Fenerbahçe guten Mutes gegen Lazio

"Wir haben großen Respekt vor ihnen, aber sie sind nicht unschlagbar", sagte S.S. Lazios Trainer Vladimir Petković vor dem Viertelfinal-Duell mit Fenerbahçe SK, das in Italien bislang immer als Verlierer vom Platz gegangen ist.

Lazio hat in den letzten beiden Runden mit Mönchengladbach und Stuttgart zwei deutsche Vertreter ausgeschaltet
Lazio hat in den letzten beiden Runden mit Mönchengladbach und Stuttgart zwei deutsche Vertreter ausgeschaltet ©AFP/Getty Images

Die Aussicht auf ein leeres Stadion in Rom beim Viertelfinal-Rückspiel der UEFA Europa League gegen S.S. Lazio hat Fenerbahçe SK Mut gegeben, aber die Bilanz der Türken auf italienischem Boden ist verheerend.

Dirk Kuyt, Fenerbahçes Stürmer
Die Auslosung war spannend. Es waren viele gute Teams noch vertreten. Ich habe sie mir zusammen mit meinen Teamkollegen Raul Meireles und Pierre Webó in unserem Trainingszentrum angeschaut. Ich denke, dass Lazio eine sehr gute Mannschaft ist, aber wir freuen uns auf die Spiele gegen sie. Wenn wir 100 Prozent geben, haben wir eine Chance, sie zu schlagen. Die Atmosphäre im Hinspiel wird großartig. Das wird uns eine große Hilfe sein, bevor wir dann in Rom ran müssen.

Pierre Webó, Fenerbahçes Stümer
[Lazio ist] ein wirklich gutes Team. Ich denke, dass unsere Chancen bei 50 Prozent liegen. Ich habe noch nie gegen Lazio gespielt, kenne aber einige ihrer Spieler. Das Rückspiel in Rom findet ohne Zuschauer statt, das ist ein kleiner Vorteil für uns.

İsmail Kartal, Fenerbahçes Co-Trainer
Zuerst haben wir unsere Gruppe gewonnen, danach haben wir gegen Mannschaften gespielt, die in ihren nationalen Ligen die Tabelle anführen. Lazio hat einen großen Ruf, aber wir sind jetzt im Viertelfinale. Wir müssen im Hinspiel unseren Heimvorteil nutzen. Das ist der erste Vorteil. Das Rückspiel in Italien findet hinter geschlossenen Türen statt. Das ist ein zweiter Vorteil. Wir wollen nicht vergessen, dass Lazio von Vladimir Petković trainiert wird, der zuvor in der Türkei bei Samsunspor war. Raul Meireles kommt nach einer Sperre zurück, das gibt uns noch mehr Auftrieb.

Vladimir Petković, Lazios Trainer
Sie sind sehr gut, vor allem zu Hause. Türkische Mannschaften tun sich jedoch auswärts meistens sehr schwer. Wir haben großen Respekt vor ihnen, aber sie sind nicht unschlagbar. Sie haben große Namen in ihrem Kader, Spieler mit viel Erfahrung auf der internationalen Bühne so wie Reto Ziegler und Miloš Krasić. Ich habe schon dreimal gegen sie gespielt, einmal mit den Young Boys [2010] in einem Qualifikationsspiel zur Champions League: 2:2 zu Hause und auswärts haben wir 1:0 gewonnen. Ihre Fans zeigten wahren Sportsgeist und haben uns nach dem Spiel beklatscht. Sie haben ein fantastisches Stadion.

Frühere Begegnungen
Die beiden Teams treffen erstmals in einem UEFA-Wettbewerb aufeinander.

Fenerbahçe hat bislang 13 Partien gegen italienische Mannschaften absolviert und drei davon gewonnen, die restlichen zehn Partien gingen verloren. (3 Siege und 4 Niederlagen zu Hause - 6 Niederlagen in Italien). Ihre letzten beiden Heimspiele gegen einen Gegner aus der Serie A haben die Türken ohne Gegentreffer gewonnen, doch in allen Auswärtsspielen verloren sie mit mindestens zwei Toren Unterschied.

Lazio hat von acht Spielen gegen türkische Gegner sechs gewonnen. Neben einem Unentschieden gab es eine Niederlage. (3 Siege und 1 Unentschieden zu Hause - 3 Siege und 1 Niederlage in der Türkei).

Viertelfinal-Bilanz
Lazio, 1997/98 UEFA-Pokal-Finalist, erreichte zuletzt 2002/03 das Viertelfinale eines Europapokals, als man sich im UEFA-Pokal gegen Fenerbahçes Stadtnachbarn Beşiktaş JK durchsetzen konnte, dann aber im Halbfinale am FC Porto scheiterte.

Fenerbahçe steht zum ersten Mal im Viertelfinale dieses Wettbewerbs - und hat es somit geschafft, in allen drei großen UEFA-Klubwettbewerben mindestens einmal das Viertelfinale zu erreichen. In einem Wiederholungsspiel im Pokal der Pokalsieger verloren die Türken 1963/64 gegen MTK Budapest, ehe 2007/08 in der UEFA Champions League Chelsea FC die Endstation war. Ein Halbfinale haben die Türken noch nie erreicht.

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