Hamburg siegt im Weserstadion

Werder Bremen - Hamburger SV 0:1
Ein Tor von Piotr Trochowski sorgte für den Erfolg der Gäste, die sich damit eine sehr gute Ausgangsposition für das Rückspiel erarbeitet haben.

Piotr Trochowski (Hamburger SV) erzielte per Kopf den Treffer des Tages
Piotr Trochowski (Hamburger SV) erzielte per Kopf den Treffer des Tages ©Getty Images

Der Hamburger SV konnte sich mit einem 1:0-Sieg bei Werder Bremen die gewünschte Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche erarbeiten. Das einzige Tor in diesem packenden deutsch-deutschen Duell erzielte Piotr Trochowski mit einem Kopfball bereits in der 28. Minute. Bremen kam zu spät in Fahrt und steht nun vor einem ganz schweren Gang nach Hamburg.

Hamburg mit personellen Problemen

Ausgerechnet in der entscheidenden Phase der Saison blieb das Verletzungspech ein treuer Begleiter beim Hamburger SV. So musste Trainer Martin Jol auf Torjäger Mladen Petrić verzichten und auch die Hoffnungen auf ein schnelles Comeback von Marcell Jansen nach seiner Rippenprellung erfüllten sich nicht. Sein Gegenüber Thomas Schaaf hingegen hatte alle Stammkräfte im Kader und konnte sein Team somit in Bestbesetzung starten lassen.

Spektakuläre erste Sekunden
Schon unmittelbar nach Anpfiff unterstrichen beide Teams ihre Ambitionen auf den Finaleinzug. Die erste Chance hatte bereits in der 2. Minute Ivica Olić, doch der Kroate scheiterte freistehend aus kurzer Distanz an Tim Wiese. Im direkten Gegenzug prüfte Diego Gäste-Torwart Frank Rost mit einem gut angetragenen Schuss von der Strafraumgrenze.

Trochowski trifft per Kopf
Danach dominierten erst einmal die Abwehrreihen. Bis zur 22. Minute, als sich Wiese erneut auszeichnen konnte und einen Flachschuss von José Paolo Guerrero mit einer sehenswerten Parade entschärfte. Sechs Minuten später wurden die Bemühungen des HSV dann belohnt, eine Maßflanke von Guy Demel verwandelte mit Piotr Trochowski ausgerechnet der kleinste Spieler auf dem Feld per Kopfball zum 0:1.

Bremen nach der Pause bemüht
Auch die zweite Hälfte begann ereignisreich. Das erste Ausrufezeichen setzte Dennis Aogo für den HSV mit einem Weitschuss knapp neben das Tor (48.), kurz danach antwortete Hugo Almeida mit einem Kopfball, den Frank Rost entschärfen konnte. In der Folge erarbeitete sich Bremen zwar leichte Feldvorteile, konnte das Tor der Gäste aber nur selten in Gefahr bringen.

Doppelchance Hamburg
Für den HSV bedeutete dies aber auch Raum für Konterchancen. Eine solche fand Olić in der 65. Minute vor, als er nach einem Alleingang erneut in Wiese seinen Meister fand. Auch Jonathan Pitroipa war nahe am zweiten Treffer für die Gäste, er spitzelte nur Sekunden später eine Hereingabe von Olic am Tor vorbei.

Vergebliche Bemühungen
In der Schlussphase kam Werder dann vermehrt zu guten Schusschancen. Aber ein abgefälschter Versuch von Diego strich knapp am Pfosten vorbei (75.) und Claudio Pizarro zielte über das Tor (77.). Und da auch die immer verzweifelter werdenden Offensivbemühungen der Hausherren in den letzten Minuten nichts Zählbares brachten, rettete der HSV den knappen Sieg über die Zeit und verfügt nun über die deutlich bessere Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche.