Return to Play: Die UEFA bereitet sich auf die sichere Rückkehr ihrer Elite-Wettbewerbe vor.

Mehr erfahren >

Marseille gegen Zenit vor dem Aus

Olympique de Marseille - FC Zenit St. Petersburg 0:1
Andrei Arshavin sorgte mit seinem Tor im Hinspiel für eine glänzende Ausgangsposition der Russen für das Rückspiel.

Die beeindruckende Erfolgsserie des FC Zenit St. Petersburg hat auch nach dem Hinspiel im Achtelfinale des UEFA-Pokals bei Olympique de Marseille im Stade Vélodrome bestand. Bei den Franzosen, die die Partie nur mit zehn Spielern beendeten, gewannen die Russen mit 1:0 und können nun vom Einzug ins Viertelfinale träumen.

Ribéry vom Platz gestellt
Andrei Arshavin erzielte sechs Minuten nach Wiederbeginn mit seinem dritten Treffer im laufenden Wettbewerb das entscheidende 1:0. Gefühlvoll zirkelte er den Ball von der Strafraumgrenze an Fabien Barthez vorbei ins Tor, nachdem er von Aleksandr Kerzhakov clever frei gespielt worden war. Marseille drängte danach zwar auf den Ausgleich, aber die Gelb-Rote Karte gegen Franck Ribéry 20 Minuten vor Schluss raubte ihnen die letzten Hoffnungen darauf. Gegen Ende des Spiels musste das Team von Trainer Jean Fernandez sogar mit der knappen Niederlage zufrieden sein.

Stolze Serie
Zenit hatte vor dieser Saison noch nie im Europapokal überwintern können, doch in der laufenden Spielzeit eilen sie auch in der K.o.-Phase von Erfolg zu Erfolg. Durch einen 4:1-Gesamtsieg über Rosenborg BK zogen die St. Petersburger ins Achtelfinale ein, und auch dort begannen sie furios. Aleksandr Anyukov bediente in der fünften Minute schon Radek Šírl, doch der tschechische Mittelfeldspieler konnte die Chance nicht nutzen. Anschließend zwang Kerzhakov Barthez zu einer Parade. Erst danach fand Marseille langsam besser ins Spiel. Wie schon oft zuvor trieb Ribéry seine Mannen über den Flügel nach vorn.

Trifonovs Chance
Der agile französische U21-Nationalspieler bereitete Möglichkeiten für Samir Nasri und Sabri Lamouchi vor, doch keiner von beiden konnte davon profitieren. So kam es, dass Zenit kurz nach der Pause durch Arshavin in Führung ging. Die Mannschaft aus Russland zog sich danach jedoch umgehend in die eigene Hälfte zurück und provozierte jede Menge Fouls. Ribéry stieg einmal zu oft zu aggressiv ein und sah dafür nach 70 Minuten die Ampelkarte. Mit ihm verlor Marseille auch die Hoffnung auf den Ausgleich. Auf der anderen Seite hätte der eingewechselte Oleg Trifonov sogar noch auf 2:0 erhöhen müssen, doch sein Schuss landete an der Querlatte. Anschließend war es Barthez, der durch zwei Glanzparaden die Niederlage der Franzosen in Grenzen hielt und dafür sorgte, dass sein Team wenigstens noch ein wenig auf den Einzug ins Viertelfinale hoffen kann.

Oben