Return to Play: Die UEFA bereitet sich auf die sichere Rückkehr ihrer Elite-Wettbewerbe vor.

Mehr erfahren >

Rapids unrühmlicher Abschied

Nicht nur aus der Europa League verabschiedete sich Rapid mit einem Gesamtscore von 0:10 gegen Valencia. Es war auch das letzte (große) Spiel im Ernst Happel Stadion.

Zoran Barisic nahm den Hut vor Gary Neville
Zoran Barisic nahm den Hut vor Gary Neville ©AFP/Getty Images

Mit einem Gesamtscore von 0:10 auszuscheiden ist bitter. Der SK Rapid Wien verabschiedete sich nicht gerade mit einer Glanzleistung gegen Valencia CF aus der Europa League. Und möglicherweise auch aus dem Ernst Happel Stadion.

Es könnte nämlich das letzte internationale Spiel der Grün-Weißen im österreichischen Nationalstadion gewesen sein. Zumindest war es aber das letzte wirklich große Duell. Denn planmäßig wird am 16. Juli das Weststadion, die neue Heimat des SK Rapid, eingeweiht. Ein Ausweichen in den altehrwürdigen Prater wird aufgrund der hypermodernen 24.000er Arena obsolet.

Der Konjunktiv aus dem letzten Absatz schwingt deswegen mit, weil es im Sommer doch ein letztes Spiel, oder sogar zwei geben könnte. Das hängt von der Platzierung Rapids in der Bundesliga ab. Der Dritte der österreichischen Meisterschaft steigt in der Europa-League-Qualifikation bereits in der ersten Runde, die Ende Juni und Anfang Juli gespielt wird, ein.

Sollte Rapid Meister oder Zweiter werden, kommt es darauf an, ob man zuerst daheim oder auswärts spielt. Denn der Hinspieltermin der zweiten Runde liegt mit dem 12., 13. oder 14. Juli knapp vor dem angepeilten Eröffnungstermin, das Rückspiel würde sich ausgehen.

Im Prater hat Rapid große Erfolge gefeiert. In Erinnerung ist noch der Durchmarsch bis ins Finale des Europapokals der Pokalsieger 1995/96, oder die beiden Champions-League-Saisonen. Aber auch alle 16 Heim-Begegnungen der Europa League hielt der SK Rapid im Happel Stadion ab.

Der internationale Abschied aus dem Oval wurde am Donnerstag aber durch den internationalen Abschied aus der Saison überschattet. Die mit dem Gruppensieg erfolgreichste Europa-League-Spielzeit der Grün-Weißen überhaupt fand ein unrühmliches Ende. Dem 0:6-Debakel in Valencia folgte ein 0:4-Lehrspiel daheim.

"Ich hatte mir ein anderes Ergebnis erhofft", gab Zoran Barisic zu. "Die Europacup-Saison war mehr als erfolgreich, bis auf das Ende", versuchte der Trainer positiv zu bleiben.

Der Stachel saß auch bei Stefan Schwab tief: "Es tut uns sehr weh, wir können jetzt noch nicht auf die eigentlich erfolgreiche Europacup-Saison zurückblicken, vielleicht geht das in ein paar Monaten." Vor allem das "wie" war für den Mittelfeldspieler unverständlich: "Das Ausscheiden darf nicht so in dieser Art und Weise passieren, das schmerzt natürlich.

"Daraus lernen wir", meinte Thanos Petsos, dessen Mannschaft eigentlich eine Stunde lang gut dagegen hielt, dann aber wieder vollständig zerbrach. Das Gelernte kann dann im neuen Weststadion in der kommenden Saison angewendet werden.

Oben