Basel will Fahrt aufnehmen

Der FC Basel 1893 ist holprig in die Saison gestartet. Nun will er gegen Sporting Clube de Portugal endlich in Schwung kommen.

Heiko Vogel und der FC Basel wollen sich beweisen
Heiko Vogel und der FC Basel wollen sich beweisen ©Getty Images

Es sind Fakten, mit denen sie beim FC Basel derzeit häufig konfrontiert werden: Rang vier in der Meisterschaft, fünf Punkte Rückstand auf die Spitze, ausgeschieden aus der UEFA Champions League. Manchenorts ist deshalb von einem Fehlstart die Rede, teils gar von einer Krise, und in einigen Zeitungen wird sogar Heiko Vogel infrage gestellt – vergangene Saison noch Schweizer Trainer des Jahres.

Was sagen die Basler vor dem ersten Gruppenspiel der UEFA Europa League gegen Sporting Clube de Portugal zum für sie ungewohnten Gegenwind? "Das ist kein Wind, wohl eher ein laues Lüftchen", sagt Alex Frei. Zwar könne er begreifen, dass man angesichts der hohen Erwartungen von einem holprigen Start spreche und über das Aus in der Champions League enttäuscht sei – "aber es wird auf hohem Niveau geklagt. Unsere Leistungen waren viel besser, als sie teils dargestellt wurden", urteilt der beste Basler Torschütze.

Nicht in der Königsklasse mitzumischen, sei zwar schade, "doch man darf nicht glauben, es sei für einen Schweizer Verein eine Selbstverständlichkeit, ständig bei den Besten Europas dabei zu sein". Schließlich habe es Jahre gegeben, als man froh gewesen sei, im UEFA Intertoto Cup spielen zu dürfen, erinnert Frei an sportlich weniger erträgliche Jahre. "Und überhaupt: Die Europa League ist ein sehr attraktiver Wettbewerb – Sporting ist das beste Beispiel."

Captain Marco Streller misst dem Auftritt beim portugiesischen Spitzenklub große Bedeutung bei: "In diesem Spiel können wir erneut den Schwung für eine erfolgreiche Saison holen." Im vergangenen Jahr habe man auch erst dank den ersten Champions-League-Spielen an Selbstvertrauen gewonnen – mit dem 2:1 gegen dem FC Oţelul Galaţi und vor allem dem 3:3 bei Manchester United FC.

Was diesen ersten vier Champions-League-Punkten folgte, ging in die Vereingsgeschichte ein: 23 Spiele ohne Niederlage, der dritte Meistertitel in Serie, der zweite Pokalsieg in drei Jahren und, vor allem, der Einzug ins Achtelfinale der Königsklasse. "Wenn wir einmal Fahrt aufgenommen haben, sind wir nur sehr schwer zu stoppen", sagt Streller. Und der Angreifer fügt selbstbewusst an: "Das wird auch in diesem Jahr so sein."

Strellers Prognose beeinträchtigen könnte die Basler Bilanz gegen Sporting: Im Frühjahr 2008 verlor man im Sechzehntelfinale des UEFA-Pokals 0:2 und 0:3, und im darauffolgenden Herbst gabs in der Champions League ein 0:2 und ein 0:1.