Wolfsburg lässt die Muskeln spielen

VfL Wolfsburg - FC Internazionale Milano 3:1
Ein Tor von Naldo und ein Doppelpack von Kevin De Bruyne machen aus einem frühen Rückstand des VfL noch einen klaren Heimsieg.

Kevin De Bruyne wird nach seinem zweiten Tor gefeiert
Kevin De Bruyne wird nach seinem zweiten Tor gefeiert ©Getty Images

• Rodrigo Palacio bringt Inter ganz früh in Führung
Naldo sorgt noch vor der Pause per Kopf für den Ausgleich
Ein Doppelpack von Kevin De Bruyne dreht das Spiel komplett
Das Rückspiel findet am kommenden Donnerstag in Mailand statt, die Auslosung erfolgt einen Tag danach

Der VfL Wolfsburg hat im Hinspiel des Achtelfinals der UEFA Europa League gegen den FC Internazionale Milano mit 3:1 gewonnen. Die 25 374 Zuschauer sahen ein hochklassiges, schnelles Europapokal-Duell mit zwei ganz unterschiedlichen Halbzeiten. 

Der VfL hatte sich gegen den UEFA-Champions-League-Sieger von 2010 viel vorgenommen, war dann aber offenbar ein wenig überrascht, als die Gäste gleich zu Beginn selbst beherzt in die Offensive gingen. Hektik und viele leichte Fehler waren die Folge. Einen davon - einen etwas leichtfertigen Ball von André Schürrle - nutzte Inter gleich eiskalt aus. Mauro Icardi legte clever auf Palacio ab, der VfL-Keeper Diego Benaglio im Duell Mann gegen Mann keine Chance ließ.

Erst danach löste sich die Nervosität der Wölfe, die jetzt immer wieder vor Inter-Torhüter Juan Pablo Carrizo auftauchten. Der Argentinier war es dann, der sein Team in der 27. Minute bei einem gefährlichen Kopfball von Daniel Caligiuri aus kurzer Distanz vor dem Ausgleich bewahrte. Nach dem darauf folgenden Eckball von De Bruyne war aber auch er machtlos. Naldo lief sich im Zentrum geschickt frei und köpfte aus elf Metern zum 1:1 ein. Vieirinha vergab kurz vor der Pause noch eine Riesen-Chance auf die Führung. 

Vielleicht auch deshalb gab Inter-Trainer Roberto Mancini zur zweiten Hälfte offensichtlich eine andere Marschroute aus als vor der ersten. Inter stand jetzt sehr tief und wartete auf Konter - doch diese Taktik ging nicht auf. Denn kurz nachdem Palacio die große Chance auf die Gästeführung leichtfertig vergeben hatte, sorgte ein Patzer von Carrizo für das Tor auf der anderen Seite. Der starke Vieirinha fing einen zu langsamen Pass des Inter-Keepers ab und legte quer auf De Bruyne, der aus zwölf Metern flach und humorlos einschoss.

Es blieb nicht der letzte Geniestreich des spielstarken Belgiers. Rund eine Viertelstunde vor dem Ende versenkte er einen direkten Freistoß von der linken Strafraumkante gekonnt im langen Eck und sorgte damit für eine nochmals bessere Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Donnerstag in Mailand. In diesem muss das Serie-A-Team nun mindestens zwei Treffer gegen den VfL erzielen, um das Viertelfinale zu erreichen. 

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