Rapid peilt Gruppensieg an

Vor dem letzten Gruppenspiel gegen Dinamo Minsk hat Rapid den Aufstieg schon in der Tasche. Jetzt geht es um den ersten Platz in der Tabelle.

Steffen Hofmann und Zoran Barisic wollen noch einmal jubeln
Steffen Hofmann und Zoran Barisic wollen noch einmal jubeln ©Getty Images

Der SK Rapid greift im letzten Spiel der Gruppe E der UEFA Europa League nach dem Gruppensieg. Aus eigener Kraft können es die bereits fix aufgestiegenen Grün-Weißen gegen FC Dinamo Minsk (19:00 Uhr) daheim aber nicht mehr schaffen, denn sie sind auf Schützenhilfe von FC Viktoria Plzeň gegen Tabellenführer Villarreal CF angewiesen.

Die mit Rapid punktgleichen Spanier dürfen nicht gewinnen, da sie im direkten Duell die Nase vorne haben. "Wenn wir Erster werden sollten, wären wir überglücklich, aber wir freuen uns auch über den zweiten Platz", meinte SCR-Trainer Zoran Barisic bei der Pressekonferenz vor dem Spiel. "Jetzt müssen wir aber einmal unsere Hausaufgaben machen. Meine Spieler sind topmotiviert und werden alles geben, um ein gutes Spiel abzuliefern und zu gewinnen.", fügte er hinzu.

Auch Kapitän Steffen Hofmann könnte mit dem zweiten Platz gut leben. "Das ist der beste Europacup-Herbst, seit ich bei Rapid bin. Seither haben wir es noch nie geschafft, in einem europäischen Bewerb zu überwintern", sprach der Deutsche. Der Gruppensieg würde allerdings neben dem Prestigeerfolg auch eine bessere Ausgangsposition für die Auslosung der Runde der letzten 32 Mannschaften bedeuten.

Das Hinspiel konnte auswärts mit 1:0 gewonnen werden. Für ein ähnliches Resultat muss Barisic aber tief in die Trickkiste greifen. Denn personell ist die Situation mehr als angespannt bei den Österreichern. Thomas Schrammel, Philipp Huspek und Andreas Kuen sind noch rekonvaleszent, Philipp Schobesberger fehlt wegen einer Rissquetschwunde, Louis Schaub fällt mit Bänderrissen im Knöchel aus, Ján Novota steht aufgrund einer Schulterverletzung nicht zur Verfügung und Christopher Dibon muss nach seinem Riss des Syndesmosebandes passen. Stefan Stangl ist wegen Wadenproblemen zudem fraglich.

Deswegen sitzt der erst 17-jährige Maximilian Wöber auf der Bank. Deni Alar steht vor seinem Comeback in der Startelf. Als Vorteil könnte sich erweisen, dass Dinamo bereits seit 8. November nicht mehr im Meisterschaftsbetrieb steht. Zusätzlich dienen die rund 34.000 Zuseher im Ernst Happel Stadion als zusätzlicher Ansporn.

Neben den Rapid-Fans hoffen auch Anhänger von anderen österreichischen Teams auf einen Erfolg der Barisic-Elf. Denn wenn die Wiener in dieser Europa-League-Saison noch zwei Siege holen, dann winkt Österreich aufgrund der UEFA-Fünfjahreswertung wieder ein zusätzlicher Europacup-Startplatz ab der Saison 2016/17.

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