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Valencia feiert Rekordhalter Carboni

Vicente und Mista waren die gefeierten Helden, doch Verteidiger Amedeo Carboni hatte besonderen Grund zum Jubeln.

Von Adrian Harte in Göteborg

Vicente Rodríguez und Mista waren zwar beim Erfolg über Olympique de Marseille im UEFA-Pokal-Finale 2004 die gefeierten Helden auf Seiten von Valencia CF, doch es war Rechtsverteidiger Amedeo Carboni, der besonderen Grund zum Jubeln hatte.

Ältester Europapokalsieger
Der Italiener wurde mit 39 Jahren und 43 Tagen der älteste Europapokalsieger aller Zeiten. Gleichzeitig absolvierte er seine 100. Partie in einem europäischen Wettbewerb und dies ausgerechnet im Ullevi-Stadion in Göteborg, in dem er bereits 1990 mit UC Sampdoria den Pokal der Pokalsieger gewonnen hatte.

Inbegriff für Langlebigkeit
Carboni, der Inbegriff für Langlebigkeit im modernen Profifußball, ließ in der Abwehr des spanischen Meisters einmal mehr nichts anbrennen. Sowohl Steve Marlet als auch der frustrierte Didier Drogba bissen sich an dem italienischen Routinier, der nach Ablauf seines Vertrages beim neuen UEFA-Pokal-Sieger 41 Jahre alt sein wird, die Zähne aus.

Lob von Benítez
Valencias Trainer Rafael Benítez traut dem Verteidiger noch weitere Erfolge zu. Gegenüber uefa.com sagte er: "Durch Carboni haben wir eine der erfahrensten Mannschaften, aber nicht die älteste. Das heißt, dass er und wir noch weitere Endspiele erreichen und diese gewinnen können."

Erfolge in der Zukunft
Bei seinen Aussagen nach dem Spiel richtete Benítez immer wieder den Blick in die Zukunft. "Wir werden uns freuen und den Moment genießen", sagte Valencias Trainer. "Wo liegen die Grenzen dieser Mannschaft? Die Grenzen hängen von unseren Gegnern und den von uns selbst gesetzten Grenzen ab. Wir werden weitere Titel anvisieren und uns unterschiedliche Ziele setzen. Es ist wichtig, eine Siegermentalität beizubehalten."

Erfolgsgarant Mista
Ähnlich sah es auch Mista, der Spieler des Abends. "Wir haben alle Ziele, die wir uns für diese Saison gesetzt haben, erreicht, alles weitere ist ein Geschenk", sagte der spanische Angreifer, der in dieser Saison mit 25 Toren maßgeblich an Valencias Double beteiligt war; und nun darauf hoffen kann, von Nationaltrainer Iñaki Saez für die UEFA EURO 2004™ nominiert zu werden. "Dies hat uns viel Selbstvertrauen verliehen und motiviert uns für die kommende Saison."

Anigo ein fairer Verlierer
Marseilles Trainer José Anigo erwies sich als fairer Verlierer und schob die Niederlage nicht auf die Entscheidung von Schiedsrichter Pierluigi Collina, Fabien Barthez kurz vor der Halbzeit vom Platz zu stellen. "In der ersten Halbzeit hatten wir mehr Spielanteile - wir sind gut gestartet und hätten Valencia Probleme bereiten können", sagte Anigo. "Die Rote Karte war eine harte Entscheidung, unter anderen Umständen hätte er ihm auch Gelb zeigen können. Nach dem Platzverweis wurde die Partie sehr kompliziert für uns."

Zu viel Platz
Nach dem Platzverweis gegen Barthez übernahm Valencia die Kontrolle, Vicente verwandelte den fälligen Strafstoß, und Mista ließ nach dem Seitenwechsel den zweiten Treffer folgen. "Benítez ist ein sehr intelligenter Mann, und er hat alles getan, um uns zu besiegen", gab Anigo zu. "Valencia hatte letztlich zu viel Platz."

Platzverweis der Knackpunkt
Anigo räumte ein, dass die Rote Karte gegen Barthez, einziger Spieler in Reihen von Marseille, der 1993 beim UEFA Champions League-Triumph dabei war, seiner Mannschaft das Genick brach. "Wenn man einen Siegertypen wie Barthez verliert, der beruhigenden Einfluss und großes Selbstvertrauen hat, kann man sich davon nur schwer erholen."

Anigo optimistisch
Doch Anigo, der die Mannschaft erst vor wenigen Monaten übernommen hatte, schaute optimistisch in die Zukunft. "Ich bin zufrieden mit dem, was wir erreicht haben; dieses Team hat Kampfgeist und steht vor einer erfolgreichen Zukunft. Nächste Saison wird man mit uns in der französischen Meisterschaft rechnen müssen."

Zurück in der Champions League
Marseille wird zwar in der kommenden Spielzeit nicht im europäischen Geschäft vertreten sein, dafür darf Valencia endlich wieder in der UEFA Champions League antreten und in der europäischen Königsklasse für Furore sorgen.

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