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Freiburg - Aston Villa 0:3: Freiburgs Traum platzt im Finale

Der SC Freiburg unterliegt im Finale der Europa League dem Team aus Birmingham.

Endspiel-Highlights: Freiburg - Aston Villa 0:3

Der letzte Gegner zeigte den Freiburgern die Grenzen auf. Im Finale der UEFA Europa League unterlagen die Breisgauer Aston Villa deutlich.

Für das Team aus der englischen Premier League trafen Youri Tielemans und Emiliano Buendía vor der Pause und Morgan Rogers nach dem Seitenwechsel.

Schlüsselmomente

3.: Atubolu pariert Rogers' Schuss
17.
: Höflers Schuss zischt am rechten Pfosten vorbei
41.
: Tielemans trifft per Volleyschuss zur Villa-Führung
45.+3.
: Buendía zirkelt die Kugel in den linken Winkel
58.: Rogers verlängert Buendías Flanke ins Tor
70.: Onana trifft den Pfosten
79.: Atubolu pariert den Schuss von McGinn

Spiel in Kürze

Die erste Chance des Spiels im Beşiktaş Park hatten die Engländer. Morgan Rogers zog von halbrechts an der Strafraumgrenze ab und zwang Freiburgs Torwart Noah Atubolu zu dessen erster Rettungstat. Es waren noch keine zehn Minuten, als Rogers zum zweiten Mal gefährlich vor dem Freiburger Tor auftauchte. Sein Schlenzer, diesmal von der halblinken Seite, strich knapp am rechten Pfosten vorbei.

Auch die Freiburger besaßen in den ersten 45 Minuten ihre Chancen. Die erste hatte Nicolas Höfler, der nach einem abgeblockten Schuss von Vincenzo Grifo an den Ball kam und ihn nur knapp am rechten Pfosten vorbeischoss. Nach einer guten halben Stunde versuchte es dann Johan Manzambi mit einem Schuss aus der Distanz, fand aber in Emiliano Martínez seinen Meister.

Emi liano Buendia traf sehenswert zum 2:0 für Aston Villa
Emi liano Buendia traf sehenswert zum 2:0 für Aston Villa UEFA via Getty Images

Kurz vor der Pause war es dann das Team aus Birmingham, das das Spiel in klare Bahnen lenkte. Zunächst schickte Rogers eine hohe Flanke auf die rechte Seite des Strafraums, wo Youri Tielemans den Ball volley nahm und ihn aus halbrechter Position im linken Eck unterbrachte. In der Nachspielzeit dann zirkelte Emiliano Buendía vom linken Strafraumeck die Kugel in den linken Knick zum Pausenstand von 2:0.

In der zweiten Halbzeit war keine Viertelstunde gespielt, als Rodgers zur Vorentscheidung für das Team von Trainer Unai Emery traf, der den Wettbewerb zuvor bereits mit Sevilla und Villarreal gewonnen hatte. Für die Freiburger ging es fortan um Schadensbegrenzung. Dies gelang zumindest insofern, als dass Aston Villa kein weiteres Tor mehr erzielte. Ein Ehrentreffer glückte den Breisgauern allerdings auch nicht mehr.

Blog: Freiburg - Aston Villa

Hankook Spieler des Spiels: Emiliano Buendía (Ason Villa)

Die Technische Beobachtergruppe der UEFA: "Das war eine starke Leistung. Er hat zwischen den Linien sehr gut agiert, durchweg gute Pässe gespielt und seine Mannschaft in der Offensive angetrieben. Das Ganze krönte er mit einem tollen Tor und einer Vorlage."

Emiliano Buendía von Aston Villa wurde zum Spieler des Spiels ernannt
Emiliano Buendía von Aston Villa wurde zum Spieler des Spiels ernanntUEFA via Getty Images

Einschätzung der Reporterin: Judith Tuffentsammer, Freiburg

Freiburg ging als klarer Außenseiter in sein erstes europäisches Finale und unterlag mit 0:3 einer Mannschaft von Aston Villa, die in den entscheidenden Momenten eiskalt war. Kurz vor der Pause gerieten die Breisgauer vorentscheidend in Rückstand. Obwohl sie in der zweiten Halbzeit versuchten, zurückzukommen, reichte es nicht zu einer Überraschung. Dennoch können sie nach einer unglaublich erfolgreichen Saison Istanbul mit erhobenem Haupt verlassen. Sie nehmen nun an den Qualifikationsspielen zur Conference League 2026/27 teil. Das Finale dieses Wettbewerbs steigt übrigens wieder im Beşiktaş Park.

Einschätzung des Reporters: John Atkin, Aston Villa

Dreißig Jahre nach dem bislang letzten Titel hat Aston Villa wieder allen Grund zu Feiern. Die Nacht von Istanbul wir den Fans in den Farben Bordeauxrot und Blau noch lange in Erinnerung bleiben. Die ersten 40 Minuten waren ausgeglichen, doch von dem Moment an, als Tielemans den Führungstreffer erzielte, strebte Villa gegen hart kämpfende Freiburger unaufhaltsam dem Sieg entgegen. Emerys Liebe zu diesem Wettbewerb kennt keine Grenzen mehr.

