Ukrainischer Catenaccio sichert Viertelfinale

Manchester City FC - FC Dynamo Kyiv 1:0 (Gesamt: 1:2)
Manchester City FC bot in Unterzahl einen tollen Kampf, doch Aleksandar Kolarovs Tor sollte nicht genügen, um das Viertelfinale zu erreichen.

David Silva und Yaya Touré mussten die Segel streichen
David Silva und Yaya Touré mussten die Segel streichen ©Getty Images

Mit einem wahren Catenaccio ermauerte der FC Dynamo Kyiv im Rückspiel des Achtefinals der UEFA Europa League bei Manchester City FC eine 0:1-Niederlage und zieht aufgrund des 2:0-Hinspielpolsters ins Viertelfinale des Wettbewerbs ein.

Sturm und Drang war die Devise im City of Manchester Stadium, und die Hausherren dominierten von der ersten Minute an. Jedoch mussten die Fans geraume Zeit mit dem Jubeln warten, denn erst in der 39. Minute erzielte Aleksandar Kolarov den mehr als verdienten Treffer zur 1:0-Führung, der aber letztlich nicht für das Weiterkommen genügen sollte.

Trainer Roberto Mancini war vor der Partie der Ansicht, dass man nicht zwingend von Beginn an stürmen muss, um den 0:2-Rückstand aufzuholen. Doch nicht müssen bedeutet nicht, dass man nicht kann und so legte City los wie die Feuerwehr. Carlos Tévez und Mario Balotelli verpassten zwei große Möglichkeiten in der dritten und vierten Minute und machten den Gästen aus der Ukraine schnell klar, was sie an diesem Abend erwarten sollte.

Kiew nahm die Rollenverteilung dankend an, stand ihnen die Laune ohne Top-Stürmer Artem Milevskiy ohnehin eher nach eisernem Abwehrriegel. Yuri Semins Mannschaft zog sich sehr weit zurück und kam mit fortschreitender Spielzeit immer besser mit den wütenden Angriffen Citys zurecht. Zehn Minuten vor dem Pausenpfiff schwächte sich City in einer kritischen Phase des Spiels selbst. Kiew wurde langsam etwas mutiger, was Balotelli mit einem sehr harten Einsteigen gegen Goran Popov quittierte und dafür mit der Roten Karte vom Platz flog. Aber Manchester ließ sich durch die Unterzahl nicht beirren, und nur drei Minuten später zimmerte Kolarov den Ball aus 18 Metern von der rechten Strafraumkante ins lange Eck von Torhüter Olexandr Shovkovskiy.

City wollte den Druck aus Halbzeit eins aufrecht erhalten, doch mit einem Spieler weniger viel es den Hausherren deutlich schwerer Kiew in große Verlegenheit zu bringen. Folglich dauerte es bis zur 65. Minute ehe David Silva perfekt in den Strafraum geschickt wurde, aber letztlich gegen Shovkovskiy scheiterte. Doch auch Kiew erspielte sich jetzt gefährliche Möglichkeiten. Nur 60 Sekunden nach Silvas Chance musste Joleon Lescott den Kopfball von Denys Garmash von der Linie kratzen, nachdem Keeper Joe Hart erneut ahnungslos im Strafraum umherirrte.

City öffnete nun komplett und bescherte Kiew ab und an einen Entlastungsangriff. Fünf Minuten vor dem Ende prüfte Roman Eremenko mit einem satten Distanzschuss Hart, der den Ball mit größter Not zur Ecke klärte. Die Spielzeit wurde gnadenlos weniger, die Verzweiflung Manchesters größer, und auch Džeko konnte mit der letzten Chance des Spiels den Ball mit einem Volleyschuss nicht im Tor unterbringen.