Milsamis historischer Lauf erfreut Fans

"Es freut uns, die Leute in unserer Stadt glücklich zu machen", sagte Ştefan Stoica vom FC Milsami Orhei, dessen Mannschaft in der dritten Qualifikationsrunde gegen AS Saint-Étienne antritt.

Milsami feierte das Weiterkommen frenetisch
Milsami feierte das Weiterkommen frenetisch ©Boris Kharchenko

Der FC Milsami Orhei kommt aus einer Stadt mit 32 000 Einwohnern und ist erstmals in der dritten Qualifikationsrunde der UEFA Europa League dabei, wobei Coach Ştefan Stoica sich darauf freut, den Einwohnern unabhängig vom Ergebnis am Donnerstag gegen AS Saint-Étienne eine Freude zu bereiten.

Die moldawische Mannschaft setzte sich gegen F91 Dudelange aus Luxemburg durch und gewann in der Runde danach im Elfmeterschießen gegen den FC Shakhtyor Soligorsk aus Belarus, so dass sich der Verein jetzt erstmals in der dritten Qualifikationsrunde befindet. Stoicas Elf bekommt es jetzt in Frankreich mit St-Étienne zu tun und will mit Zusammenerhalt für ein positives Ergebnis sorgen. "Wir haben die richtige Einstellung zu diesem Spiel", sagte der Coach. "Jeder, Spieler und Trainer, hält zusammen. Wir haben eine tolle Mannschaft. Wir freuen uns, die Leute in unserer Stadt glücklich zu machen."

Die Leistung der Adler ist umso beeindruckender, wenn man ihre Bilanz bisher in diesem Wettbewerb berücksichtigt. Bei ihren zwei bisherigen Auftritten schieden sie jeweils in der ersten Qualifikationsrunde gegen den FC Dinamo Tbilisi respektive den FC Aktobe aus –  Vereinspräsident Ilan Shor ist verständlicherweise begeistert über das Weiterkommen. "Endlich haben wir das erreicht, was wir wollten und uns für die dritte Qualifikationsrunde qualifiziert", sagte er. "Dieser Sieg [in der zweiten Qualifikationsrunde] war historisch, nicht nur für den Verein, sondern für das ganze Land."

Alleine die Geschichte dieses Zweitrunden-Siegs gegen Shaktyor war schon beachtlich. Milsamis Ersatztorwart Gheorghe Bantîş war der unvorhergesehene Held – in der 90. Minute kam er nach einem Platzverweis für Andrian Negai, die etatmäßige Nummer eins, ins Spiel und hielt im Elfmeterschießen dann zwei Schüsse. Negai ist nicht der einzige in Frankreich fehlende Spieler, denn Stürmer Gheorghe Boghiu – letzte Saison der Torschützenkönig in Moldawiens erster Liga – fällt für sechs bis acht Wochen mit einer Knieverletzung aus.

Sein Ersatz Guillherme kennt den Gegner aus der Ligue 1 sehr gut und weiß, dass eine schwere Partie bevorsteht. "Wir freuen uns sehr auf die Spiele gegen die Franzosen", sagte er zu UEFA.com. "Mein Freund Brandão spielt für St-Étienne. Sie sind auf einem sehr hohen Niveau, aber wir wollen unbedingt eine gute Leistung abliefern."

Oben