Zürich nicht ganz zufrieden
Donnerstag, 29. September 2011
Artikel-Zusammenfassung
"Meine Mannschaft hat insgesamt einen überragenden Job gemacht", sagte Urs Fischer, der Trainer des FC Zürich, nach dem 2:2 seines Teams beim FC Vaslui.
Top-Medien-Inhalte des Artikels
Artikel-Aufbau
"Meine Mannschaft hat insgesamt einen überragenden Job gemacht", sagte Urs Fischer, der Trainer des FC Zürich, nach dem 2:2 seines Teams beim FC Vaslui. Die Zürcher um Fischer, Ricardo Rodríguez und Alexandre Alphonse waren nach der Partie in Rumänien zwar erleichtert über den 2:2-Ausgleich in Unterzahl. Sie wussten aber, dass ein Sieg aufgrund ihrer Überlegenheit in der ersten Stunde durchaus realistisch gewesen wäre. Vasluis Wesley, 2007 kurz beim Grasshopper-Club, zweifelte ebenso wenig an der Gerechtigkeit des Zürcher Ausgleichs.
Urs Fischer, Trainer FC Zürich
Am Ende ist dieser Punkt eher ein gewonnener als ein verlorener. Meine Mannschaft hat insgesamt einen hervorragenden Job gemacht. Vor allem die erste Stunde war gut, da haben wir das Spiel klar beherrscht. Und dann, aus dem Nichts, kippt das Spiel, und du kassierst den Ausgleich und bist auch noch in Unterzahl - das ist natürlich sehr bitter. Aber: Wie die Mannschaft dann zurückkam und Charakter bewies, das spricht für meine Jungs. Dennoch bleibt als Fazit, dass wir die klar bessere Mannschaft waren und den Sieg verdient hätten. Und ich sage das im Wissen, dass Vaslui im ersten Spiel bei S.S. Lazio 2:2 gespielt hat. Aber in unserer Lage wäre ein Sieg einfach wahnsinnig wichtig gewesen, vor allem für das Selbstvertrauen. Jetzt müssen wir halt zusehen, dass wir am Sonntag in der Meisterschaft drei Punkte holen.
Ricardo Rodríguez, Verteidiger FC Zürich
Wir müssen mit diesem 2:2 letztlich zwar zufrieden sein. Aber wir waren klar besser und hätten gewinnen müssen. Trotzdem gilt: Wenn du auswärts in Rückstand gerätst und auch noch einen Mann weniger auf dem Platz hast, darfst du dich über ein Unentschieden nicht beklagen. Mut gibt uns dieses Spiel auf alle Fälle, auch ohne drei Punkte. Denn bis zum 1:1 waren wir sehr gut. Danach, in Unterzahl, war es dann schwieriger. Für mich war heute sicher ein spezieller Tag, mit dem ersten Aufgebot für die Schweizer A-Nationalmannschaft, aber im Spiel hat mich das nicht beeinflusst. Ich habe mich auf Vaslui konzentriert und konzentriere mich von nun auf das Zürcher Derby am Sonntag gegen die Grasshoppers.
Alexandre Alphonse, Stürmer FC Zürich
Ich bin etwas unsicher, ob ich zufrieden sein oder mich ärgern soll. Wir lagen 1:0 vorne, waren besser und doch stand es eine Viertelstunde vor Schluss 2:1 für den Gegner. So gesehen ist ein Punkt nicht schlecht, gerade auswärts bei diesen garstigen Bedingungen. Als Mannschaft sind wir heute sicher einen Schritt weitergekommen. Wir waren sehr geschlossen, haben besser verteidigt als zuletzt und auch einige Chancen herausgespielt, von denen wir schon früher eine hätten nutzen müssen. Über mein Tor freue ich mich, auch wenn es egal ist, wer trifft.
Wesley, Mittelfeldspieler FC Vaslui
Wir sind nicht ganz zufrieden, weil wir 2:1 vorne lagen und in Überzahl spielen konnten. Aber Zürich ist eine gute Mannschaft, die den Punkt insgesamt verdient hat. An Zürich, muss ich sagen, habe ich nicht mehr sehr viele Erinnerungen. Sie waren damals sehr spielstark, aber heute ist ja kaum mehr einer da aus der Zeit, in der ich für den Grasshopper-Club gespielt habe. Sie sind aber auch heute eine gute Mannschaft, ganz klar.