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Rangers und Sporting trennen sich torlos

Rangers FC - Sporting Clube de Portugal 0:0
Nach dem torlorsen Remis im Ibrox-Park wird das Rückspiel in Lissabon mit viel Spannung erwartet.

Liedson (Sporting Lisbon) & Carlos Cuéllar (Glasgow Rangers) im Zweikampf
Liedson (Sporting Lisbon) & Carlos Cuéllar (Glasgow Rangers) im Zweikampf ©Getty Images

Rangers FC hat das erklärte Ziel erreicht und zu Hause kein Gegentor hinnehmen müssen. Dennoch steht den Schotten nach dem 0:0 gegen Sporting Clube de Portugal in einer Woche in Lissabon ein hartes Stück Arbeit bevor. Denn sie haben die Partie in Ibrox dominiert, konnten ihre Chancen aber nicht nutzen.  

Erste Chance
Sporting musste schon zu Beginn auf die verletzten Stürmer Derlei und Rodrigo Tiuí verzichten. Nach gerade einmal zwei Minuten des Spiels sah es so aus, als ob sich die Personalsituation bei den Gästen weiter verschlimmern würde. Liedson musste nach einem Zusammenprall mit Rangers-Verteidiger David Weir zur Behandlung an die Seitenlinie getragen werden. Zur Erleichterung von Trainer Paulo Bento überstand der brasilianische Angreifer diesen Schlag und konnte bald wieder am Geschehen teilnehmen. Der Erfolg des Teams aus Glasgow im Europapokal bestand bisher aus einer Kombination von harter Verteidigung und effektiven Konterangriffen. Nach sechs Minuten entstand just aus dieser Mischung die erste Chance für die Gastgeber. Der weite Befreiungsschlag des Innenverteidigers Carlos Cuéllar landete bei Lee McCulloch. Der verfehlte aus 30 Metern mit einem Volleyschuss das Tor nur knapp. 

Druck der Hausherren
Die Gastgeber stürmten weiter auf das gegnerische Tor zu und hatten nach 18 Minuten die zweite Möglichkeit. Jean-Claude Darcheville setzte sich energisch auf der rechten Seite gegen Sportings Linksverteidiger Leandro Grimi durch und passte das Leder von der Seitenlinie zum heranstürmenden Steven Davis auf den kurzen Pfosten. Anderson Polga rettete im letzten Moment. Zwei Minuten vor der Pause konnte sich Sporting bei Torwart Rui Patrício dafür bedanken, dass er einen weiteren Fernschuss von McCulloch glänzend parierte, indem er den Ball aus seiner rechten unteren Ecke fischte. 

Nervosität abgelegt
Es schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein, wann die Rangers unter den begeisterten Anfeuerungsrufen ihrer Fans in Führung gehen würden. In der 52. Minute hebelte Kapitän Barry Ferguson mit einer gefühlvollen Flanke in den Lauf von Davis die Gäste-Abwehr aus. Der ausgeliehene Mittelfeldspieler der nordirischen Nationalmannschaft schoss den Ball einen halben Meter über die Querlatte. Mit jeder weiteren Minute ohne Gegentor stieg indes das Selbstvertrauen der Portugiesen, die ihre anfängliche Nervosität ablegten und den Ball besser zirkulieren ließen.

McGregor gefordert
Grimi war der erste der Grün-Weißen, der Allan McGregor im Rangers-Tor prüfte. Von der linken Seite zog er in die Mitte und zwang den Keeper der Gastgeber mit einem scharfen Schuss zu einer guten Abwehr. Nur wenig später musste McGregor für sein Team wieder retten, als er einen Versuch von Simon Vukčević vereitelte, nachdem der Stürmer aus Montenegro von rechts in die Mitte gezogen war und von der Strafraumgrenze aus flach abzog. Sporting verpasste schließlich das wichtige Auswärtstor, so dass die Rangers vor dem Rückspiel im Kampf um den UEFA-Pokal-Halbfinaleinzug die etwas bessere Ausgangsposition haben.