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Salzburg scheitert nach großem Fight

Salzburg hat Marseille einen großen Kampf geliefert und alles gegeben, der 2:1-Heimsieg nach Verlängerung reichte nach der 0:2-Hinspielpleite aber nicht für den Finaleinzug.

Hier sehen Sie, wie Marseille ins Endspiel der UEFA Europa League einzog.
Hier sehen Sie, wie Marseille ins Endspiel der UEFA Europa League einzog.

Der FC Salzburg hat das Finale der UEFA Europa League knapp verpasst, der österreichische Meister konnte das Halbfinal-Rückspiel gegen Olympique Marseille zwar mit 2:1 nach Verlängerung gewinnen, ist aber mit einem 2:3-Gesamtergebnis ausgeschieden.

Die Salzburger fanden etwas schwer in die Partie, Marseille rückte gleich mit dem Anstoß nach vorne und setzte die Gastgeber gehörig unter Druck. Nach fünf Minuten hatte OM eine erste gute Gelegenheit, als Dimitri Payet mit einem Freistoß aus dem Halbfeld Adil Rami fand, doch dieser traf den Ball nicht richtig und so landete er über dem Kasten.

Nach zwölf Minuten starteten dann auch die Mozartstädter ihren ersten gefährlichen Angriff, OM-Keeper Yohann Pelé konnte den Schuss von Munas Dabbur nicht festhalten, aber es kam kein Salzburger zum Nachschuss. Danach entwickelte sich eine hitzige Partie mit vielen Fouls, weitere Chancen blieben bis zum Pausenpfiff Mangelware. 

Valon Berisha versuchte es noch mit einem Freistoß aus etwas spitzem Winkel, den er gefährlich auf das Tor zog, aber Luis Gustavo rettete mit dem Kopf. Nach dem Seitenwechsel dauerte es nur zwei Minuten bis zur ersten Großchance von OM: Nach einem Konter zirkelte Payet eine Flanke mustergültig auf Valère Germain, dessen Direktabnahme Zentimeter am langen Pfosten vorbeistrich.

In der 53. Minute brachte Amadou Haidara das Stadion dann zum Kochen: Er wurde im Mittelfeld nicht richtig angegriffen und tankte sich gegen drei Mann durch, ehe er aus 15 Metern eiskalt zum 1:0 für Salzburg abschloss. Dabbur hatte den nächsten Hochkaräter, als er eine Hereingabe von Stefan Lainer mit der Hacke nahm, den Ball aber nicht richtig traf.

Kurz darauf fiel dann aber das 2:0, als ein Schuss von Xaver Schlager von Bouna Sarr entscheidend abgefälscht wurde. Der eingewechselte Hee-Chan Hwang hatte sogar das 3:0 auf dem Fuß, doch Pelé war im bedrohten Eck. Bis zur 90. Minute sollte kein weiteres Tor mehr fallen, und so ging es in die Verlängerung.

Dort hatten die Salzburger in der 98. Minute den Torschrei schon auf den Lippen, doch Pelé kratzte einen Kopfball von Duje Ćaleta-Car gerade noch von der Linie. Ein Freistoß von Berisha segelte knapp vorbei, genauso wie ein Flachschuss von Dabbur.

Fünf Minuten vor Schluss gelang Marseille das entscheidende Tor. Der eingewechselte Rolando lenkte den Ball nach einer Ecke unhaltbar für Alexander Walke auf den langen Pfosten, wo er über die Linie trudelte. Kurz vor Schluss flog zudem noch Haidara mit Gelb-Rot vom Platz.

Schlüsselspieler: Jordan Amavi (Marseille)

Der Verteidiger spielte beim Verhindern des Salzburger Comebacks eine große Rolle. Er klärte den Ball achtmal, gewann sieben Zweikämpfe und fünf Kopfballduelle. Zudem blockte er vier Ecken.