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Leipzig mit Respekt vor russischer Torfabrik

Vor dem Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Europa League gegen Zenit richtet RB-Trainer Ralph Hasenhüttl den Fokus auf die Defensive. Er weiß um die Torgefahr der Gäste aus Russland.

Ralph Hasenhüttl will im Hinspiel vor allem kein Gegentor kassieren
Ralph Hasenhüttl will im Hinspiel vor allem kein Gegentor kassieren ©Getty Images

Seit fünf Spielen hat es RB Leipzig wettbewerbsübergreifend nicht mehr geschafft, ohne Gegentor zu bleiben. Diese Statistik erklärt wohl am besten, warum Trainer Ralph Hasenhüttl vor dem ersten Europapokal-Achtelfinale der Vereinsgeschichte den Fokus auf eine stabile Verteidigung lenkt. "Am Donnerstag wird es vor allem darum gehen, defensiv so kompakt zu stehen, dass wir keinen Gegentreffer kassieren", sagte der Coach vor dem Heimspiel gegen den russischen Spitzenklub FC Zenit aus St. Petersburg.

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Hasenhüttl dürfte aber wohl auch deshalb eher defensiv denken, weil er um die Stärke der Gäste weiß. Zenit stellt nach der Gruppenphase und der ersten K.-o.-Runde mit insgesamt 20 Treffern das gefährlichste Team der UEFA Europa League. Stürmer Aleksandr Kokorin und der argentinische Flügelflitzer Emiliano Rigoni haben jeweils schon sechs Tore erzielt und stehen damit in den Top 3 der Torjägerliste dieses Wettbewerbs. Zenits drittbester Schütze ist mit drei Toren übrigens ein Innenverteidiger: Branislav Ivanović, der 2017 von Chelsea zum viermaligen russischen Meister gewechselt ist.

Yussuf Poulsen glaubt auch gegen Zenit an ein Weiterkommen
Yussuf Poulsen glaubt auch gegen Zenit an ein Weiterkommen©AFP/Getty Images

Zur starken Offensive der Gäste passt, dass sie von einem der treffsichersten Stürmer Europas in den achtziger und neunziger Jahren trainiert werden: Roberto Mancini erzielte zwischen 1982 und 1997 für Sampdoria Genua allein 132 Liga-Tore, wurde italienischer Meister und gewann mit "Samp" den Europapokal der Pokalsieger.

Mit Hasenhüttl aber steht auch bei den Leipzigern ein ehemaliger Nationalstürmer an der Seitenlinie. Bei allem Respekt vor dem Gegner und dem Bestreben, ein Gegentor zu Hause verhindern zu wollen, hat auch RB genügend Offensivpower zu bieten. Neben Timo Werner und Emil Forsberg ist auch Yussuf Poulsen immer für ein Tor gut. "Alles ist möglich. Wir glauben an uns. Auch gegen Neapel waren wir der Außenseiter und haben uns durchgesetzt. Wenn wir so weiterspielen, haben wir gegen jedes Team eine Chance - und die wollen wir nutzen", sagte der dänische Nationalspieler bei Uefa.com.

Was die Personalsituation angeht, kann Hasenhüttl fast aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Kevin Kampl steht nicht zur Verfügung, wie der Trainer bei der Pressekonferenz mitteitle. Der slowenische Nationalspieler klagte zuletzt über muskuläre Probleme und absolvierte am Dienstag nur ein Einzeltraining. Am Mittwoch fehlte er beim Mannschaftstraining ebenfalls. Bei Zenit fehlt der argentinische Mittelfeldspieler Leandro Paredes gesperrt.