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Rapid ist von Porto beeindruckt

Peter Pacult haderte nach der 0:3-Niederlage gegen die Portugiesen mit Verletzungspech und nicht genutzten Chancen, ordnete den Gegner aber ganz oben in Europa ein.

Der FC Porto durfte dreifach jubeln
Der FC Porto durfte dreifach jubeln ©Getty Images

"Die Niederlage sieht mit 0:3 deutlich aus, ich muss der Mannschaft aufgrund der Umstände und den Möglichkeiten trotzdem vor allem ein Lob aussprechen", so der etwas zerknirschte Peter Pacult nach der Niederlage seines SK Rapid Wien beim FC Porto. Die "Umstände", die der Trainer meinte, bezogen sich auf das Verletzungspech der Wiener, denn schon im Vorfeld stand die Begegnung für die Grün-Weißen unter keinem guten Stern.

Das etatmäßige defensive Mittelfeld fiel komplett aus, Yasin Pehlivan hatte mit einer Knieverletzung zu kämpfen, Markus Heikkinen ist derzeit mit einer Gehirnhautentzündung ans Bett gefesselt. Außerdem konnte Jan Vennegoor of Hesselink, der prominente Nachfolger von Nikica Jelavić, die Reise aufgrund rückständiger Fitness nicht mitmachen. Beim Aufwärmen zog sich zudem auch noch Markus Katzer eine Oberschenkelzerrung zu und konnte nicht spielen. "Man hat die Abwesenheit einiger verletzter Rapid-Spieler gemerkt", bemerkte auch Porto-Coach André Villas Boas.

Nichtsdestotrotz hätte es an diesem Abend für Rapid wohl auch in Bestbesetzung wenig zu holen gegeben. Die gezeigte Leistung der Portugiesen machte deutlich, dass zwischen den beiden Mannschaften gleich mehrere Leistungs-Level liegen. "Für mich zählt diese Mannschaft derzeit zu den Top 10 in Europa", so Pacult. "Das Spiel war so wie wir es erwarten konnten, sie hatten viel mehr Ballbesitz.", fügte Rapid-Torhüter Raimund Hedl hinzu.

Villas Boas zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: "Wir hatten viele Chancen, hatten aber die Geduld, auf unsere Tore zu warten." Möglichkeiten hatte aber auch Rapid, diesen trauerte man später besonders nach, mit ein wenig Glück hätte es schon nach wenigen Sekunden 1:0 für die Wiener stehen können. "In der ersten Halbzeit hatten wir zwei gute Möglichkeiten, normalerweise musst du einen machen, dann steht es 1:1 und dann schaut es anders aus", meinte der österreichische U21-Teamstürmer Atdhe Nuhiu. Trotz der von Anfang an klaren Außenseiterrolle merkte man den Rapid-Spielern die Enttäuschung an. Hedl brachte dies auf den Punkt: "Das Resultat ist absolut unbefriedigend."