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De Camargo setzt auf Heimvorteil

Veröffentlicht: Montag, 5. April 2010, 9.20MEZ
Kapitän Igor De Camargo von R. Standard de Liège hat dem Hamburger SV einen weiteren unangenehmen Empfang versprochen, wenn die Hanseaten am Donnerstag erneut in Belgien antreten müssen.
von John Atkin
aus Hamburg
De Camargo setzt auf Heimvorteil
Standard-Kapitän Igor De Camargo schirmt den Ball vor Ruud van Nistelrooy ab ©Getty Images
 
Veröffentlicht: Montag, 5. April 2010, 9.20MEZ

De Camargo setzt auf Heimvorteil

Kapitän Igor De Camargo von R. Standard de Liège hat dem Hamburger SV einen weiteren unangenehmen Empfang versprochen, wenn die Hanseaten am Donnerstag erneut in Belgien antreten müssen.

Kapitän Igor De Camargo von R. Standard de Liège hat dem Hamburger SV einen weiteren unangenehmen Empfang versprochen, wenn die Hanseaten am Donnerstag erneut in Belgien antreten müssen.

Mladen Petrić, der einen Elfmeter verwandelte, und Ruud van Nistelrooy drehten das Viertelfinalhinspiel innerhalb von vier Minuten vor der Pause zugunsten der Hamburger, nachdem Dieudonné Mbokani die Belgier in Führung geköpft hatte. Obwohl beide Teams im zweiten Durchgang einige gute Chancen hatten, blieb es am Ende beim 2:1 für den HSV. Standards beste Möglichkeit vergab Mbokani, der eine kluge Flanke von De Camargo an die Latte köpfte, bevor er den Nachschuss neben das Tor setzte.

Trotz der Niederlage war De Camargo mit der durchaus überzeugenden Vorstellung seiner Mannschaft zufrieden: "Es war ein schweres Spiel, weil wir es mit einem erfahrenen Team zu tun hatten; es ist für jüngere Spieler nicht so leicht, gegen Hochkaräter wie Zé Roberto und Van Nistelrooy spielen zu müssen", sagte der 26-Jährige. "Aber wir haben gut gespielt und kommen hoffentlich mit einem weiteren guten Spiel in Belgien weiter."

Für den HSV ist es der zweite Auftritt in Belgien innerhalb von vier Wochen. Nach einem 3:1-Heimerfolg gegen den RSC Anderlecht brachte Jerome Boateng die Gäste in Brüssel kurz vor der Pause in Front. Gut 20 Minuten nach der Pause führte jedoch Anderlecht auf einmal mit 4:2, ehe Petrić eine Viertelstunde vor Spielende das Weiterkommen der Hanseaten besiegelte.

"Wir haben von dem Duell zwischen Hamburg und Anderlecht einige Videos angeschaut und festgestellt, dass Hamburg immer für ein paar Gegentreffer gut ist, aber sie sind auch immer in der Lage, selbst Tore zu schießen, wie man im Hinspiel gesehen hat", fügte De Camargo hinzu und meinte, dass die lautstarke Unterstützung im Stade Maurice Dufrasne nichts wert sein wird, sollten seine Teamkollegen nicht erneut eine beeindruckende Vorstellung abliefern. "Die Hell-Side [eine bekannte Gruppe von Standard-Fans] wird für eine gute Atmosphäre sorgen, doch die Partie findet auf dem Rasen statt und nicht auf der Tribüne. Wir werden unser Bestes geben, um zu gewinnen, gut spielen und hoffentlich weiterkommen."

Vor dem letzten Heimspiel Ende März gegen R. Charleroi SC breiteten diese leidenschaftlichen Anhänger ein Transparent aus: "C'est une question de motivation" (Es ist eine Frage der Motivation). Das glich einem Appell an eine Mannschaft, die in dieser Saison in der heimischen Liga zu keinem Zeitpunkt an die Europapokalform anknüpfen konnte und die zuletzt immerhin zweimal belgischer Meister werden konnte.

"Wir spielen in der belgischen Meisterschaft nicht gut, aber in der Europa League und in der Champions League hatten wir nie ein Problem mit der Motivation", sagte De Camargo. "Wir haben in Hamburg ein intelligentes Spiel abgeliefert, das zeigt schon unsere Anzahl an guten Chancen in beiden Durchgängen. Wir haben unser Auswärtstor, vor allem das zählt. Jetzt müssen wir den Job in Belgien zu Ende bringen." Hamburg ist gewarnt.

Letzte Aktualisierung: 05.04.10 19.42MEZ

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