Die Play-offs der Europa League im Detail

Der BVB hat mit Norwegern keine guten Erfahrungen gemacht, die Fans von Hajduk Split werden in Prag garantiert alle ins U Fleků eilen und Tim Sparv freut sich ein Loch in den Bauch, dass er nach Southampton darf.

Auslosung Play-offs ©Getty Images for UEFA

Der komplette Spielplan

Steaua Bucureşti (ROU) - Rosenborg (NOR)
Vor zehn Jahren standen sich beide Klubs zuletzt in der dritten Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League gegenüber. Mirel Rădoi – heute Trainer bei Steaua – gelang bei 1:1 in Bukarest ein Tor. Beim Rückspiel in Norwegen gelang ihm ebenfalls ein Treffer, allerdings unterlief ihm auch ein Eigentor, so dass Rosenborg im Gesamtergebnis mit 3:2 triumphierte. Die Norweger führten bereits mit 3:0 durch Jan Gunnar Solli, Alexander Ødegaard und eben Rădoi, ehe Steauas Kapitän auch auf der richtigen Seite traf, aber auch der zweite Treffer der Gäste durch Victoraş Iacob war vergebens.

FC Thun (SUI) - Sparta Praha (CZE)
2005/06 kam es zum letzten Duell dieser beiden Teams, damals in der Gruppenphase der UEFA Champions League. In Prag gab es ein 0:0, Thun hatte das Hinspiel mit 1:0 gewonnen; Selver Hodzic bescherte den Schweizern damals in der 89. Minute ihre ersten Punkte in der Königsklasse.

Girondins de Bordeaux (FRA) - Kairat Almaty (KAZ)
Kairat musste 5 000 Kilometer nach Aberdeen reisen – die bislang längste Distanz zwischen zwei Teams in einem UEFA-Klubwettbewerb - um sich mit einem 1:1 das Ticket für die Play-offs zu verdienen. Nach Bordeaux steht nun eine Reise von 5 947km an, erneut also ein neuer Rekord der Kasachen.

Odds BK (NOR) - Borussia Dortmund (GER)
Dortmund traf im Europapokal bisher zweimal auf Gegner aus Norwegen und hat im hohen Norden noch kein Spiel verloren. Gegen Lyn gab es 1963/64 einen 4:2-Auswärtserfolg, zuhause gewann der BVB mit 3:1. Sergej Barbarez und Jürgen Kohler erzielten die Tore beim 2:2 in Trondheim in der Saison 1999/2000 in der ersten Gruppenphase der UEFA Champions League. Im Rückspiel gab es gegen Rosenborg allerdings eine noch heute unerklärliche 0:3-Pleite für die Dortmunder.

Slovan Liberec (CZE) - Hajduk Split (CRO)
Die Kroaten kehren für dieses Duell in ihr Gründungsland zurück, denn kurioserweise wurde Hajduk 1911 in Prag von Studenten aus Split aus der Taufe gehoben. Die Fans werden sich sicher einen Besuch in der Kneipe U Fleků nicht entgehen lassen, wo damals die Gründungsurkunde unterzeichnet wurde.

Zorya Luhansk (UKR) - Legia Warszawa (POL)
Die Polen sind längst so etwas wie ein Dauergast im Nachbarland Ukraine. Letzte Saison spielten sie in der Gruppenphase gegen Metalist Kharkiv, Legias Ondrej Duda gelang in der Ukraine das einzige Tor, im Rückspiel beim 2:1-Sieg der Polen traf er erneut, außerdem war Marek Saganowski erfolgreich. Beide Spieler sind noch heute im Trikot des Klubs aus Warschau.

Southampton (ENG) - Midtjylland (DEN)
Die Elf von Trainer Ronald Koeman freut sich auf die erste Europapokalteilnahme seit zwölf Jahren und bekommt es mit dem dänischen Meister zu tun. Dort spielt der finnische Nationalspieler Tim Sparv, der 2005 mit Southampton das Finale des FA Youth Cups erreichte. Mit dabei damals auch Theo Walcott und Adam Lallana.

Milsami Orhei (MDA) - Saint-Étienne (FRA)
2013/14 wurden die Moldauer von den "Les Verts" in der dritten Qualifikationsrunde der UEFA Europa League mit insgesamt 6:0 abgeschossen, der Brasilianer Brandão erzielte dabei drei der sechs Tore.

Astra Giurgiu (ROU) - AZ Alkmaar (NED)
AZ spielt erstmals in einem Europapokal gegen ein Team aus Rumänien, Astra hatte es noch nie mit einer Mannschaft aus den Niederlanden zu tun. Astra steht zum dritten Mal in Folge in den Play-offs, letztes Jahr gelang sogar der Sprung in die Gruppenphase.

Rabotnicki (MKD) - Rubin Kazan (RUS)
Rabotnicki könnte als erstes Team aus der EJR Mazedonien die Gruppenphase eines Europapokal-Wettbewerbs erreichen, doch da dürften die Russen etwas dagegen haben. 2011/12 verlor der Klub in den Play-offs gegen Lazio mit insgesamt 1:9.