Serbische Romantiker träumen vom Ruhm

Die drei serbischen Vertreter in der UEFA Europa League stehen in dieser Woche vor unterschiedlichen Aufgaben. OFK Beograd will nach dem 2:2 bei Galatasaray AŞ erneut glänzen.

Neuzugang Duško Tošić konnte bei Crvena Zvezda noch nicht überzeugen
Neuzugang Duško Tošić konnte bei Crvena Zvezda noch nicht überzeugen ©Getty Images

Die drei serbischen Vertreter in der dritten Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League stehen in dieser Woche vor unterschiedlichen Aufgaben. OFK Beograd und FK Spartak Zlatibor Voda wollen auf die guten Hinspielergebnisse aufbauen, während auf FK Crvena Zvezda (Roter Stern Belgrad) ein hartes Stück Arbeit wartet.

OFK kam bei Galatasaray AŞ zu einem 2:2-Unentschieden, obwohl die Truppe von Dejan Đurđević zehn Minuten vor dem Ende noch mit 0:2 zurück lag. Der Trainer sagte: "Wir kennen keine Angst. Natürlich haben wir vor jedem Gegner Respekt, vor allem vor einem so starken Klub wie Galatasaray, aber ich sage meinen Spielern immer wieder, dass sie sich auf ihre Stärken konzentrieren und selbstbewusst auftreten sollen. Wir sind jung und können nur dann eine erfolgreiche Saison spielen, wenn wir unser System durchziehen und eine gute Stimmung in der Kabine herrscht."

Đurđević hat ein Team aus lauter Arbeitern zusammengestellt, ganz im Widerspruch zum Spitznamen des Klubs - die Romantiker. Allerdings hat der Trainer einen Traum, er will in dieser Woche für Schlagzeilen sorgen. "Das Hinspielergebnis ist fantastisch für uns", meinte er. "Wir haben uns eine großartige Ausgangsposition für das Rückspiel geschaffen, das ein großer Kampf werden wird. Wir haben schon jetzt etwas Großartiges für den serbischen Fußball geleistet, was mich sehr freut, wenn ich meine talentierten Spieler ansehe."

Spartak Zlatibor fährt mit einem 2:1-Vorsprung zum FC Dnipro Dnipropetrovsk, was vor dem Hinspiel auch nicht unbedingt zu erwarten war. Trainer Dragan Miranović, der sehr viel auf junge Spieler setzt, erklärte: "Dnipro ist eine sehr gut organisierte Mannschaft. Aber wir haben Charakter und einen unbändigen Siegeswillen gezeigt, und natürlich hatten wir auch Glück. Das Rückspiel wird ein neuerlicher Härtetest für uns, dann werden wir sehen, wie wir mit Druck umgehen können.

Bei Crvena Zvezda sieht die Lage anders aus. Letzte Woche gab es eine 1:2-Heimpleite gegen den FC Slovan Bratislava, obwohl sich der Klub vor der Saison mit den serbischen Nationalspielern Duško Tošić, Ognjen Koroman und Dejan Milovanović verstärkt hat. "Das war unser erstes Spiel in dieser Saison, dabei waren wir noch nicht auf einem Niveau, mit dem wir zufrieden sein können", sagte Trainer Ratko Dostanić. "Für uns gibt es jetzt nur eine Möglichkeit - wir müssen hart arbeiten und auf ein besseres Rückspiel in der Slowakei hoffen."

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