Brügge will Belgiens Ehre retten
Donnerstag, 25. November 2004
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Gruppe C: Club Brugge KV möchte gegen den FC Utrecht den ersten belgischen Europapokal-Sieg dieser Saison holen.
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Der belgische Fußball steckt derzeit in einer veritablen Krise. Zu merken ist dies nicht nur bei den schwachen Auftritten der Nationalmannschaft, sondern vor allem auch im Europapokal. Keine der drei Mannschaften im UEFA-Pokal - vom RSC Anderlecht in der UEFA Champions League ganz zu schweigen - hat bisher auch nur einen einzigen Punkt geholt. Dies zu ändern ist nun das erklärte Ziel von Club Brugge KV im Spiel gegen den FC Utrecht.
Kellerduell
Da auch die Niederländer ihre bisherigen zwei Spiele verloren haben, wäre eine Niederlage für beide Mannschaften wohl schon gleichbedeutend mit dem Aus in diesem Wettbewerb. Beide Teams haben ihre Spiele am Wochenende gewonnen, Brügge schlug im belgischen Pokal KA Eendracht Aalst und Utrecht sicherte sich in der Ehrendivision gegen den FC Twente drei Punkte. Laut Brügges Trainer Trond Sollied zeigten die "Spieler, die gegen Aalst gespielt haben, eine richtig gute Partie", große Änderungen sind also nicht zu erwarten. Gert Verheyen ist wieder fit, nur Marek Spilar wird noch verletzt fehlen.
Alter Bekannter
Utrechts Trainer Foeke Booy kehrt für diese Begegnung in das Stadion zurück, in dem er selbst zwischen 1989 und 1992 erfolgreich gespielt hat. "Am Donnerstag heißt es Club Brugge gegen den FC Utrecht, und nicht Club Brugge gegen Foeke Booy. Aber natürlich freue ich mich auf dieses Spiel", gestand Booy ein. Eines Tages, so Booy weiter, wäre es sein Traum, Trainer von Brügge zu werden. Heute muss er auf seinen verletzten Verteidiger Bas van den Brink verzichten.
Entscheidendes Spiel für Dnipro
Geht es beim Kellerduell zwischen Belgiern und Niederländern um den letzten Strohhalm, so käme Dnipro Dnipropetrovsk mit einem Sieg gegen FK Austria Wien auf neun Punkte und stünde damit so gut wie sicher in der nächsten Runde. Trainer Euhen Kucherevskiy sagte dazu: "Dieses Spiel ist entscheidend für uns, denn ein Sieg würde uns in die K.o.-Runde bringen." Dnipro muss bei diesem Unterfangen allerdings auf die verletzten Ruslan Rotan und Oleh Venhlinskiy sowie den gesperrten Oleh Shelayev verzichten.
Ohne Rushfeldt
Die Austria wird ohne ihren Torjäger Sigurd Rushfeldt, den Belgier Didier Dheedene und Markus Kiesenebner auflaufen müssen, hinter den Einsätzen von Ernst Dospel, Michael Wagner und Krzysztof Ratajczyk steht noch ein Fragezeichen. Die Wiener haben nach dem 1:0-Erfolg gegen Real Zaragoza drei Punkte auf dem Konto und gehen optimistisch in die Partie gegen die Ukrainer, wie Trainer Lars Söndergaard erklärte: "Wir haben aus diesem Sieg großes Selbstvertrauen geschöpft. Vielleicht geht Dnipro das Spiel mit sechs Punkten auf dem Konto ein wenig zu locker an - das könnte unsere Chance sein."