Stimmen

Youri Tielemans, Mittelfeldspieler von Aston Villa, bei TNT Sports: "Ich fühle mich großartig. Meine Stimme ist zwar etwas heiser, aber das macht nichts. Wir haben alles gegeben und eine Spitzenleistung gezeigt. Wir hatten eine tolle Saison. Dass wir sie mit diesem Ergebnis krönen konnten, ist einfach unglaublich. Wir hatten nur einen Tag Zeit, um [die Freistoßvariante, mit der er den Führungstreffer erzielte] zu trainieren. Wir haben sie am Montag einstudiert und heute Abend hat sie hervorragend funktioniert."

Morgan Rogers, Stürmer von Aston Villa, bei TNT Sports: "Wir haben so hart dafür gearbeitet. Wir haben es geschafft und uns durchgesetzt. Es ist ein großartiger Moment für die Fans, großartig für den Verein. Wir werden in die Geschichte eingehen. Der Trainer hat mich ständig dazu gedrängt, einfachere Tore zu schießen. Ich bin froh, dass ich den Ball noch mit der Fußspitze erreichen und [Villas drittes Tor] erzielen konnte. Ich bin müde, aber nicht so müde. Am Ende ist es das alles wert."

Ollie Watkins, Stürner von Aston Villa, bei TNT Sports: "Ich hatte das Gefühl, dass wir das Spiel wirklich im Griff hatten und sie am Ende bestraft haben. Manchmal gibt es Höhen und Tiefen, aber wir haben es am Ende geschafft, wir haben durchgehalten und uns für die Champions League qualifiziert. Das ist etwas ganz Besonderes."

Ezri Konsa, Verteidiger von Aston Villa, bei TNT Sports: "Es ist einfach großartig, endlich wieder einen Titel für diesen Verein und die Fans zu holen. Das ist ein Gefühl, das ich kaum in Worte fassen kann. Sie haben mit mir alle Höhen und Tiefen durchgestanden – das ist für sie."

Unai Emery, Trainer von Aston Villa, bei TNT Sports: "Ich bin immer sehr dankbar für Europa. Für jeden Wettbewerb, aber besonders für die Europa League. Ebenso für die Vereine, bei denen ich arbeite, weil sie den Weg weisen, sowie für die Unterstützung, die ich bei Valencia, bei Sevilla, bei Villarreal und hier bei Villa erfahren habe... Ich habe [den Spielern] in [der Umkleidekabine] gesagt: Wir brauchen den Willen, wir brauchen Ernsthaftigkeit in diesem Wettbewerb. Auf dem Platz zu zeigen, dass ihr die Protagonisten seid – und das haben sie geschafft!"

Julian Schuster, Trainer von Freiburg, bei RTL: "Ich spüre im Moment überhaupt keine Zufriedenheit. Wir haben ein Finale verloren. Das ist das, was für den Moment natürlich überwiegt und sehr schmerzt. Ich habe es vor dem Spiel gesagt: Wir haben uns dahin entwickelt, dass wir nicht nur den Glauben hatten, sondern auch die Überzeugung, dieses Spiel gegen Aston Villa gewinnen zu können."

Vincenzo Grifo, Kapitän von Freiburg, bei RTL: "Man muss ehrlich zugeben, dass Aston Villa die bessere Mannschaft war. Wir haben es leider nicht geschafft, sie heute zu beeindrucken. Sie waren sehr abgezockt und sehr erfahren in dem, was sie gemacht haben. Wir haben keinen richtigen Druck entwickeln können, und deshalb war es, glaube ich, ein verdienter Sieg für Aston Villa."

Wichtige Statistiken

  • Villa ist der 31. Gewinner des UEFA-Pokals/der Europa League. Es ist der sechste Verein aus England, der der den Pokal gewinnt. Villa ist der dritte neue Gewinner in den vergangenen sechs Spielzeiten nach Atalanta 2023/24 und Villarreal 2020/21.
  • Emery hat den Titel nun mit drei verschiedenen Klubs gewonnen - alle haben "Villa" im Namen: Sevilla (dreimal), Villarreal und Villa
  • Mit dem Sieg von Aston Villa haben englische Klubs nun die letzten sieben Europapokal-Endspiele gegen Teams aus Deutschland gewonnen.
  • Villa beendete den Wettbewerb mit den meisten Toren (31). Sechs Tore haben sie mehr erzielt als Freiburg.
  • Freiburgs Julian Schuster verpasste es, als erster deutscher Trainer nach Franz Beckenbauer mit Bayern im Jahr 1996 den UEFA-Pokal/die UEFA Europa League zu gewinnen.
  • Freiburg ist der dritte Klub aus Deutschland, der in den vergangenen fünf Spielzeiten im Finale der Europa League stand.

Aufstellungen

Freiburg: Atubolu - Kübler (73. Makengo), Ginter, Lienhart (61. Rosenfelder), Treu - Eggestein, Höfler (61. Höler) - Beste, Manzambi, Grifo (73. Scherhant) - Matanović

Aston Villa: Martínez - Cash, Konsa, Pau Torres, Digne (81. Maatsen) - Lindelöf (66. Onana), Tielemans - McGinn, Rogers, Buendía (81. Sancho) - Watkins

Die beiden Mannschaften nehmen Aufstellung vor dem Spiel
Die beiden Mannschaften nehmen Aufstellung vor dem Spiel AFP via Getty Images