Salzburg trauert Hinspiel hinterher

Die 2:3-Niederlage im Hinspiel war entscheidend für das Aus des FC Salzburg gegen R. Standard de Liège, das war die einhellige Meinung im Lager der Bullen nach dem 0:0 im Rückspiel.

Es hat nicht sollen sein für Alexander Zickler, seine Salzburger haben das Achtelfinale verpasst
Es hat nicht sollen sein für Alexander Zickler, seine Salzburger haben das Achtelfinale verpasst ©Getty Images

Nach einer überragenden Gruppenphase mit sechs Siegen kam für den österreichischen Meister FC Salzburg in der Runde der letzten 32 der UEFA Europa League das Aus. Für Marc Janko war nicht das torlose Remis im Rückspiel entscheidend, sondern die 2:3-Hinspielniederlage in Lüttich.

"Wenn man in Belgien zur Halbzeit 2:0 vorne ist, darf man nicht so blöd verlieren", meinte der Stürmer. Der gleichen Meinung war auch Mittelfeldspieler Simon Cziommer: "Das 2:3 war eigentlich eine gute Ausgangslage, deshalb haben wir uns vorgenommen, taktisch diszipliniert zu spielen und uns Torchancen herauszuspielen. Leider ist der Knoten nicht geplatzt und uns das Tor nicht gelungen."

Alexander Zickler sah es ähnlich: "Wir hatten sie im Hinspiel schon am Boden, haben sie aber zurückkommen lassen. Das darf gegen international gute Mannschaften nicht passieren, aber es ist passiert. Wir hatten die Chance, das heute wieder gutzumachen, aber das ist uns leider nicht gelungen." Der Angreifer hat in seiner Karriere schon viel erlebt, unter anderen gewann er 2001 mit dem FC Bayern München die UEFA Champions League, dennoch konnte auch er seine Enttäuschung nicht verbergen.

"Es tut mir sehr, sehr leid für die Mannschaft, weil ich weiß aus Erfahrung, was noch hätte kommen können", so der Routinier. "Aber die Jungs sollen die Köpfe nicht hängen lassen. Wir haben hervorragende Leistungen gebracht, den Verein und Österreich hervorragend vertreten im internationalen Geschäft. Leider sind wir jetzt ausgeschieden."

Janko, der sich zu allem Überfluss kurz vor Schluss eine Platzwunde zugezogen hat, die mit drei Stichen genäht werden musste, hat den Blick nach der ersten Enttäuschung gleich wieder nach vorne gerichtet. "Das schöne im Fußball ist, dass das nächste Spiel das wichtigste ist. Am Sonntag wartet Rapid, die wollen vielleicht unsere Schwäche jetzt ausnutzen, aber da werden sie auf Granit beißen."

Mit einem Dreier gegen den direkten Konkurrenten könnten die Salzburger in der Bundesliga einen großen Schritt in Richtung Titelverteidigung machen. Dann könnten sie im nächsten Jahr einen neuen Anlauf im Europapokal nehmen und vielleicht sogar in der UEFA Champions League für Furore sorgen. Dass sie auf jeden Fall das Zeug dazu haben, haben sie in der Gruppenphase eindrucksvoll bewiesen.

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