbzeit halbwegs ungeschoren davon, auch wenn Sevilla schon kurz nach Wiederanpfiff die nächste dicke Chance hatte. Nach einem Doppelpass mit Éver Banega kam Michael Krohn-Dehli gefährlich zum Abschluss. Doch Vaclík verhinderte erneut Schlimmeres.

Nach einer Stunde brachte Fischer noch Breel Embolo und Alexander Fransson. Doch auch dieser Schachzug verpuffte. Ruhig und routiniert brachte Sevilla das Heimspiel zun Ende, ohne auch nur annährend noch einmal in Gefahr zu geraten. Sie konnten es sich sogar erlauben, fünf Minuten vor dem Ende in Person von Fernando Llorente noch eine glasklare Torchance zu vergeben. Auf der anderen Seite vergab Embolo in der Nachspielzeit noch zwei gute Möglichkeiten, so dass Basel selbst ein Ehrentreffer versagt blieb.

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