Ilsinho versetzt Shakhtar in Freudentaumel

FC Shakhtar Donetsk - FC Dynamo Kyiv 2:1 (Gesamt: 3:1)
Ilsinho erzielte in der vorletzten Minute gegen den ukrainischen Rivalen den Siegtreffer und schoss damit sein Team ins UEFA-Pokalendspiel.

Die Spieler des FC Shakhtar Donetsk feiern den Einzug ins Finale
Die Spieler des FC Shakhtar Donetsk feiern den Einzug ins Finale ©Getty Images

Der FC Shakhtar Donestk hat dank eines Treffers von Ilsinho in der 89. Minute den Erzrivalen FC Dynamo Kyiv mit 2:1 besiegt und somit als erster ukrainischer Verein das Endspiel des UEFA-Pokals erreicht.

Dramatisches Spiel
Damit feierte die Mannschaft von Mircea Lucescu im Rückspiel einen verdienten Sieg, der eingeleitet wurde durch den frühen Treffer von Jadson, ehe Kiew durch Ismaël Bangoura kurz nach der Pause den Ausgleich erzielte. Als die Partie in die Verlängerung zu gehen schien, spielte Ilsinho zwei Verteidiger aus und schoss das Team aus Donetsk ins Finale, das am 20. Mai in Istanbul ausgetragen wird. Einziger Wermutstropfen für Shakhtar war die Gelbe Karte für Tomáš Hübschman wegen Handspiels, der nun für das Endspiel gesperrt ist.

Jadson gefährlich
Die erste Chance in der vierten Minute hatte Dynamo, als Bangoura am Strafraumrand von Shakhtar Platz zum Schießen hatte, den Ball jedoch am langen Pfosten vorbeisetzte. Nun aber war Shakhtar aufgewacht und sorgte vor allem durch den Brasilianer Jadson immer wieder für Gefahr. Nach elf Minuten kam dieser nach Vorlage von Darijo Srna in eine gute Schussposition, jagte den Ball aber über das Gehäuse. Doch weitere sechs Minuten später war er erfolgreich: Als Betão die Hereingabe von Srna nicht klären konnte, verlängerte Luiz Adriano den Ball auf Jadson, der von der Strafraumkante aus ins linke obere Eck traf.

Abseitstor von Vukojević
Dieses Tor gab Shakhtar zusätzliches Selbstvertrauen, die Abwehrreihe von Dynamo hatte nun alle Hände voll zu tun. Der ukrainische Tabellenführer indes war nur gefährlich bei Standardsituationen, die von Olexandr Aliyev ausgeführt wurden. Nach einem Foul von Mykola Ischenko an Artem Milevskiy an der Strafraumkante vergab er dabei eine gute Freistoßmöglichkeit. Sein nächster Versuch aus einer etwas weiteren Entfernung schien erfolgreicher zu sein, als Ognjen Vukojević den Ball ins Gehäuse von Shakhtar grätschte, der Treffer aber wegen einer Abseitsposition nicht gegeben wurde.

Toller Abschluss
Als zwei Minuten in der zweiten Hälfte gespielt waren, kam Dynamo durch einen toll herausgespielten Treffer zum Ausgleich. Von der Mittelinie ging es schnell über Betão, Milevskiy und Aliyev, der den Ball auf Bangoura weiterleitete, welcher sich die Chance nicht entgehen ließ und die Kugel über Andriy Pyatov hinweg ins untere Eck schlenzte. Shakhtar aber ließ sich von diesem Rückschlag nicht beirren und ging weiter auf Torejagd. So hob Jadson den Ball an den langen Posten, wo Betão den Volleyschuss von Fernandinho abblocken konnte. Nach etwas mehr als einer Stunde war wiederum Jadson in eine gute Szene involviert, als er Ilsinho anspielte, der allerdings an Stanislav Bogush scheiterte, welcher den Winkel verkürzte.

Geschichte geschrieben
Auch in der Folgzeit ging es fast ausschließlich Richtung Dynamo-Tor. Und beinahe wäre Bogush wieder geschlagen gewesen, als Ilsinho in den Strafraum eindrang und Goran Sabljić für den Schlussmann klären konnte. Als sich die Fans schon auf eine Verlängerung eingestellt hatten, war es der eingewechselte Olexander Gladkiy, der ein schönes Zuspiel von Ilsinho aufnahm, den Ball über den Torhüter aber auch am Kasten vorbeibeförderte. So blieb es Ilsinho selbst vorbehalten, kurz darauf mit seinem Siegtor Geschichte zu schreiben. Nach einem langen Ball an der rechten Seite ging er an Badr El Kaddouri und schließlich an Ayila Yussuf vorbei, um ins lange Eck zu vollstrecken.