Jansen hofft auf Domino-Effekt

Marcell Jansen glaubt, dass ein Einzug des Hamburger SV ins UEFA-Pokal-Finale positive Auswirkungen auf die Bundesliga haben könnte. Dazu muss aber zunächst heute Abend Werder Bremen eliminiert werden.

Marcell Jansen in Aktion für den Hamburger SV
Marcell Jansen in Aktion für den Hamburger SV ©Getty Images

Marcell Jansen glaubt, dass ein Einzug des Hamburger SV ins UEFA-Pokal-Finale positive Auswirkungen auf die Bundesliga haben könnte. Dazu muss aber zunächst heute Abend Werder Bremen eliminiert werden.

Titelhoffnung?
Auch wenn Hamburg in der Tabelle lediglich auf Platz fünf liegt, haben die Hanseaten vier Spieltage vor Schluss nur fünf Zähler Rückstand auf Tabellenführer VfL Wolfsburg - und am Sonntag geht es ausgerechnet gegen Bremen. Die Titelchancen des HSV sind durch das 1:1 zu Hause gegen Hertha BSC Berlin zwar stark gesunken, vor allem nach der 0:2-Niederlage am Wochenende zuvor beim BV Borussia Dortmund. Doch der 23-Jährige hat noch nicht aufgegeben und hofft, dass ein Einzug ins UEFA-Pokal-Finale am 20. Mai in Istanbul noch einmal den nötigen Schub im Titelkampf geben könnte. Der HSV geht mit einer 1:0-Führung aus dem Hinspiel vor einer Woche im Weserstadion in die Partie und will diesen Vorsprung in Hamburg verteidigen.

Körperliche Belastung
Jansen meinte, auf die jüngsten Rückschläge angesprochen: "Wir haben gegen Dortmund verloren und dann zwei Punkte zu Hause gegen Hertha BSC Berlin liegen lassen - wo wir ein bisschen Pech hatten. Wir haben ein paar Punkte verloren, aber wenn wir ins Endspiel kommen, wird uns das einen Schub für die Bundesliga geben. Ich sage nicht, dass wir alle verbleibenden Spiele gewinnen werden - ich glaube nicht, dass das passiert, das ist zu schwer. Aber eventuell gewinnen wir genügend Spiele, um Meister zu werden. Denn trotz der körperlichen Anstrengung durch ein zusätzliches Spiel wäre es eine große Motivation, was uns in der Bundesliga helfen könnte."

Keine Überraschungen
Hamburg traf in den letzten beiden Wochen zweimal auf Bremen. Im UEFA-Pokal siegten die Hanseaten zwar, doch im DFB-Pokal hatte sich Werder am 22. April nach einem 1:1-Unentschieden im Elfmeterschießen durchgesetzt. Trotz des großen Drucks denkt Jansen, dass sich die Spieler auf die Begegnung freuen. "Nachdem wir zuletzt zweimal gegen sie gespielt haben, können wir dieses Spiel jetzt genießen, weil es keine Überraschungen geben wird", sagte er. "Man weiß, wie schwer es wird. Wir werden nicht auf den Platz gehen und denken, dass wir 1:0 vorne sind. Es ist ein neues Spiel, das bei 0:0 anfängt. Das Wichtigste wird sein, kein Gegentor zu bekommen."

Frings hat noch Hoffnung
Bremens Mittelfeldspieler Torsten Frings ist natürlich anderer Meinung, er sieht noch alle Möglichkeiten für seine Mannschaft. "Wir haben noch eine gute Chance, auch wenn wir das Hinspiel verloren haben, weil wir wissen, dass wir Spieler haben, die Tore schießen können - auch auswärts. Wir haben auch den psychologischen Vorteil, dass wir sie im Pokal eliminiert haben." Bremen hatte vor sieben Tagen in der zweiten Halbzeit viel Druck gemacht, allerdings kein Tor erzielen können. Für Frings geht es nun vor allem darum, die Chancen besser zu verwerten. "Man kann sicher sein, dass wir auch in Hamburg Chancen bekommen werden", sagte der 32-Jährige. "Es liegt an uns, sie besser zu nutzen."