Rapid erfüllt die Pflicht erst spät

Nikica Jelavić jubelt im Hanappi-Stadion gleich doppelt
Nikica Jelavić jubelt im Hanappi-Stadion gleich doppelt ©Getty Images

Drei Tore in den letzten vier Minuten brachten den SK Rapid Wien gegen FK Sūduva zurück auf die Erfolgsstraße und in die nächste Runde. René Gartler und Nikica Jelavić durften beim 4:2-Heimerfolg jeweils über zwei Treffer jubeln.

Die Hausherren bestimmten von Beginn an das Geschehen. Veli Kavlak, der den angeschlagenen Kapitän Steffen Hofmann ersetzte, musste bereits nach wenigen Minuten wegen einer Verletzung ausscheiden. Sein Ersatzmann Christoph Saurer hatte in der 11. Minute die erste Chance, sein Heber flog aber knapp über das Tor. Kurz darauf war es schließlich soweit. Torhüter Povilas Valinčius schlug bei einem harmlosen Rückpass über den Ball, Nikica Jelavić bedankte sich und schob ins leere Tor ein (20.). Danach flaute das Spiel ab, Rapid behielt aber die Kontrolle.

Aus heiterem Himmel fiel schließlich der Ausgleich. Evaldas Grigaitis zog von rechts nach innen, sein eigentlich harmloser Schuss wurde so stark abgefälscht, dass er sich hinter Torhüter Raimund Hedl ins Tor senkte (70.) Sechs Minuten später wurde Alfredas Skroblas mit Gelb-Rot vorzeitig unter die Dusche geschickt, danach ging es Schlag auf Schlag.

Die Grün-Weiße Abseitsfalle schnappte nicht zu, Ricardas Beniusis vollendete den Konter zum 1:2 (85.). Das ließ sich Rapid aber nicht gefallen und drehte richtig auf. Erst brachte der eingewechselte René Gartler die Hausherren mit einem Doppelpack wieder in Führung (86., 89.), dann stellte Jelavić (90.) durch einen Konter den 4:2-Endstand her. In der dritten Qualifikationsrunde der UEFA Europa League wartet nun der bulgarische Pokalsieger PFC Beroe Stara Zagora.