Große Duelle winken

Den Shamrock Rovers ist sicher bewusst, dass sie nur noch ein Spiel von einer möglichen Partie gegen Juventus entfernt sind. Ebenso geht es FK Rabotnicki oder dem FC Mika mit Liverpool.

Das Tallaght Stadium der Shamrock Rovers könnte ein Spielort für Juventus in der UEFA Europa League werden.
Das Tallaght Stadium der Shamrock Rovers könnte ein Spielort für Juventus in der UEFA Europa League werden. ©Sportsfile

Ein Duell in der UEFA Europa League gegen einen ehemaligen europäischen Titelträger ist der verlockende Preis, der für zwei der vier Fußballzwerge in der dritten Qualifikationsrunde nächste Woche wahr werden kann.

Die Auslosung der dritten Qualifikationsrunde am Freitag in Nyon ergab interessante Paarungen. Der Sieger zwischen dem irischen Klub Shamrock Rovers FC und Israels Vertreter Bnei Yehuda Tel-Aviv FC trifft auf das Serie-A-Schwergewicht Juventus und FK Rabotnicki oder der FC Mika werden es mit dem fünfmaligen Gewinner des Pokals der europäischen Meistervereine, Liverpool FC, zu tun bekommen.

Die Aussicht auf ein solch bedeutendes Duell mit einem großen Team aus Europa bedeutet für die Mannschaften im Rückspiel noch mal eine Extramotivation. Rovers-Vorstand Jonathan Roche, dessen Klub mit einem 1:1 im Gepäck nach Israel fährt, beschreibt Juventus als "Traumlos".

"Die Shamrock Rovers haben in der Vergangenheit schon gegen einige große Vereine in Europa gespielt, aber das wäre wohl einer der größten", schwärmt Roche, dessen Verein auch schon gegen FC Bayern München und Manchester United FC spielte. "Es ist wirklich ein Traumlos. Es wäre eine großartige Gelegenheit für unsere Spieler, gegen einen Verein wie Juventus zu spielen."

Das Team von Rabotnicki geht als leichter Favorit ins Rennen um den Platz als erster Gegner von Roy Hodgson als neuem Trainer bei Liverpool. Sie besiegten bei ihrem ersten Auftritt auf europäischer Bühne den armenischen Klub FC Mika mit 1:0. Tus Zefik, Assistenztrainer von Rabotnicki, zu UEFA.com: "Ich hab mir Liverpool so sehr gewünscht, mein Lieblingsverein, seit ich ein Kind bin. Und bei der heutigen Auslosung wurde mein Wunsch Wirklichkeit."

"Realistisch gesehen sind die Chancen gegen Liverpool zu gewinnen minimal, aber ich bin mehr als glücklich. Wenn wir gegen Mika gewinnen, dürfen wir einen der größten Vereine, die jemals in Mazedonien gespielt haben, hier bei uns begrüßen."

Mikas sportlicher Leiter Armen Petikyan war ähnlich begeistert: "Wenn es uns gelingt, unseren mazedonischen Gegner auszuschalten, dann gibt es ein Fußballfest in Armenien. Die Möglichkeit, einen solchen Gegner in Armenien begrüßen zu dürfen, wäre ein absoluter Feiertag, egal wie es für uns ausgeht, und wir werden alles daran setzen, diese Gelegenheit zu nutzen."

Serbiens OFK Beograd und der weißrussische Verein FC Torpedo Zhodino haben nach dem dem 2:2 im Hinspiel jetzt noch einmal einen zusätzlichen Motivationsschub bekommen, denn in der nächsten Runde wartet kein Geringerer als Galatasaray AS, Gewinner des UEFA-Pokals 2000. Galatasarays Co-Trainer Johan Neeskens weiß, dass es für seinen Verein auf jeden Fall eine Reise ins Ungewisse ist, wenn er sagt: "Wir kennen keines der beiden Teams sehr gut. Wir werden das Video der ersten Partie anschauen, und dann werden unsere Scouts das Rückspiel in Belarus unter die Lupe nehmen."

Mit den beiden Auswärtstoren ist Torpedo Zhodino natürlich Favorit auf das Weiterkommen, aber an die nächste Runde mag Trainer Aleksandr Lisovski noch gar nicht denken: "Galatasaray ist eine erstklassige Mannschaft und in Frank Rijkaard haben sie einen brillanten Trainer. Aber bevor wir es mit ihnen zu tun bekommen, müssen wir OFK ausschalten. Deshalb denken wir jetzt nur an das Rückspiel."

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