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Freiburg vor dem Aus gegen Liberec

Der SC Freiburg will und muss mit dem ersten Sieg in Gruppe H den zweiten Platz vom FC Slovan Liberec übernehmen, eine Niederlage wäre das endgültige Aus für die Breisgauer.

Liberec-Akteur Radoslav Kováč
Liberec-Akteur Radoslav Kováč ©Getty Images

Der FC Slovan Liberec kann am fünften Spieltag der Gruppe H das Aus des SC Freiburg in der UEFA Europa League endgültig besiegeln, ihrerseits würden die Tschechen mit einem Heimsieg vorzeitig in die Runde der letzten 32 einziehen.

• Freiburg liegt vor dem fünften Spieltag drei Punkte hinter Liberec und läuft Gefahr, zusammen mit Estoril Praia - die Portugiesen gastieren bei Spitzenreiter Sevilla FC - nicht mehr von den letzten beiden Plätzen wegkommen zu können.

Bisherige Begegnungen
• Die Freiburger führten im Hinspiel gegen Slovan bereits mit 2:0, mussten sich am Ende aber mit einem 2:2 begnügen.

• Die Bilanz von Liberec aus sieben Spielen gegen deutsche Gegner liest sich wie folgt: Kein Sieg, drei Remis und vier Niederlagen (zwei Remis und eine Niederlage zu Hause - ein Remis und drei Niederlagen in Deutschland). In den drei Heimspielen gegen Teams aus der Bundesliga erzielte Slovan keinen einzigen Treffer.

• Freiburgs einzige Erfahrung mit einem anderen tschechischen Gegner datiert aus der Saison 1995/96, als man in der ersten Runde des UEFA-Pokals mit insgesamt 1:2 gegen SK Slavia Praha ausschied - einer 1:2-Heimniederlage folgte damals ein 0:0 in Prag.

Hintergrund
• Liberec ist seit sechs Europapokal-Heimspielen ungeschlagen – dabei gelangen drei Siege und drei Remis. Die letzte Niederlage gab es in der dritten Qualifikationsrunde der UEFA Champions League 2012/13 beim 1:2 gegen CFR 1907 Cluj.

• Liberec nahm nur einmal zuvor in diesem Wettbewerb an der Gruppenphase teil, 2006/07, verpasste dann aber die Runde der letzten 32.

• Freiburg hat in seinen letzten drei Auswärtsspielen in Europa keinen einzigen Treffer erzielt - zwei dieser Spiele fanden diese Saison statt, eines in der Saison 2001/02.

• Freiburg spielt erstmals in der Gruppenphase eines UEFA-Wettbewerbs. Es ist ihr erster internationaler Auftritt seit der Saison 2001/02, als man in der dritten Runde des UEFA-Pokals gegen den späteren Sieger Feyenoord ausschied.

Rund um die Teams
• Liberec-Mittelfeldspieler Radoslav Kováč feiert am Abend vor dem Spiel seinen 34. Geburtstag. Freiburgs tschechischer Verteidiger Pavel Krmaš und sein Liberec-Gegenüber Kovác waren in der Saison 2003/04 für eine kurze Zeit Teamkollegen beim AC Sparta Praha.

• Die Spieler des SC Freiburg haben seit Beginn der Gruppenphase insgesamt vier Platzverweise hinnehmen müssen - das ist der aktuelle Höchstwert im Wettbewerb.

• Freiburgs Karim Guédé wurde am vierten Spieltag bereits zum zweiten Mal in der laufenden Gruppenphase vom Platz gestellt. Am ersten Spieltag sah er nur zwölf Minuten nach der ersten bereits die zweite Gelbe Karte.

• Der 23-jährige Mittelfeldspieler Vladimír Darida, der im Sommer vom tschechischen Meister FC Viktoria Plzeň nach Freiburg kam, hat schlechte Erinnerungen an die Duelle mit der Mannschaft von Trainer Jaroslav Šilhavý; durch ein 0:0 gegen Liberec am letzten Spieltag der Saison 2011/12 verpasste Plzeň den Titel, den sich Slovan holte. 2012/13 verlor er mit Plzeň am vorletzten Spieltag mit 1:2 gegen Liberec und musste die geplante Meisterfeier um eine Woche verschieben.

• Freiburg hat mit Mittelfeldspieler Václav Pilař, der im Sommer vom VfL Wolfsburg kam, noch einen dritten Tschechen im Kader.

• In der letzten Saison waren Freiburgs Stürmer Admir Mehmedi und das Liberec-Duo Vladyslav Kalitvintsev und Serhiy Rybalka Teamkollegen beim FC Dynamo Kyiv.

Die Trainer
• Im Juni 2011 verpflichtet, führte Jaroslav Šilhavý Liberec in seiner ersten Saison zur Meisterschaft; für ihn war es der erste große Titel, nachdem er zuvor im Stab der Nationalmannschaft, bei SK Kladno, seinem Heimatklub Viktoria Plzeň und Dynamo České Budějovice gearbeitet hatte. Als Abwehrspieler absolvierte er 465 Ligaspiele für Plzeň, RH Cheb, SK Slavia Praha, FC Petra Drnovice und FK Viktoria Žižkov.

• Christian Streich, der ein abgeschlossenes Lehramts-Studium vorweisen kann, spielte für den SC Freiburg und den Freiburger FC. Er brachte es für den FC 08 Homburg auf zehn Bundesligaeinsätze, ehe er ins Traineramt wechselte. 1995 übernahm er die Freiburger Jugend, ein paar Jahre später kombinierte er diese Rolle mit seinem Job als Assistenztrainer der Profimannschaft, die er im Dezember 2011 als Alleinverantwortlicher übernahm. Er kommt zu jedem Heimspiel mit dem Fahrrad ins Stadion.