ÖFB-Klubs als Außenseiter

Um den Aufstieg zu schaffen müssen Rapid und Sturm gegen Aston Villa und Juventus über sich hinaus wachsen. Auch Austria Wien benötigt gegen Aris noch einen wahren Kraftakt.

Rapid erwartet ein großes Stück Arbeit in Birmingham
Rapid erwartet ein großes Stück Arbeit in Birmingham ©Getty Images

Nach dem 1:1 im Hinspiel steht der SK Rapid Wien bei Aston Villa FC unter Zugzwang. "Wir müssen ein Tor machen und werden unser Spiel so ausrichten, dass wir nach vorne spielen und zu Chancen kommen", meinte Peter Pacult vor dem Abflug, ein Treffer wird also dringend benötigt. Auch die Mannschaft aus Birmingham will unbedingt in die Gruppenphase der UEFA Europa League. Beim Spiel im Villa Park werden wohl mehr namhafte Stars auflaufen als im Hanappi Stadion.

"Ich gehe davon aus, dass sie ab der ersten Minute enormen Druck ausüben werden", so Pacult. Fehlen wird dem Wiener bei der "Mission Aufstieg" der gesperrte Außenverteidiger Tanju Kayhan. Wahrscheinlich wird Rapid mit einem 4-5-1-System auflaufen, dabei soll der Albaner Hamdi Salihi als einzige Spitze agieren.

Eine sogar noch schwierigere Aufgabe wartet auf den SK Sturm Graz. Nach der 1:2-Heimniederlage gegen Juventus benötigen die Steirer schon ein mittleres bis großes Fußball-Wunder. "Wir haben nur eine minimale Chance, die wollen wir versuchen zu nützen", so Trainer Franco Foda. Den Klassen-Unterschied konnte man im Hinspiel besonders bei den Standard-Situationen ausmachen. Jedes Mal wenn sich Alessandro Del Piero den Ball richtete, war im Strafraum der Grazer roter Alarm.

"Im Fußball gibt es immer wieder Wunder und darauf hoffen wir", meinte Foda weiters. Bei der Aufstellung dürfte es wohl kaum Überraschungen geben. Nach der gelungenen Feuertaufe wird wieder der 17-jährige Florian Kainz im rechten Mittelfeld auflaufen. Für die Italiener ist dieses Spiel gleichzeitig die Generalprobe für die Meisterschaft - die Serie A beginnt am Wochenende.

Die wahrscheinlich größten Aufstiegs-Chancen aller österreichischen Vertreter hat der FK Austria Wien. Nach dem unglücklichen 0:1 bei Aris Thessaloniki FC, bei dem der entscheidende Treffer Sekunden vor dem Abpfiff fiel, möchten die Violetten nun im eigenen Stadion einiges besser machen. Von der ersten Minute an Druck ausüben - so heißt die Devise für den österreichischen Vize-Meister.

Karl Daxbacher konnte dem Rückstand sogar etwas Positives abgewinnen: "Das 0:1 hat aus psychologischer Sicht schon etwas für sich. Jetzt ist in unseren Köpfen drin, dass wir Vollgas geben müssen." Die Griechen, die noch nicht im Meisterschaftsbetrieb stehen, sind vor dem Sturmlauf gewarnt. "Die ersten Minuten werden sehr gefährlich werden", so ihr Star-Trainer Héctor Cúper.