Gib COVID-19 keine Chance und befolge die fünf Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation und der FIFA, um die Verbreitung der Krankheit zu stoppen.

1. Hände waschen 2. In die Ellenbeuge husten 3. Nicht ins Gesicht fassen 4. Abstand zu Mitmenschen halten 5. Bei Krankheitssymptomen zuhause bleiben

Weitere Informationen hier >

Ein Großer für den Abstiegskampf

Mit Jan Koller kehrt nach eineinhalb Jahren Abstinenz ein europäischer Top-Stürmer in die Bundesliga zurück und spielt ab sofort für den 1. FC Nürnberg.

Die Verantwortlichen des 1. FC Nürnberg strahlten nach dem Vertragsabschluss mit Stürmer Jan Koller um die Wette, denn sie wussten, dass ihnen mit der Verpflichtung des tschechischen Nationalspielers bis zum Jahr 2010 ein überraschender Coup gelungen war.

In den Tabellenkeller
Es war sicherlich ein hartes Stück Arbeit, den UEFA EURO 2008™-Teilnehmer von den Vorzügen des Drittletzten der Bundesliga zu überzeugen. Immerhin war der 34-jährige Tscheche schon Deutscher Meister und sein bisheriger Klub, der AS Monaco FC, liegt in der französischen Ligue 1 nur vier Punkte hinter einem UEFA-Pokal-Platz. Doch Koller entschied sich für den Abstiegskampf mit den Franken und scheint sich schon jetzt sehr darauf zu freuen.

Koller optimistisch
“Ich habe mir einige Spiele der Mannschaft im Fernsehen angesehen und mache mir gar keine Sorgen, dass wir es nicht schaffen könnten. Wir sind stark genug für die Bundesliga und auch für die interessante Aufgabe im UEFA-Pokal gegen Lissabon“, ist der 2,02 m große Stürmer, vor der Rückrunde und den Duellen mit dem SL Benfica, in denen er spielberechtigt ist, frei von jedem Zweifel.

Meyer glücklich
Für seinen neuen Trainer Hans Meyer geht mit diesem Neueinkauf ein Wunsch in Erfüllung. “Jeder weiß, dass ich gerne mit drei Stürmern spiele, und da ist ein solch großer Spieler im Sturmzentrum natürlich Gold wert. Eigentlich wollte ich ihn schon im Sommer haben, aber da war der Transfer aus finanziellen Gründen noch eine Nummer zu groß für uns“, verrät Meyer.

In Monaco nicht zufrieden
Doch jetzt sah die Situation ganz anders aus: Koller, der in der Bundesliga zwischen 2001 und 2006 bereits 59 Tore in 138 Spielen für den BV Borussia Dortmund erzielte, wurde im Fürstentum Monaco trotz 12 Toren in 50 Spielen nicht richtig glücklich. In der laufenden Saison erhielt er zwar 18 Einsätze, darunter jedoch auch viele, die nicht über die volle Dauer gingen.

Die EURO 2008 im Blick
Im Hinblick auf die UEFA EURO 2008™ und seine Rolle bei der tschechischen Nationalelf war diese Situation für Koller nicht befriedigend, und deshalb nahm er die Herausforderung beim vom Abstieg bedrohten “Club“ und die damit verbundene zusätzliche Verantwortung dankend an. “Ich kenne und mag die Bundesliga, kann hier noch zwei Jahre spielen und habe mit Tomáš Galásek und Jaromír Blažek zwei Landsleute in der Mannschaft. Das passt doch“, ließ der 34-Jährige aber auch weitere Beweggründe durchblitzen.

Monaco verzichtet auf Geld
Dennoch nimmt man Koller ab, dass er auch die sportliche Situation in Nürnberg als persönlich reizvoll empfindet. Und dass Monaco von einer Ablöseforderung von anfangs zwei Millionen Euro am Ende deutlich abwich - die Rede ist von letztendlich rund einer Million Euro Ablöse - ist sicherlich auch dem Drängen des Spielers zu verdanken, den Verein unbedingt in Richtung Deutschland verlassen zu wollen.

Freundliche Begrüßung
Bei seinem ersten Training in Nürnberg wurde Koller dann auch entsprechend herzlich begrüßt und konnte sich sofort ein Bild von den Fans seines neuen Arbeitgebers machen. “Ich kam aus der Kabine und wurde mit viel Applaus und aufmunternden Worten empfangen“, erinnert sich Koller an sein erstes Training und schiebt nach: “Die Leute erwarten viel von mir, aber ich werde sie nicht enttäuschen.“

Einstand nach Maß
Und schon bei seinem ersten Spiel im Trikot des FCN - er trägt die Nummer 19 - zeigte der Sturmriese dann, dass die Erwartungen an ihn zu Recht sehr hoch sind und erzielte beim 1:1-Unentschieden im Trainingslager in Portugal gegen Eintracht Frankfurt gleich den einzigen Treffer für die Franken. “Ein Super-Gefühl sofort getroffen zu haben. Ich hoffe, dass auch in der Bundesliga noch viele Treffer folgen werden“, gab der sympathische 34-Jährige anschließend zu Protokoll.

Oben