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Bayer: "Da darf nichts anbrennen"

Nach dem überzeugenden 4:0-Sieg beim FC Metalist Kharkiv waren sich Spieler und Offizielle bei Bayer 04 Leverkusen einig, dass man sich nur noch selber ein Bein stellen könne.

Bayer oben, Metalist am Boden
Bayer oben, Metalist am Boden ©Getty Images

Nach dem überzeugenden 4:0-Sieg im Hinspiel des Sechzehntelfinals der UEFA Europa League beim FC Metalist Kharkiv waren sich Spieler und Offizielle bei Bayer 04 Leverkusen einig, dass man sich nur noch selber ein Bein stellen könne. Im Vorfeld war viel über die Eiseskälte in der ukrainischen Stadt gesprochen worden, doch Bayer präsentierte sich abgezockt und hatte durch Eren Derdiyok (23.) und Gonzalo Castro (72.) schon ein komfortables Ergebnis herausgeschossen, ehe zwei späte Treffer von Sidney Sam (90./90.+2) Metalist für das Rückspiel vor ein unlösbar scheinendes Problem stellten.

Jupp Heynckes, Trainer Leverkusen
Wir haben hier in der Ukraine nicht nur intelligenter, sondern auch effektiver gespielt. Das Ergebnis ist hervorragend und das Team hat eindrucksvoll agiert. Wir haben jetzt einen guten Vorsprung, das ist sehr wichtig. Wir waren besser, cleverer und effektiver. So ein hohes Ergebnis war nicht vorhersehbar.

Während des Spiels denkt man nicht an die äußeren Bedingungen. Meine Mannschaft hat über weite Strecken ein gutes Spiel gemacht und fast gar keine Torchancen zugelassen. Simon Rolfes und Eren Derdiyok hatten zwei Großchancen und hätten das Ergebnis sogar noch höher schrauben können. Wenn man auswärts zu null spielt, kann man sehrzufrieden sein. Wir haben anfangs zwar ein bisschen gebraucht um ins Spiel zu kommen, haben dann aber nach zehn bis 15 Minuten das Kommando übernommen. Mir war dann klar, dass die Tore fallen würden.

Rudi Völler, Sportdirektor Leverkusen
Wenn man 4:0 auswärts gewinnt, ist das beeindruckend. Toll, wie wir die Bedingungen angenommen haben. Der Gegner war uns nicht gewachsen. Ich lehne mich sicher nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass wir mit einem Bein in der nächsten Runde stehen. Trotzdem müssen wir versuchen, nächste Woche eine gute Leistung abzuliefern. Jetzt dürfen wir nichts mehr anbrennen lassen.

Sidney Sam, Leverkusen
Wir haben heute wieder richtig gut gespielt, auch angesichts dieser Kälte. Das war ein wichtiger und schöner Sieg.

René Adler, Leverkusen
Ich habe nicht damit gerechnet, dass es so deutlich wird. Wir haben nun eine Top-Ausgangssituation für das Rückspiel. Natürlich birgt das auch einige Gefahren, dass wir das Rückspiel etwa auf die leichte Schulter nehmen. Das wäre nur menschlich. Aber der Trainer wird uns gut einstimmen. Wir wollten hier herfahren und einen guten Job machen, das ist uns auch gelungen.

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