Salzburg ist vor Standard gewarnt

Der österreichische Meister gilt vor dem UEFA-Europa-League-Duell mit Standard de Liège als Favorit. Dass der Aufstieg aber ein hartes Stück Arbeit wird, ist den Salzburgern bewusst.

Salzburg ist vor Standard gewarnt
Salzburg ist vor Standard gewarnt ©UEFA.com

Es kommt nicht oft vor, dass ein österreichischer Verein eine Europacup-Gruppenphase übersteht. Dass einem Klub aus der Alpenrepublik in der K.-o.-Phase dann auch noch die Favoritenrolle zugeschrieben wird, ist umso beachtlicher. Diese Seltenheit trifft in der Europa League nun auf den FC Salzburg vor dem anstehenden Duell mit R. Standard de Liège zu.

Handfeste Krisen beutelten die Belgier in letzter Zeit, vor kurzem musste aufgrund zahlreicher Niederlagen sogar Trainer László Bölöni das Handtuch werfen. Statt ihm sitzt nun interimistisch Dominique D'Onofrio auf der Bank. Unterschätzen wird Salzburg Standard aber nicht.

"Wir werden in beiden Spielen über uns hinauswachsen müssen, um weiterzukommen. Das wird ein sehr harter Gang", so Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer vor dem Abflug. Im Maurice-Dufrasne-Stadion von Standard werden bis zu 30 000 frenetische Fans erwartet, zusätzlich scheint auch Super-Talent Steven Defour nach seinem Wadenbeinbruch wieder in Form zu kommen. Neben ihm sind die Mozartstädter vor allem vor Axel Witsel und Stürmer-Star Milan Jovanović gewarnt.

Bei der Salzburger Pressekonferenz machte Trainer Huub Stevens einen gefassten, aber äußerst entschlossenen Eindruck. Mit einem kurzen "Ich weiß was zu tun ist." untermauerte er sein Auftreten noch zusätzlich. Auf gar keinen Fall gibt sich der Niederländer mit dem Erreichten (sechs Siege in allen sechs Gruppenspielen) zufrieden. "Das war schön, aber das ist Vergangenheit, wir beginnen wieder bei null", so Stevens.

Der österreichische Meister wird in Belgien voraussichtlich mit der besten Besetzung auflaufen können. Einzig hinter dem Einsatz von Franz Schiemer steht nach seiner Sprunggelenks-Blessur ein Fragezeichen. Routinier Alexander Zickler wird aufgrund einer Krankheit fehlen. Bei der Generalprobe in der Bundesliga gegen die SV Ried am Wochenende spielte erstmals Neuzugang Roman Wallner neben Marc Janko im Sturm. Nachdem diese Feuertaufe exzellent funktionierte, darf man im Angriff wohl mit keinen Überraschungen spekulieren.