Zürichs verhaltene Freude
Mittwoch, 14. Dezember 2011
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"Uns bleibt wenigstens eine letzte gute Erinnerung an dieses Halbjahr. Mehr aber auch nicht", sagte Admir Mehmedi vom FC Zürich nach dem 2:0-Sieg gegen den FC Vaslui.
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Immerhin, der FC Zürich bleibt in der Gruppenphase der UEFA Europa League nicht ohne Sieg. Dank des 2:0 gegen den FC Vaslui verbesserte er seinen Punktestand auf fünf Zähler und hinderte die Rumänen gleichzeitig am Erreichen des Sechzehntelfinales, für das die Gäste wegen des 2:0 von S.S. Lazio gegen Sporting Clube de Portugal drei Punkte benötigt hätten. Doch das kümmerte die Zürcher wenig. Trainer Urs Fischer und seine Spieler Admir Mehmedi, Philippe Koch und Silvan Aegerter waren unisono froh über den "versöhnlichen Abschluss"; sie richteten aber gleich den Fokus auf die Rückrunde, in der es einiges besser zu machen gilt. Derweil schwärmte Xavier Margairaz von seinem Tor.
Urs Fischer, Trainer FC Zürich
Wir haben erreicht, was wir wollten: Wir haben die Gruppenphase und ein insgesamt wenig zufriedenstellendes Halbjahr positiv beendet. Vor allem in der ersten Halbzeit war ich mit der Mannschaft zufrieden, da haben wir teilweise gut kombiniert. Zu Beginn der zweiten Hälfte hatten wir eine kleine Schwächephase, haben uns aber wieder gefangen und zwei schöne Tore erzielt. Gerade das erste Tor von Xavier Margairaz war natürlich sehenswert. Ob wir viel von dieser positiven Energie, die wir heute gewonnen haben, ins neue Jahr mitnehmen können, sei aber mal dahingestellt. Auf jeden Fall müssen wir uns steigern.
Admir Mehmedi, Angreifer FC Zürich
Einen versöhnlichen Abschluss hatten wir uns gewünscht, nun ist er geglückt. Uns bleibt wenigstens eine letzte gute Erinnerung an dieses Halbjahr. Mehr aber auch nicht. Wir haben zwar ein ganz gutes Spiel gemacht und verdient gewonnen, man muss aber auch sagen, dass Vaslui - bei allem Respekt - heute kein Weltklassegegner war. Da waren die anderen Spiele in unserer Gruppe schon schwerer. In den letzten 30 Minuten waren wir sehr müde, da haben die Beine nicht mehr so richtig mitgemacht, ehrlich gesagt: Ich war fast schon tot. Umso mehr freuen wir uns nun auf die Winterpause, die wir wirklich brauchen. Dann können wir wieder angreifen.
Silvan Aegerter, Mittelfeldspieler und Kapitän FC Zürich
Wir haben unseren Aufwärtstrend bestätigt, denn bereits in den vergangenen drei Spielen waren wir klar besser als davor. Das ist schon mal gut. Heute waren wir recht stabil, haben wieder versucht, unser Passspiel aufzuziehen - das war nicht immer zu sehen in diesem Herbst. Jetzt müssen wir uns erholen und uns so vorbereiten, dass man im Frühling wieder einen anderen FC Zürich sieht. Wir wollen auch im kommenden Herbst wieder internationale Gegner hier im Letzigrund sehen.
Xavier Margairaz, Mittelfeldspieler FC Zürich
Dieser Sieg ist nicht zuletzt die Folge einer Leistungssteigerung zum Ende dieser Vorrunde. Dass Vaslui heute nicht so gut ausgesehen hat, lag sicher auch an uns. Wir haben sie nicht ins Spiel kommen lassen, gut verteidigt und waren nach vorne immer wieder gefährlich. Über mein Tor freue ich mich natürlich, es tut gut nach dieser schwierigen Zeit. Ich muss mich auch bei Chaker Zouaghi bedanken; er hat ja den Ball gewonnen vor dem Tor. Ich kam dann an den Ball, habe geschaut, wo der Torwart steht, und gesehen, dass die linke Ecke frei ist. Zum Glück hat's geklappt. Nun müssen wir im Frühling dort weitermachen, wo wir heute aufgehört haben. Dann werden wir uns in der Super League sicher nach vorne arbeiten.