Panders Präzision erneut gefragt

Vor knapp vier Jahren erzielte Christian Pander für den FC Schalke 04 den Siegtreffer in der UEFA Champions League gegen Club Atlético de Madrid. Dieses Kunststück würde er nur zu gerne für Hannover 96 wiederholen.

Christian Panders Freistöße sollen Hannover ins Halbfinale katapultieren
Christian Panders Freistöße sollen Hannover ins Halbfinale katapultieren ©Getty Images

Der 13. August 2008 ist ein Datum, an das sich Christian Pander gerne erinnert. Damals erzielte er - noch in Diensten des FC Schalke 04 - in der Qualifikation zur UEFA Champions League gegen Club Atlético de Madrid per Freistoß das 1:0-Siegtor für die Königsblauen.

Mittlerweile schießt der Hobby-DJ seine Freistöße für Hannover 96 - zweimal gelang ihm dies in der laufenden Europapokalsaison perfekt -, der Gegner im Viertelfinalrückspiel der UEFA Europa League heißt aber wieder Atlético und bei einem 1:0-Endstand stünden die Niedersachsen nach dem 1:2 im Hinspiel erstmals in ihrer Klubgeschichte in der Runde der letzten Vier.

Als Christian Pander im letzten Sommer, nach zehn Jahren auf Schalke, von Gelsenkirchen nach Hannover wechselte, trauten nur wenige dem heute 28-Jährigen noch einmal den großen Durchbruch zu. Attribute wie "zu verletzungsanfällig" machten ihn für die Masse der Bundesligaklubs schwer vermittelbar. Ganze vier Einsätze in zwei Jahren für Schalke sprachen eine deutliche Sprache. Doch sein ehemaliger Coach in Gelsenkirchen, Mirko Slomka, erinnerte sich an den fulminanten linken Fuß seines Ex-Schützlings, setzte sich über alle Vorurteile hinweg und verpflichtete Pander.

Eine gute Wahl wie sich herausstellen sollte. Mittlerweile hat Pander in dieser Saison 25 von 28 möglichen Bundesligaspielen bestritten, war in der UEFA Europa League in zehn von elf Partien im Einsatz und glänzte durch seine Ruhe und Abgeklärtheit sowie durch insgesamt neun Torvorlagen.

"Ich bin ganz entspannt", erklärte Pander hinsichtlich des natürlich restlos ausverkauften Rückspiels, in dem Atlético auf die gesperrten Juanfran, Arda Turan und Gabi verzichten muss. "Im Endeffekt müssen wir es besser machen, als in den ersten 20 Minuten in Madrid", weiß der Linksfuß, der in seiner besten Zeit sogar zwei Länderspiele bestritten hat.

"Wir müssen defensiv gut stehen und unser Spiel darauf aufbauen", fuhr er fort. Auch sein Teamkollege Jan Schlaudraff sprüht vor Optimismus: “Wir haben bislang einen unbändigen Siegeswillen gezeigt, in der Liga und im Europapokal. Das ist eine sehr gute Entwicklung, wenn wir die hervorragende Defensivleistung aus dem Hinspiel wiederholen, haben wir eine echte Chance."

Für zusätzliche Stabilität im defensiven Mittelfeld soll Manuel Schmiedebach sorgen, der nach überstandenen Adduktorenproblemen wieder zur Verfügung steht. Ebenfalls auf jeden Fall mit dabei ist der Mann mit der Rückennummer 24, der auf einen Moment wie damals am 13. August 2008 hofft, allerdings mit einem besseren Ausgang für sein Team, da Schalke damals in der Qualifikation zur Königsklasse gegen die Spanier trotz Panders Treffer scheiterte.