Fakten: Wolfsburg - St-Étienne

Der VfL Wolfsburg hat sich bereits für die K.-o.-Runde qualifiziert, für Gegner Saint-Étienne dagegen ist die Europapokalsaison nach diesem Spiel zu Ende.

Arnaud Nordin von Saint-Étienne (links) im Hinspiel mit Jérôme Roussillon von Wolfsburg
Arnaud Nordin von Saint-Étienne (links) im Hinspiel mit Jérôme Roussillon von Wolfsburg ©AFP/Getty Images

Der VfL Wolfsburg hat sich bereits vor dem Heimspiel gegen Saint-Étienne für die K.-o.-Runde der UEFA Europa League qualifiziert, der Gegner aus Frankreich bestreitet dagegen sein letztes Europapokalspiel in dieser Saison.

• Der Bundesligist sicherte sich am 5. Spieltag sein Ticket für die nächste Runde mit einem 1:0-Sieg bei Olexandriya – für die Wölfe war es das achte Auswärtsspiel in der UEFA Europa League in Folge ohne Niederlage. Matchwinner war Wout Weghorst, der per Elfmeter erfolgreich war. Das Hinspiel hatten die Niedersachsen mit 3:1 gewonnen, zwischen diesen beiden Partien gab es aber nur zwei Remis und eine Niederlage in der Gruppe I, doch mit acht Zählern sind die Wolfsburger am letzten Spieltag von St-Étienne (vier Punkte) nicht mehr einzuholen.

• Um Gent (neun Punkte) als Tabellenführer noch abzufangen, muss Wolfsburg die Pflichtaufgabe gegen St-Étienne mit einem Sieg erledigen und gleichzeitig hoffen, dass die Belgier im Parallel-Spiel nicht gegen Olexandriya siegen.

Frühere Begegnungen
• Beide Klubs trafen am 2. Spieltag erstmals im Europapokal aufeinander. Beim 1:1 im Stade Geoffroy Guichard trafen Timothée Kolodziejczak (13.) für die Gastgeber und für Wolfsburg praktisch im Gegenzug William.

• Wolfsburgs einziger Sieg in sechs Heimspielen gegen Teams aus Frankreich (U3, N2) datiert aus der Saison 2000, als man im Intertoto-Pokal gegen Sedan (2:1) gewinnen konnte. Die Gesamtbilanz gegen französische Mannschaften liegt bei zwei Siegen, sechs Unentschieden und fünf Niederlagen.

• Für St-Étienne ist es das 21. Spiel gegen eine deutsche Mannschaft. In den bisherigen 20 Partien Spielen gab es nur drei Siege (U8, N9). Auswärts wurden sieben der neun Begegnungen verloren, zuletzt gab es 2016/17 in der Gruppenphase der UEFA Europa League ein 1:1 in Mainz. 1976 verloren "Les verts" (die Grünen) im Finale des Pokals der europäischen Meistervereine in Glasgow mit 0:1 gegen Bayern München.

Highlights: Gent - St-Étienne 3:2
Highlights: Gent - St-Étienne 3:2

Hintergrund
Wolfsburg
• Mit einem sechsten Platz in der letzten Bundesligasaison sicherte sich Wolfsburg seine Teilnahme an der Gruppenphase und damit die erste Europapokal-Teilnahme seit dem Aus im Viertelfinale der UEFA Champions League 2015/16.

• Die Wölfe nehmen zum zweiten Mal an der Gruppenphase der UEFA Europa League teil, 2014/15 schied man im Viertelfinale gegen Napoli aus. In der Saison 2009/10 stieg man als Gruppendritter aus der UEFA Champions League in die UEFA Europa League ab und erreichte damals ebenfalls die Runde der letzten acht.

• Somit haben die Wolfsburger bei jeder ihrer letzten drei Europapokalteilnahmen das Viertelfinale erreicht, zuhause haben die Wölfe 2015/16 alle fünf Heimspiele in der UEFA Champions League gewonnen, in der UEFA Europa League liegt die Heimbilanz bei sechs Siegen, einem Remis und vier Niederlagen. Die letzte Heimpleite gab es am 4. Spieltag dieser Saison gegen Gent (1:3).

St-Étienne
• Seit dem Erreichen der Runde der letzten 32 in der Saison 2016/17 musste St-Étienne auf Europapokalfußball verzichten, doch mit dem vierten Platz in der letzten Ligue-1-Saison machten Les verts ihr Comeback perfekt.

• 2014/15 spielten die Franzosen in den ersten fünf Partien der Gruppenphase unentschieden, die letzte wurde verloren. 2015/16 und 2016/17 schaffte man jeweils den Einzug in die K.o.-Runde, scheiterte aber jeweils in der Runde der letzten 32, zuletzt am späteren Sieger Manchester United (0:3 A, 0:1 H).

• Saint-Étienne war in der Gruppenphase der UEFA Europa League zehn Spiele lang ungeschlagen (S5, U5), ehe man am 1. Spieltag gegen Gent den Kürzeren zog. In 22 Spielen in der Gruppenphase holten die Franzosen 14 Unentschieden, darunter die letzten vier Partien dieser Saison.

#UEL erster Spieltag: Tricks
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Verschiedenes 
• Wolfsburgs Kapitän Josuha Guilavogui begann seine Karriere 2010 bei St-Étienne und absolvierte bis zu seinem Abschied 2014 über 100 Partien für den Klub.

• Guilavogui spielte damals noch zusammen mit Loïc Perrin, Stéphane Ruffier, Jessy Moulin und Romain Hamouma.

• Auch das Wolfsburg-Duo Marcel Tisserand (Monaco, Lens, Toulouse) und Jérôme Roussillon (Sochaux, Montpellier) hat schon in der Ligue 1 gespielt.

Die Trainer
• Der Österreicher Oliver Glasner hat im Frühjahr 2019 einen Dreijahresvertrag als Nachfolger von Bruno Labbadia unterschrieben. Er kam im Sommer als österreichischer Vizemeister mit LASK Linz nach Wolfsburg, gerade einmal zwei Jahre zuvor hatte er die Linzer zum Aufstieg aus der zweiten Liga geführt. Der frühere Innenverteidiger verbrachte fast seine gesamte aktive Karriere bei Ried, wo er zweimal den österreichischen Pokal gewann (1998 und 2011). Zudem arbeitete er eine Saison als Trainer des Klubs, ehe er 2015 zum LASK ging.

• Der erfahrene Claude Puel löste am 4. Oktober Ghislain Printant als Trainer von St-Étienne ab, nachdem er zuvor in der englischen Premier League bei Southampton und Leicester City auf der Bank gesessen hatte, seit er 2017 Nice verlassen hatte. Der ehemalige Mittelfeldspieler, der in 17 Jahren bei Monaco über 600 Pflichtspiele absolviert hat, führte die Monegassen 1999/2000 zur französischen Meisterschaft. Mit LOSC Lille und Lyon schaffte er den Einzug in die UEFA Champions League, 2009/10 gelang ihm mit Lyon der Sprung ins Halbfinale der Königsklasse.

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