Rapid verdoppelt die Siege

Nachdem Gruppensieg war beim SK Rapid die Stimmung großartig. Der Aufstieg sorgte nicht nur bei den Spielern für Höhenflüge, auch die Statistik wurde gewaltig verbessert.

Verteidiger Maximilian Hofmann erzielte Rapids 1:0
Verteidiger Maximilian Hofmann erzielte Rapids 1:0 ©AFP/Getty Images

Erschöpft, aber doch glücklich. So wirkten die Spieler des SK Rapid Wien in den Katakomben des Ernst Happel Stadions nach dem 2:1-Sieg über den FC Dinamo Minsk, der gleichzeitig den Sieg in der Gruppe E bedeutete. "Dass wir so durchmarschieren, ist etwas ungewöhnlich", gab auch Innenverteidiger Mario Sonnleitner zu.

"Es war ein überragender Herbst in der Europa League. Damit sind wir mehr als zufrieden, darauf können wir stolz sein", meinte Kapitän Steffen Hofmann. Die Grün-Weißen sind Stammgäste in der UEFA Europa League. 2015/2016 wird das Turnier zum siebenten Mal gespielt, fünf Mal qualifizierten sich die Wiener. Nur Club Brugge und PSV Eindhoven waren mit je sechs Teilnahmen öfters dabei. Der große Erfolg blieb Rapid bislang verwehrt. 2009 und 2012 beendete der österreichische Rekordmeister die Gruppe auf dem letzten Tabellenplatz, 2010 und 2013 reichte es zum dritten Rang.

Mit dem erstmaligen Aufstieg und sogar dem Gruppensieg wurde die Bilanz nun ordentlich verbessert. In den vier Spielzeiten zuvor eroberte Rapid insgesamt 17 Punkte. In dieser Saison alleine waren es satte 15 Zähler. Noch weitaus beeindruckender ist aber die Siegesbilanz. Zuvor gewannen die Hütteldorfer in jeder Gruppenphase ein einziges Spiel. 2015/2016 wurde die Anzahl der vollen Erfolge mit fünf mehr als verdoppelt.

Auch das Torverhältnis wurde verbessert. Über 25 Treffer jubelten die Österreicher zuvor, 50 mussten sie hinnehmen. Das entspricht einem Durchschnitt von 6,25 geschossen zu 12,5 erhaltenen Toren pro Gruppenphase. Mit 10:6 sieht diese Statistik der aktuellen Saison weit besser aus.

Mit 15 eroberten Punkten holte Rapid die zweitmeisten Punkte in diesem Herbst. An die makellose Bestmarke von 18, die der SSC Napoli aufstellte, kam man nicht heran. Dem Punktmaximum stand nur die knappe 0:1-Auswärtsniederlage bei Villarreal CF im Wege. Die vollen 18 Zähler erreichte der FC Salzburg bereits zwei Mal. Hinter den Mozartstädtern ist Rapid nun die zweite österreichische Mannschaft, die in der Europa League überwintern darf. Für Salzburg war spätestens im Achtelfinale Schluss. Eine weitere Marke, die Rapid nun verbessern wird?

"Den Gruppensieg hat uns keiner zugetraut, wir konnten überraschen", meinte Sonnleitner. Auf das Überraschungsmoment darf Rapid aber nicht mehr setzen, denn als Gruppensieger wird man kaum mehr unterschätzt.

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