Bremen gewinnt dramatisches Halbfinale

Hamburg - Bremen 2:3 (Ges.3:3, Werder wg. Auswärtstorr. weiter)
In einem dramatischen Halbfinale setzte sich Werder Bremen aufgrund der mehr erzielten Auswärtstore knapp gegen den Hamburger SV durch.

Claudio Pizarros Jubel kannte nach dem Treffer zum 2:1 keine Grenzen
Claudio Pizarros Jubel kannte nach dem Treffer zum 2:1 keine Grenzen ©Getty Images

Werder Bremen hat das Finale des UEFA-Pokals aufgrund der mehr erzielten Auswärtstore erreicht. Die Mannschaft von Thomas Schaaf, die das Hinspiel mit 0:1 verlor, setzte sich im Rückspiel mit 3:2 (Gesamt 3:3) durch und trifft im Finale am 20. Mai auf den FC Shakhtar Donestk, der sich gegen den FC Dynamo Kyiv durchsetzen konnte. Ivica Olić brachte den HSV in Führung, aber Diego, Claudio Pizarro und Frank Baumann sorgten für einen zwischenzeitlichen 3:1-Vorsprung der Schaaf-Elf, das 3:2 durch Olić kurz vor dem Ende kam zu spät für den HSV.

HSV mit Sturmduo Petrić/Olić
Gegenüber dem Hinspiel nahm HSV-Trainer Martin Jol zwei Änderungen in seiner Anfangsformation vor. Anstelle von Dennis Aogo besetzte Marcell Jansen die linke Abwehrseite. Und Mladen Petrić ersetzte José Paolo Guerrero, der aufgrund der dritten Gelben Karte gesperrt war. Der von einer Schienbeinverletzung genesene Petrić bildete zusammen mit seinem kroatischen Landsmann Ivica Olić den Angriff.

Baumann ersetzt Tziolis
Werder-Trainer Thomas Schaaf setzte im Angriff auf Claudio Pizarro und Markus Rosenberg, die von Spielmacher Diego in Szene gesetzt werden sollten. Hinter ihm spielte Frank Baumann im defensiven Mittelfeld. Die Innenverteidigung bildeten Per Mertesacker und Naldo.

Olić trifft zur Führung
Nur eine Minute nachdem der Bremer Pizarro eine gute Gelegenheit zur Führung ausgelassen hatte, fiel auf der anderen Seite das erste Tor des Abends. Joris Mathijsen setzte mit einem Steilpass Olić in Szene. Der Angreifer lupfte den Ball in der 13. Minute über den Bremer Torhüter Tim Wiese hinweg zum 1:0 ins Tor.

Diego erzielt den 1:1-Ausgleich
Das Glücksgefühl der Gastgeber über die Führung währte aber nicht lange. Diego traf in der 29. Minute nach schönem Zusammenspiel mit Pizarro zum 1:1. HSV-Torhüter Frank Rost war beim Heber des Brasilianers machtlos.

Lattenschuss durch Diego
Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit waren die Gäste die bestimmende Mannschaft. Erneut war es Diego, der nach 37 Minuten Werder beinahe in Führung gebracht hätte. Sein Distanzschuss aus 22 Metern schlug an die Torlatte. Kurz darauf sah Diego seine dritte Gelbe Karte im laufenden Wettbewerb, durch die er – genauso wie Hugo Almeida – für das Finale gesperrt ist.

Riesenchance für Trochowski
Den verbesserten Hamburgern bot sich nach einer Stunde die erstklassige Chance dazu, das Duell mit Bremen für sich zu entscheiden. Nach Pass von Jansen rutschte Jonathan Pitroipa einen Meter vor dem leeren Tor aber am Ball vorbei, den Schuss von Piotr Trochowski parierte Wiese glänzend per Fuß.

Pizarro gelingt das 1:2
Nur fünf Minuten später erzielte Claudio Pizarro mit einem Verlegenheitsschuss aus 25 Metern das 1:2 (65.). Dabei glitt HSV-Torhüter Rost der haltbare Schuss an den Händen vorbei ins Netz. Besser machte es Wiese auf der anderen Seite bei einem Distanzschuss von Alex Silva (70.)

Baumann erhöht auf 1:3
In der 83. Minute stellte Werder Bremen den Einzug in das Finale schon fast sicher. Nach einer Ecke von Diego und einer Kopfballverlängerung des eingewechselten Hugo Almeida erzielte Baumann das 1:3.

Olic sorgt mit 2:3 für neue Hoffnung

Der HSV wehrte sich mit dem Mute der Verzweiflung gegen das Ausscheiden. Und drei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit gab es die Belohung. Olić verkürzte per Kopfball zum 2:3 (87.). Der HSV versuchte danach noch alles, letztlich aber erfolglos. In der Nachspielzeit sah Almeida dann seine dritte Gelbe Karte im Wettbewerb und ist damit im Finale gesperrt.

Werder trifft im Endspiel auf Donetsk

Am 20. Mai trifft Werder Bremen im Endspiel des Uefa-Pokals in Istanbul auf den ukrainischen Klub FC Shakhtar Donetsk, der sich im Halbfinale gegen den FC Dynamo Kyiv durchsetzte.