"Sommertime" in der FedEx Performance Zone

Als Spitzenreiter im Form-Ranking der UEFA Europa League wusste Nabil Fekir seine Jokerrolle für Lyon effektiv zu nutzen. Gladbachs Yann Sommer machte einen Sprung in die Top-30.

Tief pariert, hoch geklettert: Yann Sommer
Tief pariert, hoch geklettert: Yann Sommer ©AFP/Getty Images

Im Hinspiel gegen Rom stürmte Lyon am Donnerstagabend zu einem 4:2-Sieg. Obwohl Nabil Fekir den Großteil des Spiels von der Ersatzbank aus erlebte, konnte er durch einen starken Kurzauftritt seinen Spitzenplatz in der FedEx Performance Zone untermauern. Wir zeigen, welche Spieler in den Hinspielen besonders überzeugen konnten.

1: Nabil Fekir (Lyon)
Als Spitzenreiter des Form-Rankings saß Fekir beim 4:2-Sieg seiner Mannschaft gegen Rom zunächst auf der Bank. Nach seiner Einwechslung in der 71. Minute benötigte er nur drei Minuten für den 3:2-Führungstreffer. Es war sein fünftes Tor in den letzten drei Europa-League-Einsätzen.

Highlights: Lyon schlägt die Roma
Highlights: Lyon schlägt die Roma

13: Omar Colley (Genk)
Neben seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1 wusste Colley beim 5:2-Sieg gegen Gent auch mit 15 klärenden Aktionen, sechs abgefangenen Pässen sowie fünf erfolgreichen Kopfballduellen zu gefallen. "Zusammen mit den anderen Verteidigern habe ich recht stabil gespielt, denn wir wussten, wie gefährlich Gents Angreifer sein können", erzählte der Gambier UEFA.com.

22: Leander Dendoncker (Anderlecht)
Beim 1:0-Sieg gegen APOEL war Anderlecht die einzige Mannschaft, der es im Hinspiel gelang, kein Gegentor zuzulassen. Mit fünf gewonnen Kopfballduellen und vier erfolgreichen Zweikämpfen war Dendoncker einer der Garanten für die weiße Weste seiner Mannschaft.

29: Yann Sommer (Gladbach)
Nach zwischenzeitlichem Rückstand kämpfte sich Schalke noch zu einem 1:1-Remis gegen Gladbach. Ohne Yann Sommer wäre für die Gelsenkirchener aber vermutlich sogar mehr drin gewesen. Bei seinen acht Paraden entschärfte der Schweizer unter anderem gefährliche Abschlüsse von Johannes Geis und Guido Burgstaller und sicherte seinem Team damit das Unentschieden. 

Malinovskiys Freistoß und andere tolle Tore
Malinovskiys Freistoß und andere tolle Tore

47: Ruslan Malinovskiy (Genk)
Der tolle Freistoß des Mittelfeldspielers im Spiel gegen Gent war ohne Zweifel eines der Highlights der Hinspiele. Daneben konnte Malinovskiy auch noch einen Assist verbuchen. "Der 5:2-Sieg ist ein tolles Geschenk an uns selbst. Fünf Tore zu schießen erwartet man nicht unbedingt", sagte der Ukrainer nach dem Spiel. "Aber wir müssen konzentiert bleiben, wir haben alle gesehen, was Barcelona gegen Paris gelungen ist." 

51: Nicolae Stanciu (Anderlecht)
Durch sein viertes Tor in dieser Europa-League-Saison beendete der Rumäne APOELs Serie von 33 ungeschlagenen Heimspielen in allen Wettbewerben. "Ich freue mich sehr über mein Tor und meine Leistung, aber noch mehr freue ich mich für die Mannschaft", erzählte er UEFA.com. "Wenn die Mannschaft gewinnt, profitiert auch jeder Einzelne davon." Dank seines Siegtreffers machte Stanciu im Ranking einen Sprung von 61 Plätzen. 

54: Peter Ankersen (København)
Mit vier klärenden Aktionen sowie zwei geblockten Schüssen wusste der dänische Außenverteidiger in der Defensive zu überzeugen und lieferte darüber hinaus auch noch die Vorlage zum 2:1-Siegtreffer von Andreas Cornelius gegen Ajax. "Ich habe [Amin] Younes gut im Griff gehabt, habe den Ball ein paar Mal geklärt und habe einige Schüsse abgeblockt. Ich glaube, dass ich ein gutes Spiel gemacht habe." 

©Getty Images

Einschätzung von Patrik Andersson
Meine Gladbacher haben mich gestern Nacht einige Nerven gekostet. Wenn man das ganze Spiel betrachtet, hätten sie eigentlich gegen Schalke verlieren müssen. Ich muss Yann Sommer Beifall spenden, mit einigen tollen Paraden hat er sich im FedEx Ranking nach vorne geschoben.

Auch Lyon hat hervorragend gespielt, es ist bemerkenswert, dass sie Nabil Fekir und Alexandre Lacazette so lang halten konnten. Mit fünf Toren war aber Genks Offensivabteilung die treffsicherste der vergangenen Nacht, jeder Spieler hat nach vorne angeschoben. Ruslan Malinovskiy wird seinen Enkelkindern noch von diesem Freistoß erzählen. Was für ein Tor. 

Patrik Andersson ist ehemaliger Verteidiger von Bayern München, Barcelona und Borussia Mönchengladbach. Er bestritt 96 Länderspiele für Schweden, erreichte bei der EURO '92 und bei der FIFA-WM 1994 das Halbfinale, und er gehörte zu jener Bayern-Mannschaft, die 2001 die UEFA Champions League gewann. In jenem Jahr schaffte er es ins Team des Jahres der User von UEFA.com.

2005 trat er zurück, derzeit lebt er in Stockholm, wo in dieser Saison das Finale der UEFA Europa League stattfindet. Für dieses Endspiel fungiert er als Botschafter, zugleich ist er Botschafter der FedEx Performance Zone in dieser Saison.