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Basler Ärger über "dummes" 1:2

"Wir waren die bessere Mannschaft, haben aber sehr viele individuelle Fehler gemacht", sagte Yann Sommer nach dem 1:2 seines FC Basel gegen Chelsea im Halbfinalhinspiel der UEFA Europa League.

Basler Ärger über "dummes" 1:2
Basler Ärger über "dummes" 1:2 ©UEFA.com

Sekunden vor Ende der Nachspielzeit erzielte Chelsea FC per Freistoß das 2:1 im Halbfinalhinspiel der UEFA Europa League beim FC Basel. Keeper Yann Sommer nahm dafür die Schuld auf sich. Chelsea-Stürmer Eden Hazard hofft nun darauf, den Pokal zu gewinnen, denn "es wäre ein seltsames Jahr für Chelsea, wenn wir keine Trophäe ergattern würden".

Yann Sommer, Basel-Torwart
Letztlich bleibt auch nach diesem Spiel viel Positives, trotz der Niederlage. Wir waren die bessere Mannschaft, haben aber sehr viele individuelle Fehler gemacht. Wir waren sehr oft zu ungenau, hätten mehr herausholen können. Das 1:2 war dann sehr unglücklich. Und das Problem war nicht einmal der Schuss, das ist das Traurige daran. Ich sagte Fabian Schär, er solle auf die Linie kommen, sah aber nicht, dass er links vor mir stand und dann diagonal vor mir durchrannte - ich sah den Ball deshalb eine Sekunde nicht. Ich hätte ihm sagen müssen, er solle nicht diagonal, sondern gerade auf die Linie zurück rennen - daher ist das mein Fehler, der uns jetzt einen Knick gegeben hat.

Wir haben viel gemacht, viel probiert, sind viel gelaufen, und dann kriegst du in letzter Minute so ein dummes Tor. Chelsea war aus meiner Sich keinesfalls besser, aber am Ende haben sie gewonnen - das zählt.

Philipp Degen, Basels Rechtsverteidiger 
Eigentlich hätten wir noch das 2:1 erzielen wollen, das hat wohl jeder gesehen. Wir erkämpfen noch das 1:1, und dann kriegen wir ein Tor durch einen solch doofen Freistoß, der irgendwie noch reinrutscht. Trotzdem: Zu Ende ist noch nichts, wir haben sicher noch eine Chance in London. Dort haben wir nichts mehr zu verlieren. Wir müssen angreifen, mutig sein, so wie wir das immer sind.

Wir hätten auch heute unsere Möglichkeiten gehabt - die aber nicht genutzt. Das müssen wir sicher besser machen im Rückspiel: Wenn wir eine große Torchance haben, muss die rein, wir müssen etwas erzwingen. Aber mir ist nicht bange: Wozu wir fähig sind, hat man bereits gesehen, zum Beispiel gegen Tottenham.

Petr Čech, Chelsea -Torwart
Wir sind sehr glücklich. Wir hatten einige Chancen und hätten mehr Tore erzielen können, aber ein 2:1-Sieg auswärts ist auch so eine gute Basis, um weiterzukommen. Auch nach dem Ausgleicht hatte ich gehofft, dass uns noch ein zweites Tor gelingen könnte. Schließlich waren wir zuvor schon sehr konterstark.

Basel hat wirklich gut gespielt, am Ende aber ist das 2:1 ein korrektes Resultat. In solchen Spielen ist die Erfahrung immer hilfreich, und wir haben schon manches Halbfinalspiel in einem europäischen Wettbewerb erlebt. Trotzdem erwartet uns ein schwieriges Rückspiel.

Eden Hazard, Chelsea-Angreifer 
Es ist noch nichts entschieden, es bleibt ein Spiel, aber unsere Chancen stehen natürlich nicht schlecht. Wir haben eine gute Halbzeit gespielt, das Spiel auch nach der Pause nicht schlecht kontrolliert, es dann aber in der Schlussphase kurz etwas aus der Hand gegeben. Wie die Mannschaft aber auf den Ausgleich reagiert hat, ist eindrücklich und letztlich eine Frage der Qualität. Wir wollen den Titel holen; es wäre ein seltsames Jahr für Chelsea, wenn wir keine Trophäe ergattern würden. Daher ist es fast unsere Pflicht, die Europa League zu gewinnen.