Fulham liegt Hodgson zu Füßen

Egal, ob man ihn als "Ehrenmann" oder "alten Fuchs" bezeichnet, Trainer Roy Hodgson ist für Fans und Experten der Mann, der für die sensationellen Erfolge Fulhams in der UEFA Europa League verantwortlich ist.

Egal, ob man ihn als "Ehrenmann" oder "alten Fuchs" bezeichnet, Trainer Roy Hodgson ist für Fans und Experten der Mann, der für die sensationellen Erfolge Fulhams in der UEFA Europa League verantwortlich ist.

Die Verwandlung von Fulham FC von einem potenziellen Abstiegskandidaten zum Finalisten der UEFA Europa League hat weniger als zwei Jahre in Anspruch genommen, verantwortlich dafür ist nach einhelliger Meinung von Fans und Experten Roy Hodgson, der Trainer der Londoner, der mal als "Ehrenmann", mal aber auch als "alter Fuchs" charakterisiert wird.

Sir Alex Ferguson gehört mittlerweile zu den größten Bewunderern des 62-jährigen Trainerkollegen. "Es ist ein Wunder", sagte der Coach von Manchester United FC über die Leistungen von Fulham. "Das ist sicher eine der besten britischen Vorstellungen überhaupt." Und Ferguson kennt sich auf internationaler Bühne nun weiß Gott aus.

Seit 34 Jahren ist Hodgson im Trainergeschäft tätig, damals begann er seine Laufbahn als Cheftrainer bei Halmstads BK in Schweden. Später trainierte er den FC Internazionale Milano sowie die Nationalmannschaften der Schweiz und Finnlands. Nach einigen weiteren Stationen akzeptierte er 2007 ein Angebot von Fulham, nach London zurückzukehren - er wurde im nahe gelegenen Croydon geboren. Fulham kämpfte damals gegen den Abstieg aus der Premier League, das entscheidende Tor zum Klassenerhalt gelang am letzten Spieltag 14 Minuten vor dem Schlusspfiff, ein Lazarus-Akt, den der Klub auch in dieser Saison der UEFA Europa League einige Male mit Erfolg praktiziert hat.

Der Klub aus dem Westen Londons warf zunächst den UEFA-Pokal-Titelverteidiger FC Shakhtar Donetsk raus, eliminierte anschließend den italienischen Spitzenklub Juventus, um dann im Halbfinale auch dem Hamburger SV das Nachsehen zu geben. UEFA.com hat zwei Spieler zu ihrem Trainer befragt.

Danny Murphy, Kapitän
Seine Verdienste um den Klub in seiner noch jungen Amtszeit sind absolut erstaunlich. Er hat den Klub wirklich verändert. Er behandelt die Menschen mit Respekt und einer gewissen Reife. Das mag wie eine Selbstverständlichkeit für einen Trainer klingen, aber glauben Sie mir, das ist es keineswegs. Er ist ein Ehrenmann. Er hat immer ein offenes Ohr für seine Spieler und er spricht viel mit ihnen, auch wenn er sie dabei kritisieren muss. Ehrenhaftigkeit ist sonst nicht unbedingt eine Stärke von Trainern.

Als Trainer ist er ein Perfektionist. Er arbeitet sehr hart. Er macht sehr klar, was er von uns erwartet, wir spielen unter ihm sehr gut organisiert. Er kitzelt aus uns Leidenschaft, Siegeswillen und eine große Moral heraus.

Mark Schwarzer, Torhüter
Er ist ein alter Fuchs, oder etwa nicht? Er hat in der ganzen Welt schon Erfahrungen sammeln können, vor allem in Europa und das sieht man auch. Unser Stil kommt vor allem im Europapokal gut zum Tragen, denn wir spielen sehr effektiv. Vielleicht nicht immer sehr unterhaltsam, aber ausgesprochen effektiv. Unser Trainer steht zu hundert Prozent hinter diesem Stil, deshalb spielen wir auch gerne so. Er gibt uns Selbstvertrauen und hilft uns mit seiner Erfahrung weiter.

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