Zufriedenheit in grün-weiß

Drei Spiele, drei Siege – zur Halbzeit der Gruppenphase hat der SK Rapid so viele Punkte wie noch nie auf dem Konto. Neben einigen Konstanten, gibt es einige Überraschungen.

Drei Spiele, drei Siege - die Freude bei Rapid ist riesig
Drei Spiele, drei Siege - die Freude bei Rapid ist riesig ©Getty Images

Beim SK Rapid Wien läuft es in der UEFA Europa League weiter bestens. Die Hütteldorfer sind nach dem 3:2 über Viktoria Plzeň noch immer ungeschlagen und sogar eines von nur drei Teams im gesamten Bewerb, das nach drei Spielen drei Siege am Konto hat.

Kapitän Steffen Hofmann, der in jedem der drei Matches einen Treffer erzielen konnte, mahnte jedoch zur Vorsicht: "Wir sind auf einem guten Weg, aber noch lange nicht durch.“ Rein rechnerisch liegt der Routinier richtig, die besten Karten für den Aufstieg aus der Gruppe E haben derzeit sicherlich die Rapidler.

Nachdem die Elf von Zoran Barisic im ersten Spiel Villareal mit 2:1 bezwingen konnte und danach ein 1:0 bei Dinamo Minsk folgte, stehen so viele Punkte, wie noch nie zuvor in der gesamten UEFA-Europa-League-Geschichte der Wiener, neben dem Namen Rapid Wien in der Tabelle. Was einem aber trotzdem ins Auge sticht: Rapid geriet sowohl gegen Villareal als auch gegen Plzeň in Rückstand, Stürmer-Tore blieben komplett aus und Standard-Situationen sind Rapids Stärke. 

Eine der größten Tugenden Rapids, historisch und aktuell, ist der unglaubliche Kampfgeist. Technische Gustostückerl sind nicht gänzlich ausgeschlossen, das Um und Auf im Spiel des SCR ist aber beherzter Kampf und Disziplin. Gerade deshalb haben die Rapidler vermutlich auch die beiden Partien gegen Villareal und Viktoria noch drehen können.

Gegen die Tschechen zeigte Rapid in der zweiten Hälfte auch spielerisches Können und einige schöne Kombinationen, was aber an dem Faktum, dass es in der gesamten Gruppenphase noch keinen Treffer eines Stürmers gab, nichts ändert. Nach dem Abgang von Goalgetter Robert Berić glänzte Rapid sowohl in der Liga als auch in Europa nicht unbedingt mit Treffern der vordersten Spieler.

Dafür zeigt man in der aktuellen Saison eine starke Torausbeute nach Standardsituationen. Sowohl gegen Villareal hatte Stefan Schwab den Ausgleich nach einer Freistoßflanke erzielt, Hofmann das 2:1 per Elfmeter. Auch der Ausgleich gegen Viktoria durch den 34-jährigen Kapitän, fiel nach einer Ecke, die Kainz zum Routinier weiterspielte.

Für Trainer Zoran Barisic ist die Gefährlichkeit nach Standards, die sich auch in der Liga zeigt, ein großes Plus, wenn auch ein sehr, sehr Überraschendes. "Das ist eine komische Geschichte. Wir haben den Spielern gesagt, sie sollen den Ball einfach immer in die Gefahrenzone reinschießen. Komischerweise funktioniert es jetzt auf einmal mit den Toren", erklärte Barisic bereits im September.