Fakten: Rangers - Leverkusen

Die Marathon-Saison der Rangers in der UEFA Europa League geht weiter. Das Heimspiel gegen Bayer Leverkusen ist bereits ihre 17. Partie im laufenden Wettbewerb.

Die Marathon-Saison der Rangers in der UEFA Europa League geht weiter. Das Heimspiel gegen Bayer Leverkusen ist bereits ihre 17. Partie im laufenden Wettbewerb. Beide Mannschaften hatten sich in der Runde der letzten 32 gegen Teams aus Portugal durchgesetzt.

• Nachdem die Rangers schon vier Qualifikationsrunden hinter sich hatten, beendeten sie die hart umkämpfte Gruppe G hinter Porto und vor den Young Boys sowie Feyenoord auf Platz zwei. Im Hinspiel der Runde der letzten 32 holten die Schotten in Ibrox einen 0:2-Rückstand gegen Braga auf und gewannen am Ende noch mit 3:2. Das Weiterkommen machten sie dann im Rückspiel mit einem 1:0-Sieg in Portugal perfekt. Ryan Kent war mit seinem Tor in der zweiten Halbzeit der Matchwinner.

• Leverkusen stieg in der K.-o.-Phase in die UEFA Europa League ein. Zuvor wurde die Werkself in der UEFA Champions League mit sechs Punkten Dritter in Gruppe D hinter Juventus und Atlético Madrid. In der Runde der letzten 32 gewann Bayer überzeugend gegen den FC Porto, der 2010/11 diesen Wettbewerb gewonnen hatte. Zu Hause gewann Leverkusen mit 2:1, im Rückspiel folgte ein 3:1-Sieg. In beiden Partien trafen Lucas Alario und Kai Havertz.

Frühere Duelle
• Das Duell ist das einzige der acht Achtelfinals, das es in einem UEFA-Wettbewerb schon einmal gab. In der zweiten Runde des UEFA-Pokals 1998/99 setzte sich das Team aus Glasgow insgesamt mit 3:2 durch (2:1 auswärts, 1:1 zu Hause). In beiden Spielen erzielte der finnische Stürmer Jonatan Johansson ein Tor.

• Während dieses Duell das einzige von Leverkusen gegen eine schottische Mannschaft war, haben die Rangers schon 45 Mal gegen Klubs aus Deutschland gespielt. Im Finale des Pokals der Pokalsieger 1966/67 unterlagen die Rangers Bayern München mit 0:1 nach Verlängerung. Zu Hause weisen die Gers gegen deutsche Mannschaften eine positive Bilanz auf (13S, 6U, 3N). Die jüngste Begegnung mit einem Klub aus Deutschland in Ibrox verloren die Gers jedoch beim 0:2 gegen Stuttgart in der Gruppenphase der Champions League 2009/10. Davor hatten sie zu Hause deutsche Gegner fünfmal in Folge besiegen können.

Blick zurück
Rangers
• Die Rangers qualifizierten sich für den Europapokal 2018/19 als Zweiter der Scottish Premiership hinter Celtic. Sie haben sich in vier Qualifikationsrunden durchgesetzt und sich damit erstmals für die Gruppenphase der UEFA Europa League qualifiziert. Dort aber war nach nur einem Sieg und sechs Punkten Endstation.

• Auch in dieser Saison mussten die Rangers vier Qualifikationsrunden bestreiten, um sich für die Gruppenphase zu qualifizieren. Auf dem Weg dahin schalteten sie St Joseph's, Progrès Niederkorn, Midtjylland und Legia Warszawa aus - und blieben in all diesen Spielen ungeschlagen. In Gruppe G schlugen sie dann Feyenoord und Porto zu Hause. Auswärts gelang ihnen gegen beide Mannschaften ein Unentschieden. Bei den Young Boys verloren sie durch einen späten Gegentreffer, in Ibrox sicherten sich die Rangers gegen die Schweizer am 6. Spieltag durch ein 1:1 das Weiterkommen. Anschließend gewannen sie zweimal gegen Braga. So weit wie die Rangers kam seit neun Jahren keine schottische Mannschaft mehr im europäischen Wettbewerb. Denn Celtic ist in der Runde der letzten 32 an Kopenhagen gescheitert.

• Die Gers standen bislang einmal im Achtelfinale der UEFA Europa League. 2010/11 waren sie als Dritter ihrer Champions-League-Gruppe in die K.-o.-Phase der Europa League eingezogen. In der Runde der letzten 16 scheiterten sie an PSV Eindhoven (0:0 a, 0:1 h). In den Spielzeiten 2006/07 und 2007/08 zogen sie zweimal hintereinander ins Achtelfinale des UEFA-Pokals ein. Das erste ging gegen Osasuna verloren (1:1 h, 0:1 a). Das zweite gewannen sie gegen Werder Bremen (2:0 h, 0:1 a) und zogen anschließend ins Finale ein.

• Die Rangers sind seit 17 Europapokal-Heimspielen ungeschlagen, zwölf davon haben sie gewonnen - inklusive sieben der acht Heimspiele in dieser Saison. In diesen 17 Spielen haben sie nur acht Gegentore kassiert - vier davon in dieser Saison. Braga allein erziele zwei Tore und ist damit das erste europäische Team seit Stuttgart 2009/10, das in Ibrox mehr als ein Tor schoss.

