Bayer hat mit Advocaat Rechnung offen
Donnerstag, 27. März 2008
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Bayer Leverkusen kann eine alte Rechnung begleichen, wenn Dick Advocaat mit dem FC Zenit zum Viertelfinal-Hinspiel des UEFA-Pokals in die BayArena kommt.
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• Beide Klubs standen sich im Europapokal noch nie gegenüber. Leverkusen hat aber schon dreimal gegen eine russische Mannschaft gespielt - jedesmal hieß der Gegner FC Spartak Moskva, der 2007 in Russland hinter Zenit Zweiter wurde.
• Bayer und Spartak trafen in der ersten Gruppenphase der UEFA Champions League 2000/01 aufeinander. Leverkusen verlor in Moskau mit 0:2 und gewann zu Hause mit 1:0.
• In der laufenden Saison trafen sich beide Mannschaften im Moskauer Luzhniki-Stadion wieder. In der Arena des diesjährigen Endspiels der UEFA Champions League unterlag Bayer in der Gruppenphase des UEFA-Pokals mit 1:2.
• Paul Freiers Tor in der Nachspielzeit war Leverkusens erstes auf russischem Boden.
• Insgesamt also hat Bayer gegen russische Teams einmal gewonnen und zweimal verloren. Den Sieg feierte die Werkself zu Hause, auswärts setzte es die beiden Niederlagen.
• Zenit hat im Europapokal schon sechs Duelle gegen deutsche Vereine bestritten. Zwei Unentschieden und vier Niederlagen stehen dabei zu Buche.
• Gegen den 1. FC Dynamo Dresden aus der ehemaligen DDR verlor Zenit insgesamt mit 2:6 in der ersten Runde des UEFA-Pokals 1981/82. Im selben Wettbewerb hieß es 1989/90 nach Hin- und Rückspiel 0:6 gegen den VfB Stuttgart.
• In letzter Zeit konnte das Team aus St. Petersburg die Bilanz gegen deutsche Mannschaften etwas freundlicher gestalten. Beim TSV Alemannia Aachen erreichte es in der Gruppenphase des UEFA-Pokals 2004/05 ebenso ein 2:2 wie in der Gruppenphase des laufenden Wettbewerbs zu Hause gegen den 1. FC Nürnberg.
• Zenits drei bisherige Spiele in Deutschland endeten mit einem Unentschieden und zwei Niederlagen. Das Torverhältnis lautet 3:11 aus der Sicht des russischen Vereins.
• Michael Skibbe ist seit Oktober 2005 Trainer von Leverkusen und trifft zum ersten Mal auf einen russischen Gegner. Nachdem er in Folge dreier Kreuzbandrisse schon mit 22 Jahren seine aktive Karriere beim FC Schalke 04 beenden musste, wurde er Jugendtrainer beim Klub aus Gelsenkirchen. Anschließend bekleidete er beim BV Borussia Dortmund ein ähnliches Amt.
• 1998 wurde er zum Trainer der Dortmunder Profi-Mannschaft befördert und dadurch mit 32 Jahren jüngster Bundesliga-Coach. Danach arbeitete er für den Deutschen Fußball-Bund und wurde Assistent von Bundestrainer Rudi Völler.
• Während der UEFA EURO 2004™ stand den beiden beim Spiel gegen die Niederlande deren Trainer und jetziger Zenit-Coach Advocaat gegenüber. Außerdem stand in dieser Partie Leverkusens Bernd Schneider für Deutschland auf dem Platz. Die Tore beim 1:1 schossen Torsten Frings und Ruud van Nistelrooy.
• Skibbe und Advocaat hatten sich auch davor schon einmal gegenüber gestanden, als Skibbes Dortmunder in der dritten Runde des UEFA-Pokals 1999/00 auf Advocaats Rangers FC trafen. Ein Eigentor von Jürgen Kohler und ein Treffer von Rod Wallace führten zum 2:0-Heimsieg der Schotten im Hinspiel. In Dortmund glichen Viktor Ikpeba und Fredi Bobic zum 2:2-Gesamtstand aus. Dortmund gewann am Ende mit 3:1 im Elfmeterschießen. Der derzeitige Leverkusener Star Sergej Barbarez verwandelte den letzten und entscheidenden Elfmeter.
• Insgesamt stand der niederländische Coach Advocaat zehnmal deutschen Teams gegenüber. Mit dem PSV Eindhoven und den Rangers gewann er viermal, spielte dreimal unentschieden und verlor dreimal. In Deutschland feierte er einen Sieg, trennte sich einmal remis und unterlag dreimal.
• Den einzigen Auswärtssieg feierten die Rangers gegen Leverkusen in der zweiten Runde des UEFA-Pokals 1999/00. Bayer-Routinier Carsten Ramelow spielte in beiden Partien mit. Giovanni van Bronckhorst und Jonatan Johansson brachten die Rangers in der BayArena mit 2:0 in Führung, ehe Thomas Reichenberger für das Team des damaligen Trainers Christoph Daum nur noch verkürzen konnte.
• Johansson traf auch im Rückspiel zur Führung und Ulf Kirsten glich für Leverkusen aus. Bayer schied am Ende mit insgesamt 2:3 aus.
• Advocaat ist in der BayArena wegen groben unsportlichen Verhaltens zum letzten Mal gesperrt. Zweimal musste er davor schon zusehen. Der Zenit-Trainer kann auf der Haupttribüne Platz nehmen, darf aber nicht in die Umkleidekabine, in den Spielertunnel oder in den Innenraum des Stadions. Dies gilt vor und während der Partie. Außerdem darf er seine Mannschaft nicht kontaktieren.
• Bei Leverkusen spielt mit Stürmer Dmitri Bulykin ein Russe. Er wechselte vor der Saison vom FC Dinamo Moskva zu Bayer.
• Zenit und Getafe CF sind die beiden einzigen im Wettbewerb verbliebenen Teams, die noch keinen Europapokal gewonnen haben.
• Leverkusens Gonzalo Castro, Karim Haggui, Stefan Kiessling und Pirmin Schwegler wären bei der nächsten Gelben Karte gesperrt.
• Zenit kann nach einer Sperre von einem Spiel wieder auf Kim Dong Jin zurückgreifen. Allerdings wären Aleksandr Anyukov, Andrei Arshavin, Pavel Pogrebnyak, Fernando Ricksen und Radek Šírl bei der nächsten Gelben Karte für eine Partie gesperrt.
• Pogrebnyak führt mit sieben Treffern zusammen mit Luca Toni vom FC Bayern München die Torschützenliste des UEFA-Pokals an. Leverkusens Kießling traf bisher sechs Mal.
• Leverkusen beendete die UEFA-Pokal-Gruppe E als Erster und schaltete anschließend auf dem Weg ins Viertelfinale Galatasaray AS sowie den Bundesliga-Rivalen Hamburger SV aus. Zenit erreichte als Dritter der Gruppe A die K.-o.-Phase. Dort bezwangen sie zunächst Villarreal CF und dann Olympique de Marseille.
• Das Rückspiel findet am 10. April in St. Petersburg statt. Der Sieger des Duells trifft im Halbfinale entweder auf den FC Bayern oder auf Getafe. Am 24. April geht es im Hinspiel nach München oder Getafe, das Rückspiel am 1. Mai bestreiten Bayer oder Zenit zu Hause.
• Der Sieger des Halbfinal-Duells wiederum ist am 14. Mai im UEFA-Pokal-Finale im City of Manchester Stadium nominell das Auswärtsteam.