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Young Boys - Leverkusen: Zahlen, Fakten & Personalien

Der amtierende Schweizer Meister aus Bern trifft auf den letztjährigen Viertelfinalisten der UEFA Europa League aus Leverkusen.

 Leon Bailey und seine Leverkusener waren die torgefährlichste Mannschaft der Gruppenphase
Leon Bailey und seine Leverkusener waren die torgefährlichste Mannschaft der Gruppenphase AFP via Getty Images

Der amtierende Schweizer Meister aus Bern trifft auf den letztjährigen Viertelfinalisten der UEFA Europa League aus Leverkusen. Für die Young Boys ist es der erste Auftritt in der K.-o.-Runde dieses Wettbewerbs seit sechs Jahren.

• Trotz zweier Niederlagen gegen die Roma schafften die Young Boys hinter den Italienern Platz 2 in der Gruppe A, sichergestellt allerdings erst am letzten Spieltag durch einen 2:1-Sieg gegen CFR Cluj. Leverkusen gewann seine Gruppe C und war zudem mit 21 Treffern in sechs Spielen die torgefährlichste Mannschaft der Gruppenphase. Zum Abschluss gab es einen 4:0-Erfolg gegen den Gruppenzweiten Slavia Praha.

Frühere Begegnungen

Highlights: Bayer Leverkusen - Slavia Prag 4:0
Highlights: Bayer Leverkusen - Slavia Prag 4:0

• Für beide Klubs ist es das erste Duell im Europapokal.

• Die Young Boys haben nur zwei ihrer bisherigen 13 Europapokalspiele gegen Mannschaften aus Deutschland gewonnen (U5 N6), alle vier aus Hin-und Rückspiel bestehenden Duelle wurden verloren, zuletzt 2016/17 in den Play-offs zur UEFA Champions League mit insgesamt 2:9 gegen Borussia Mönchengladbach (1:3 H, 1:6 A). Der einzige Heimsieg gegen ein deutsches Team datiert aus der Saison 2010/11, als man in der Gruppenphase den VfB Stuttgart mit 4:2 besiegte.

• Das einzige Gastspiel von Leverkusen in der Schweiz endete am 3. Spieltag der UEFA Europa League 2018/19 mit einer 2:3-Niederlage gegen den FC Zürich, Karim Bellarabi gelangen dabei zwei Tore. Die Bilanz der Werkself gegen Schweizer Klubs: S3 U1 N1.

Hintergrund

Young Boys

• 2019/20 feierten die Berner ihre dritte Meisterschaft in Folge, ihre 14. insgesamt. In den Play-offs zur letztjährigen UEFA Champions League scheiterten die Schweizer aufgrund der Auswärtstorregel an Crvena zvezda (Roter Stern Belgrad) und beendeten anschließend die Gruppenphase der UEFA Europa League als Dritte hinter Porto und den Rangers und vor Feyenoord.

• Auch diese Saison scheiterten YB beim Versuch, die UEFA Champions League zu erreichen. Nach einem 3:1-Sieg gegen KÍ Klaksvík unterlag die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane in der dritten Qualifikationsrunde mit 0:3 gegen Midtjylland. In den Play-offs zur UEFA Europa League besiegte man dann Tirana im Wankdorf Stadion mit 3:0 und sicherte sich so zum insgesamt siebten Mal die Teilnahme an der Gruppenphase. Dort unterlag man zwei Mal der Roma, schaffte aber dank zweier Siege gegen CSKA-Sofia (3:0 H, 1:0 A) und vier Punkten gegen Cluj den Aufstieg in die Runde der letzten 32.

Das Siegtor der Young Boys in der 96. Minute
Das Siegtor der Young Boys in der 96. Minute

• Ihre bisherigen zwei Auftritte in dieser Runde haben die Schweizer verloren, gegen Zenit kam 2010/11 (2:1 H, 1:3 A) ebenso das Aus wie 2014/15 gegen Everton (1:4 H, 1:3 A).

• Trotz der Heimniederlage gegen die Roma am 1. Spieltag haben die Berner nur zwei ihrer letzten elf Europapokal-Heimspiele verloren, sieben wurden gewonnen, darunter vier der letzten fünf.

