Des einen Freud, des anderen Leid

Während Young Boys Bern nicht begeistert über St. Petersburg ist, bezeichnet Stuttgart-Coach Bruno Labbadia Benfica als "interessantes Los". UEFA.com fasst die Reaktionen nach der Auslosung zusammen.

Zenit hat in der Gruppenphase am meisten überzeugt
Zenit hat in der Gruppenphase am meisten überzeugt ©Getty Images

Der FC Zenit St Petersburg ist zwar die einzige Mannschaft, die in der Gruppenphase keinen Punkt abgegeben hat, aber die Spieler wissen, dass "unsere Chancen aufs Weiterkommen jetzt ausgeglichen" sind, nachdem feststand, dass sie es in der Runde der letzten 32 mit dem BSC Young Boys zu tun bekommen.

Der Sieger des UEFA-Pokals von 2008 reitet derzeit auf einer Welle der Euphorie, gewann er doch im vergangenen Monat die russische Meisterschaft und kam er doch ohne eine Schramme durch die Gruppe G. Bis Ende März wird nun in der Heimat nicht mehr gespielt, sodass das Duell mit Young Boys die nächste Herausforderung ist. "Die Young Boys sind eine recht gute Mannschaft", sagte Zenit-Verteidiger Tomáš Hubočan. "Ich habe einige ihrer Spiele in der Gruppenphase gesehen. Sie haben einige große Mannschaften einschließlich Stuttgart geschlagen. "

Während Young-Boys-Trainer Vladimir Petković zugeben muss, dass Zenit "nicht der Gegner war, den wir uns gewünscht haben", sieht der FC Spartak Moskva voller Zuversicht der Begegnung gegen den FC Basel 1893, die andere Schweizer Mannschaft, entgegen. "Ich weiß gar nichts über Basel", sagte Spartaks Mittelfeldspieler Kirll Kombarov. "Aber ich bin davon überzeugt, dass wir gut genug sind, sie zu schlagen und die UEFA Europa League zu gewinnen. CSKA und Zenit haben das geschafft, wir können das auch."

Der FC Rubin Kazan, in der Heimat von Zenit entthront, spielt gegen den niederländischen Meister FC Twente - beide Teams stießen aus der UEFA Champions League zum Wettbewerb dazu -, und Trainer Kurban Berdyev weiß, dass es nicht einfach wird. "Twente hat in der Champions League gut gespielt und Punkte gegen Inter und Tottenham geholt", sagte er. "Diese Art von Verein kann nicht schwach sein."

Der AFC Ajax - vierfacher Gewinner der Königsklasse - ist ein weiterer niederländischer Klub, der aus der Champions League hinzukam. Er trifft auf den belgischen Nachbarn RSC Anderlecht, mit dem sie gemeinsam in der vergangenen Saison aus der Gruppe A der UEFA Europa League weiterkamen. "Ich kann mich noch an die Spiele zwischen Ajax und Anderlecht in der vergangenen Saison erinnern", sagte Übergangstrainer Frank de Boer. "Damals dachte ich, dass die Mannschaften gleichwertig seien. Ich denke, dass das ein schönes Spiel für die Fans wird."

Die Anhänger des FC Porto haben ebenfalls Grund zum Optimismus vor ihrem Gastspiel in Sevilla. Dort haben sie 2003 gegen Celtic FC den UEFA-Pokal gewonnen. "Die Rückkehr nach Sevilla wird mit großen Emotionen verbunden sein", sagte Trainer André Villas-Boas. "Das ist eine schöne Stadt mit großer Bedeutung für alle Porto-Anhänger. Das ist eine gute Reise und Sevilla ist ein prestigeträchtiger Gegner."

Rangers FC folgte dem Glasgower Lokalrivalen fünf Jahre später ins Finale und schlug auf dem Weg dorthin Sporting Clube de Portugal. Wenn sie das Endspiel in Dublin erreichen wollen, müssen sie den portugiesischen Rivalen abermals aus dem Weg räumen. "Wir wissen, dass wir zwei wirklich schweren Spielen entgegensehen, weil sie gut spielen, und wir mussten gut spielen, um beim letzten Mal dort zu gewinnen", sagte Trainer Walter Smith. "Wir spielten über beide Spiele gesehen guten Fußball gegen sie, und das müssen wir wiederholen."

Liverpool FC, UEFA-Pokal-Gewinner 2001, war ein anderes Schwergewicht am Freitag in der Lostrommel. Der AC Sparta Praha muss über sich hinauswachsen, um Roy Hodgson, der in der vergangenen Saison mit Fulham FC das Endspiel erreichte, auszuschalten. "Das ist ein großartiges Los, sagte Sparta-Stürmer Václav Kadlec. "Keiner erwartet von uns das Weiterkommen, das ist eine große Herausforderung."

Ebenfalls eine schwere Aufgabe erwischten der VfB Stuttgart und dessen neuer Trainer Bruno Labbadia. Er beschrieb das Duell gegen SL Benfica als "interessantes Los". Rudi Garcia, Trainer von Ligue-1-Tabellenführer LOSC Lille Métropole, zeigte sich "zufrieden" vor der Auseinandersetzung mit dem PSV Eindhoven, schiebt aber dem Team von Fred Rutten die Favoritenrolle zu.