Villas-Boas sieht in Portos Basis den Grundstein zum Erfolg

André Villas-Boas hat sich für die tolle Organisation im Verein bedankt, die es ihm ermöglicht hat, mit dem FC Porto die UEFA Europa League zu gewinnen. Derweil gab ein trauriger Domingos Paciência seine Abschiedsrede vom unterlegenen SC Braga.

UEFA.com lasst die Woche vor dem Finale der Europa League Revue passieren, besucht vor dem Spiel die Dublin Arena, befasst sich mit Portos Siegtorschützen Falcao und natürlich mit dem Endspiel selbst.

André Villas-Boas, Trainer von Porto
Dies ist ein riesiger Erfolg für Porto. Wir haben gezeigt, dass wir wirklich erstklassige Spieler haben. Diese Trophäe wollten wir unbedingt. Wir sind im Laufe der Saison immer selbstbewusster geworden und das hat uns heute geholfen.

Porto ist ein sehr gut organisierter Verein mit Leuten, die alles dafür tun, damit wir erfolgreich sind. Das ist der entscheidende Punkt. Im Vorlauf wurden wir zum Favoriten erklärt, aber heute hat Braga seine Qualität unter Beweis gestellt. Man muss nur daran denken, welche Teams sie geschlagen haben, dadurch erkennt man die Stärken der Mannschaft und von Domingos Paciência.

Es ist schade, dass wir kein großes Spektakel gesehen haben, aber das ist in einem Europapokal-Endspiel ja nichts Neues. Wir hatten Glück, dass wir kurz vor der Pause getroffen haben, dadurch wurde das Spiel offener. Wir konnten aber kein zweites Tor machen und Braga wäre fast zum Ausgleich gekommen. Ich bedauere nur, dass es kein Spektakel war, welches dem portugiesischen Fußball angemessen gewesen wäre. Wir haben in dieser Saison großartigen Fußball gezeigt, aber auch Braga war fantastisch und effektiv.

Ich möchte diesen Titel meinem technischen Stab, den Spielern und den Fans widmen. Und ich muss ein Kompliment an José Mourinho, Josep Guardiola und Sir Bobby Robson aussprechen. Porto ist meine Heimatstadt und ich bin Fan des Vereins. Ich möchte etwas aufbauen, auf das ich stolz sein kann. Ich möchte viele Talente um mich herum haben und ich durfte mit den besten Strukturen arbeiten.

Wichtig ist vor allem, dass Porto wieder einen Titel in der Sammlung hat. Das zeugt von unserer Qualität und bringt uns auch in den UEFA-Superpokal. Ich bin nur ein Teil eines sehr effektiven Vereins mit super Talenten. Die Spieler sind im modernen Fußball entscheidend. Wenn man nicht die richtigen Spieler hat, läuft man gegen die Wand.

Domingos Paciência, Trainer von Braga
Natürlich bin ich traurig, dass wir unser Ziel nicht erreicht haben. Aber die Partie wurde von Kleinigkeiten entschieden. Vielleicht gab es vier Schlüsselmomente, darunter auch das Tor von Falcao in der 44. Minute und die verpasste Chance von Mossoró kurz nach der Pause. Es hätte die Wende sein können. Wir waren nicht in der Lage, unseren Plan in die Tat umzusetzen, eigentlich wollten wir in der zweiten Halbzeit mindestens ein Tor machen.

Es ist traurig, dass ich jetzt den Verein verlasse, denn wir haben zwei Jahre lang sehr gut zusammengearbeitet und besondere Zeiten zusammen erlebt. Jetzt schließt sich ein Kreis und ich hoffe, dass Braga gestärkt hervorgehen wird. Die Spieler sind natürlich niedergeschlagen, aber wir können stolz auf uns sein. Wir haben 19 Europapokalspiele in dieser Saison gespielt, Champions League und Europa League, das zeigt, wie stark wir sind. Wir haben gezeigt, dass wir ambitioniert sind und den Glauben haben, weit zu kommen.

Falcao, Stürmer von Porto und SEAT Man of the Match
Es ist großartig, das einzige Tor erzielt zu haben, denn wir haben unser Ziel als Team erreicht. Für mich persönlich ist es schön, der beste Torjäger des Wettbewerbs zu sein. Wir können stolz auf uns sein. Ich habe mit [Reservist] Mariano González gefeiert, denn er und die anderen Spieler, die heute nicht zum Einsatz gekommen sind, waren sehr wichtig für uns. In der nächsten Saison gehen wir zusammen in die Champions League und da haben wir uns neue Ziele gesetzt. Wir hatten eine tolle Saison in der Europa League und jetzt können wir höhere Erwartungen in die Königsklasse mitnehmen. Unser Erfolgsgeheimnis? Wir arbeiten hart als Team und verstehen uns sehr gut, wie in einer Familie. Jeder Spieler kennt seine Rolle. Es ist nicht einfach, 24 Spieler unter sich zu haben und sie bei Laune zu halten, also geht ein großer Dank an den Trainer, dass sich jeder Spieler wohl gefühlt hat und immer motiviert geblieben ist.

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