Es spricht nicht viel für Rapid
Mittwoch, 15. September 2010
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Der FC Porto ist vor dem Duell mit dem österreichischen Rekordmeister klarer Favorit. Dennoch geben sich die kampfstarken Grün-Weißen noch lange nicht geschlagen.
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Selten befand sich der SK Rapid Wien in so einer eklatanten Außenseiterrolle wie vor dem Auftaktspiel der UEFA Europa League beim FC Porto. Während die Österreicher auf der Suche nach einer konstanten Form sind, konnten die Portugiesen bereits die ersten sieben Pflichtspiele dieser Saison für sich entscheiden.
"Porto ist klarer Favorit und hat eine sehr spielstarke Mannschaft, die momentan einen Fußball à la Barcelona spielt. Sie haben sich in den letzten 10, 15 Jahren in Europa einen unheimlichen Stellenwert erarbeitet", lautet die Rollenverteilung von Rapid-Trainer Peter Pacult. Sein Gegenüber André Villas Boas, der ehemalige Schüler von José Mourinho, lässt einen technisch und taktisch hochwertigen Stil praktizieren, der die Wiener auf eine harte Probe stellen wird.
Mit der iberischen Spielweise haben die Grün-Weißen in letzter Zeit kaum Erfahrung machen können. Individuelle Spitzenspieler wie Hulk, João Moutinho oder Falcao bereiten Pacult schon jetzt Kopfzerbrechen: "Auf uns kommt ein ganz anderer Fußball zu, als wir ihn in den letzten Jahren erlebt haben. Ich hoffe, dass wir uns schnell darauf einstellen können."
Dazu kommen auch noch Personalsorgen. So fällt die etatmäßige "Doppel-Sechs" bestehend aus Markus Heikkinen und Yasin Pehlivan verletzungsbedingt aus. Der Finne leidet an einer Hirnhautentzündung und befindet sich im Krankenhaus. Außerdem saß der prominente Stürmer-Neuzugang Jan Vennegoor of Hesselink nicht im Flugzeug Richtung Porto. "Er muss in Wien weiter an seiner Fitness arbeiten, denn wir haben in den nächsten Wochen viele schwere Spiele", so Pacult.
Aufgrund dieser Ausfälle wird Rapid wohl mit einem 4-5-1-System auflaufen. Dabei werden Stefan Kulovits und Thomas Hinum die Rolle der defensiven Mittelfeldspieler übernehmen, Atdhe Nuhiu könnte als Solo-Spitze agieren. Auf keinen Fall gibt man sich im Lager des österreichischen Rekordmeisters großen Namen schon vorab geschlagen. Schließlich konnte man auch den haushohen Favoriten Aston Villa FC gleich zwei Mal besiegen. Diese Ausnahmeleistungen sollen als Vorbild dienen.