Leverkusen
• Als Bundesliga-Vierter qualifizierte sich Leverkusen in der vergangenen Saison bereits zum zwölften Mal für die Gruppenphase der UEFA Champions League. 2018/19 scheiterten die Westdeutschen in der Runde der letzten 32 der UEFA Europa League an Krasnodar, nachdem sie sich in einer Gruppe mit Ludogorets, dem FC Zürich und AEK Larnaca hatten durchsetzen können.

• Den Einzug ins Achtelfinale der diesjährigen UEFA Champions League verspielte Bayer praktisch schon in den ersten drei Gruppenspielen gegen Lok Moskau zu Hause (1:2), bei Juventus (0:3) und bei Atlético Madrid (0:1). Da kamen auch die beiden Siege in Moskau (2:0) und gegen Atlético zu Hause (2:1) zu spät. Am 6. Spieltag verlor Bayer gegen Juve mit 0:2, sicherte sich aber wenigstens noch Platz drei in der Gruppe.

• Mit dem Weiterkommen über Porto hat Leverkusen das Achtelfinale der UEFA Europa League erreicht. Weiter sind sie bislang aber noch nie gekommen. Zuletzt schied Bayer zweimal gegen Villarreal aus: 2010/11 (2:3 h, 1:2 a) und 2015/16 (0:2 a, 0:0 h). Wie die Rangers, stand auch die Werkself 2006/07 und 2007/08 jeweils im Achtelfinale des UEFA-Pokals. In beiden Spielzeiten setzten sie sich damals durch - zunächst gegen Lens (1:2 a, 3:0 h), danach gegen Hamburg (1:0 h, 2:3 a). Im Viertelfinale war dann aber auch jedes Mal Schluss.

• Trotz der beiden Niederlagen im Herbst in Turin und Madrid hat Leverkusen nur drei der letzten zwölf Auswärtsspiele in Europa verloren. (5S, 4U). In der K.-o.-Phase der UEFA Europa League hat Bayer bislang auswärts drei Mal gewonnen, einmal unentschieden gespielt und drei Mal verloren.

Verschiedenes 
• Glen Kamara (Rangers) und Lukas Hradecky (Leverkusen) spielen gemeinsam für die finnische Nationalmannschaft.

• Dieses Duell ist das einzige im Achtelfinale der UEFA Europa League, in dem zwei ehemalige Sieger von großen UEFA-Wettbewerben aufeinandertreffen. Die Rangers triumphierten 1971/72 im Pokal der Pokalsieger, Leverkusen holte 1987/88 den UEFA-Pokal.

• Während die Rangers in Schottland mit 54 Titeln Rekordmeister sind, wurde Leverkusen bisher noch nie Deutscher Meister.

• Alfredo Morelos, der kolumbianische Stürmer der Rangers, war in dieser Qualifikationsphase zur UEFA Europa League der Toptorschütze mit acht Treffern. Auch in der Gruppenphase stand er mit sechs Toren in dieser Wertung ganz oben. In der K.-o.-Runde ist ihm jedoch noch kein Tor gelungen.

• Rangers-Trainer Steven Gerrard führte Liverpool zu zwei 3:1-Erfolgen über Leverkusen im Achtelfinale der UEFA Champions League 2004/05. Wenige Monate später wuchtete er den Siegerpokal der Königsklasse in den Himmel von Istanbul. Drei Jahre zuvor war er mit Liverpool im Viertelfinale an Leverkusen gescheitert (0:1 a, 4:2 h).

• Die Rangers sind der einzige Achtelfinalist, der die Reise in der UEFA Europa League schon in der ersten Qualifikationsrunde gestartet hat.

• Leverkusen ist eines von vier Teams aus der Gruppenphase der UEFA Champions League, die das Achtelfinale der UEFA Europa League erreicht haben. Die anderen drei sind Internazionale, Olympiacos und Shakhtar Donetsk.

Die Trainer
• Gerard ist mit 186 Toren in 710 Spielen - die meisten davon als Kapitän - eine Legende. Als Trainer im Profibereich sind die Rangers aus Glasgow, die er seit Mai 2018 bereut, seine erste Station. Gerrard absolvierte in 14 Jahren 114 Länderspiele für England und erzielte in dieser Zeit 21 Tore. Der dynamische Mittelfeldspieler gewann den UEFA-Pokal und die UEFA Champions League mit Liverpool. Außerdem triumphierte er mit den Reds in beiden englischen Pokalwettbewerben. Nach 18 Monaten bei den LA Galaxy beendete er seine Spielerkarriere und trainierte anschließend die Jugend-Mannschaft von Liverpool. Danach übernahm er den Job in Ibrox und führte die Rangers 2018/19 zur Vizemeisterschaft in Schottland.

• Peter Bosz war als Spieler mit Feyenoord niederländischer Meister und dreimal Pokalsieger in den 1990er Jahren. Seine Trainerkarriere begann er 2002 bei De Graafschap. 2016/17 führte er Ajax ins Finale der UEFA Europa League. Nach nur einem Jahr in Amsterdam wurde er bei Borussia Dortmund Nachfolger von Thomas Tuchel. Dort aber war er nur sechs Monate Trainer. Nach einem Jahr Pause kehrte er in die Bundesliga zurück und wurde im Dezember 2018 Trainer von Bayer Leverkusen. Mit der Werkself qualifizierte er sich für die UEFA Champions League.

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