Leverkusen

• Durch den fünften Platz in der Bundesliga 2019/20 sicherte sich Leverkusen sein Startrecht in der UEFA Europa League, in der man letzte Saison nach dem Abstieg aus der UEFA Champions League bis ins Viertelfinale eingezogen war. Damals gewann man in der Runde der letzten 32 ebenso beide Spiele gegen den FC Porto (2:1 H, 3:1 A) wie im Achtelfinale gegen die Rangers (3:1 A, 1:0 H). In der Runde der letzten Acht scheiterte man dann allerdings in Düsseldorf mit 1:2 an Inter Mailand. Im Finale des letztjährigen DFB-Pokals unterlag man Bayern München mit 2:4.

• Diese Saison startete die Elf von Trainer Peter Bosz in der Gruppenphase der UEFA Europa League und schaffte zum vierten Mal in vier Anläufen den Sprung in die Runde der letzten 32. Mit 15 Punkten gewann man die Gruppe C, einziger Ausrutscher in einer ansonsten makellosen Gruppenphase war ein 0:1 bei Slavia am 2. Spieltag, dabei sah Bellarabi auch noch eine Rote Karte. Im Rückspiel siegte man mit 4:0, schon gegen Hapoel Beer-Sheva (4:2 A, 4:1 H) und Nice (6:2 H, 3:2 A) hatte die Werkself nicht mit Toren gegeizt. Mit 21 Treffern verpasste Leverkusen am Ende den bisherigen Rekord von Napoli in der Gruppenphase nur um einen Treffer.

• Die Bilanz von Leverkusen bei den bisherigen fünf Teilnahmen an der Runde der letzten 32: S3 N2. Sieg und Niederlage wechselten sich dabei in schöner Regelmäßigkeit ab. Sie gewannen ihr erstes Duell in dieser Runde gegen Metalist Kharkiv (2010/11, 4:0 A, 2:0 H) verloren das zweite gegen Benfica (2012/13, 0:1 H, 1:2 A), gewannen dann wieder das dritte gegen Sporting CP (2015/16, 1:0 A, 3:1 H), verloren das vierte gegen Krasnodar (2018/19, 0:0 A, 1:1 H) und gewannen das fünfte gegen Porto in der letzten Saison.

• Neun Spiele war die Werkself in der UEFA Europa League ungeschlagen (S6 U3), ehe man letzte Saison im Viertelfinale gegen Inter den Kürzeren zog. Von den letzten 16 Auswärtsspielen im Europapokal verlor Bayer nur vier, acht Spiele wurden gewonnen, darunter vier der letzten fünf.

Highlights: Leverkusen - Nizza 6:2
Highlights: Leverkusen - Nizza 6:2

Verschiedenes

• Young Boys-Mittelfeldspieler Gianluca Gaudino ist Deutscher und der Sohn des ehemaligen Nationalspielers Maurizio Gaudino. Er begann seine Profilaufbahn beim FC Bayern, für die er in der Saison 2014/15 acht Bundesligaspiele bestritt.

• YB-Kapitän Fabian Lustenberger spielte vor seinem Wechsel nach Bern im Jahr 2019 zwölf Jahre in der Bundesliga bei Hertha BSC, für die er 208 Ligaspiele bestritt.

• In seinem letzten Bundesligaspiel vor seinem Wechsel unterlag Lustenberger am 18. Mai 2019 zuhause mit 1:5 gegen Leverkusen, Lucas Alario erzielte dabei drei Treffer.

• Leverkusens Mitchell Weiser spielte bei den Bayern mit Gaudino (2014/15) und bei der Hertha mit Lustenberger (2015–18).

• Zwei weitere YB-Spieler, die Bundesligaerfahrung aufweisen, sind Ulisses Garcia (Werder Bremen 2015–18, Nürnberg 2017/18 auf Leihbasis) und Vincent Sierro (Freiburg 2017/18).

• Leverkusens Aleksandar Dragović spielte zwischen Februar 2011 und Juli 2013 für YBs Erzrivalen FC Basel und gewann in dieser Zeit drei Mal die Schweizer Meisterschaft und einmal den Schweizer Pokal. 2012/13 erreichte er mit den Baselern das Halbfinale der UEFA Europa League.

• Die Young Boys haben in ihren letzten 15 Spielen in der UEFA Europa League (inkl. Play-offs) immer getroffen. Kein Tor gelang ihnen zuletzt am 4. Spieltag der Saison 2017/18, als man zuhause gegen Dynamo Kyiv mit 0:1 den Kürzeren zog.

• Leverkusen ist einer von noch sechs ehemaligen UEFA-Pokal-Gewinnern in der Runde der letzten 32 – neben Ajax, Napoli, PSV Eindhoven, Shakhtar Donetsk und Tottenham Hotspur.