Härtetest für Fenerbahçe bei Plzeň

Der FC Viktoria Plzeň hat die letzten sieben Heimspiele in UEFA-Wettbewerben gewonnen, doch Fenerbahçe kann vor dem Achtelfinal-Hinspiel auf seine starke Auswärtsbilanz bauen.

Plzeň feiert den Erfolg gegen Napoli in der Runde der letzten 32
Plzeň feiert den Erfolg gegen Napoli in der Runde der letzten 32 ©AFP/Getty Images

Der FC Viktoria Plzeň hat die letzten sieben Heimspiele in UEFA-Wettbewerben gewonnen und will diese Serie im Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Europa League gegen Fenerbahçe SK ausbauen, während die Türken in der Tschechischen Republik auf ihre Auswärtsstärke setzen.

Bisherige Begegnungen
• Die beiden Teams stehen sich zum ersten Mal in einem UEFA-Wettbewerb gegenüber.

• Plzeňs bislang einziges Duell mit einem türkischen Gegner fand 2010/11 in der dritten Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League statt, als es gegen Fenerbahçes Stadtrivalen Beşiktaş JK zu Hause ein 1:1-Unentschieden und auswärts eine 0:3-Niederlage gab.

• Fenerbahçe hat bereits acht Spiele gegen tschechische Mannschaften absolviert und verbuchte dabei drei Siege und fünf Niederlagen (ein Sieg und drei Niederlagen in der Tschechischen Republik). In den ersten drei Gastspielen in der Tschechischen Republik kassierten die Türken insgesamt 14 Gegentore, unter anderem gab es im November 1992 im UEFA-Pokal ein 1:7 bei SK Sigma Olomouc – ihre höchste Niederlage in diesem Wettbewerb. Zuletzt gewannen sie jedoch mit 1:0 beim AC Sparta Praha.

Hintergrund
• Seit der 0:4-Niederlage gegen den FC Barcelona in der Gruppenphase der letztjährigen UEFA Champions League blieb Plzeň in neun Heimspielen ungeschlagen - nach zwei Unentschieden folgten sieben Siege in Folge. Im Verlauf dieser Siegesserie haben sie 18 Tore geschossen, aber nur einen Gegentreffer kassiert. In der UEFA Europa League wurde von neun Heimspielen kein einziges verloren.

• Plzeň steht zum ersten Mal im Achtelfinale eines großen UEFA-Wettbewerbs.

• Fenerbahçe hat seit dem 1:2 beim FC Spartak Moskva in den Play-offs auswärts nicht mehr verloren. Seit Beginn der Gruppenphase gab es drei Siege und ein Remis; in den letzten drei Auswärtsspielen blieben die Türken ohne Gegentreffer.

• Fenerbahçe stand bereits im Viertelfinale der UEFA Champions League (2003/04) und des Pokals der Pokalsieger (1963/64), gibt jedoch sein Debüt im Achtelfinale dieses Wettbewerbs.

• Der FC Internazionale Milano und Plzeň haben von den verbliebenen Teams die meisten Tore in der laufenden UEFA Europa League geschossen, beide kommen seit dem 1. Spieltag auf insgesamt 16 Treffer. Plzeň stellt in diesem Zeitraum zudem die beste Defensive, man kassierte erst vier Gegentore.

Rund um die Teams
• Plzeňs Ersatztorhüter Petr Bolek (Kasımpasa SK, 2009) und Mittelfeldspieler Pavel Horváth (Galatasaray AŞ, 2001) haben beide kurzzeitig in der türkischen Liga gespielt.

• Fünf Spieler von Plzeň – Torhüter Matúš Kozáčik, Mittelfeldspieler Vladimír Darida und die Verteidiger David Limberský, Radim Řezník und Marián Čišovský – standen in den acht Partien seit Beginn der Gruppenphase jede Minute auf dem Platz, insgesamt waren es 720.

• Der FC Anji Makhachkala und Plzeň sind die beiden Mannschaften, die am längsten im laufenden Wettbewerb dabei sind, beide stiegen in der zweiten Qualifikationsrunde ein.

• Pavel Vrbas Karriere als Verteidiger führte ihn in den 1980ern zu RH Cheb und dem FC Baník Ostrava. Nach einem Abschnitt als Trainer der U20-Nationalmannschaft gewann er als Assistenztrainer bei Baník die tschechische Meisterschaft (2003/04) und später bei MŠK Žilina den Titel in der Slowakei (2006/07), ehe er 2008 zu Plzeň ging. In seiner zweiten Saison holte er den tschechischen Pokal und in seiner dritten, 2010/11, die Meisterschaft. In der folgenden Spielzeit führte er sein Team in die Gruppenphase der UEFA Champions League.

• Aykut Kocaman machte sich als Stürmer bei Fenerbahçe einen Namen, er spielte dort von 1988 bis 1996 und gewann in dieser Zeit zweimal die Meisterschaft. Bei Istanbulspor AŞ wechselte er dann auf die Trainerbank. Nach Abschnitten bei Malatyaspor, Konyaspor und Ankaraspor wurde er Fußballdirektor bei Fenerbahçe. 2010 übernahm er das Traineramt und holte gleich in seiner ersten Saison den Meistertitel, in der folgenden Saison gewann er den türkischen Pokal.