Sevilla hat keine Angst vor Porto

Ein Sieg aus sieben Partien ist eigentlich keine gute Grundlage für ein Spiel beim FC Porto, doch Gregorio Manzano ist zuversichtlich, dass Sevilla FC die 1:2-Hinspielniederlage in der Runde der letzten 32 noch drehen kann.

Gregorio Manzano (Sevilla FC) hat sein Team noch lange nicht abgeschrieben
Gregorio Manzano (Sevilla FC) hat sein Team noch lange nicht abgeschrieben ©Getty Images

Gregorio Manzano, Trainer von Sevilla FC, beschrieb die Aufgabe seiner Mannschaft, ins Achtelfinale der UEFA Europa League einzuziehen, als "schwierig, aber nicht unmöglich". Das Team muss eine 1:2-Heimpleite vom Hinspiel am vergangenen Donnerstag gegen den FC Porto drehen.

Der portugiesische Spitzenreiter ist in Europa seit neun Spielen ungeschlagen. Durch Treffer von Rolando und Fredy Guarín im Ramón Sánchez-Pizjuan sind die Gastgeber in einer guten Position. Manzano glaubt, sein Team kann aufgrund der eigenen Erfahrung noch in die nächste Runde einziehen.

"Es gab einige Spiele in dieser Saison, wo wir auswärts ein paar Tore erzielt haben, sogar mehr als zwei", sagte der 54-Jährige. "Wir haben in der Vergangenheit schon oft schwierige Situationen gemeistert, und dass wir gegen Porto treffen müssen, ist uns klar."

Mit einem 1:0-Heimsieg gegen Hércules CF am Sonntag endete eine Negativserie von sechs sieglosen Spielen in allen Wettbewerben. Das Ergebnis gibt Sevilla "ein positives Gefühl". Manzano versprach, dass seine Spieler mental bereit sind für die "große Aufgabe" im Estádio do Dragão.

"Der Unterschied zwischen den aktuellen Situationen beider Vereine ist, dass Porto die eigene Liga anführt. Wenn sie ausscheiden, wäre das nur ein kleiner Rückschlag für das Team", erklärte er. "Bei uns ist das nicht der Fall. Deswegen müssen wir bis zum bitteren Ende kämpfen und dabei die Stärke des Gegners berücksichtigen."

"Sie sind technisch sehr stark und haben eine Defensive, die schnell auf Konterspiel umschalten kann. Wir müssen uns in Acht nehmen und gleichzeitig an die beiden Treffer denken, die uns in die Verlängerung bringen könnten."

Mit den Ausfällen Andrés Palop (Wade), Martín Cáceres (Oberschenkel) und Ndri Romaric (Sprunggelenk) sollte die Aufgabe für Sevilla nicht einfacher werden. Bei Porto hingegen kehren Falcao - mit sieben Treffern bester Torschütze im Wettbewerb - und Verteidiger Álvaro Pereira zurück.

"Sie sind wichtige Akteure, die uns helfen können", sagte Portos Trainer André Villas-Boas. Gleichzeitig warnte er aber auch, dass seine Mannschaft sich noch nicht für das Achtelfinale gegen PFC CSKA Moskva qualifiziert hat. "Der Sieg in Spanien war enorm wichtig, aber es ist noch nicht vorbei. Es wartet noch eine Menge Arbeit auf uns.

"Im Rückspiel kann alles passieren, und nur ein effizienter FC Porto kann die nächste Runde erreichen. Wir sollten nicht auf ein Unentschieden spielen - wir müssen gewinnen."