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Bilić-Elf zu stark für die Iren

Veröffentlicht: Sonntag, 10. Juni 2012, 22.33MEZ
Republik Irland - Kroatien 1:3
Mario Mandžukić war zu Beginn beider Hälften hellwach und hatte mit seinem Doppelpack großen Anteil am Traumstart für die Kroaten.
von Philip Röber
Bilić-Elf zu stark für die Iren
Mario Mandžukić traf gegen Irland gleich doppelt ©AFP/Getty Images

Spielstatistiken

Republik IrlandKroatien

Tore1
 
3
Ballbesitz (%)45
 
55
Versuche gesamt13
 
15
Schüsse aufs Tor5
 
9
Schüsse vorbei8
 
6
Abgeblockte Schüsse1
 
4
Pfostentreffer0
 
0
Ecken1
 
7
Abseits2
 
1
Gelbe Karten1
 
2
Rote Karten0
 
0
Begangene Fouls12
 
18
Erlittene Fouls18
 
12

Tabellen

Legende:

S: Spiele   
Pkt.: Punkte   
Letzte Aktualisierung: 21/11/2017 14:46 MEZ
Veröffentlicht: Sonntag, 10. Juni 2012, 22.33MEZ

Bilić-Elf zu stark für die Iren

Republik Irland - Kroatien 1:3
Mario Mandžukić war zu Beginn beider Hälften hellwach und hatte mit seinem Doppelpack großen Anteil am Traumstart für die Kroaten.

Nach dem 1:1-Unentschieden in der Partie zwischen Italien und Spanien hat Kroatien die Chance genutzt, am ersten Spieltag der Gruppe C die Tabellenführung zu übernehmen. Die Mannschaft von Slaven Bilić gewann dank eines Doppelpacks von Mario Mandžukić und einem Treffer von Nikica Jelavić mit 3:1 gegen die Republik Irland und feierte so einen perfekten Einstand in die UEFA EURO 2012. Für die Iren, die über 90 Minuten weit weniger gefährliche Möglichkeiten herausarbeiten konnten, hatte Sean St Ledger für den zwischenzeitlichen Ausgleich gesorgt.

Die Partie war noch keine drei Minuten alt, als Mandžukić nach einer Flanke von Darijo Srna fast ausgerutscht wäre, dann aber doch irgendwie mit dem Kopf rankam und Shay Given aus zehn Metern überwinden konnte. Ein kurioses Tor zu einem frühen Zeitpunkt, die Iren hatten jetzt jede Menge Arbeit vor sich.

Allerdings schüttelten sie sich nur kurz und versuchten dann, ihren Rhythmus zu finden. Vor allem Damien Duff übernahm das Kommando und gab auch einen gefährlichen Schuss ab, im strömenden Regen von Poznan mühten sie sich dann aber eine Weile lang vergeblich, den Kroaten Probleme zu bereiten.

So musste eine Standardsituation her, um gegen die jetzt abwartenden Kroaten den Ausgleich zu markieren. Aiden McGeadys Freistoß von halblinks segelte in Richtung langer Pfosten, wo sich St Ledger gegen Vedran Ćorluka durchsetzte und zum 1:1 einköpfte (19.).

Sofort waren dann aber die Kroaten wieder wach und erhöhten den Druck. Erst vergab Ivan Rakitić mit einem Schuss aus der zweiten Reihe, dann scheiterte Ivan Perišić an Given. Vor allem Luka Modrić riss das Spiel jetzt an sich und hatte immer wieder eine gute Idee. Der Spielmacher war aber auch selbst torgefährlich, wie bei einem Schuss in der 33. Minute, den Given jedoch entschärfen konnte.

Kurz vor der Pause das verdiente 2:1 für Kroatien: Jelavić, der wenige Minuten zuvor schon eine gute Kopfballchance hatte, spekulierte nach einer eigentlich schon abgewehrten Ecke goldrichtig, tauchte alleine vor Given auf und machte eiskalt sein erstes Länderspieltor (42.)

Die Halbzeitführung des Teams von Slaven Bilić war verdient und wie schom im ersten Durchgang erwischten sie auch nach dem Seitenwechsel einen Blitzstart. Eine Perišić-Flanke in der 48. Minute landete bei Mandžukić, dessen Kopfball vom Pfosten abprallte und vom Kopf des machtlosen Given seinen Weg ins Netz fand - das 3:1.

Noch war die Partie nicht gelaufen, aber trotz sichtbarer Bemühungen und viel läuferischem Einsatz gelang es dem Team von Giovanni Trapattoni nicht, die aufmerksame Defensive der Kroaten zu durchbrechen. Standardsituationen blieben ein vielversprechendes Mittel für die Iren, Zählbares sprang dabei aber nicht heraus.

Stattdessen gab es auf der Gegenseite fast die Entscheidung, als Srna von der Grundlinie klug auf Rakitić zurücklegte, der Mittelfeldspieler aber wollte es zu genau machen und schoss knapp vorbei. Den Iren lief die Zeit davon, Keith Andrews hatte zunächst zwei Halbchancen und setzte in der Nachspielzeit einen Kopfball nur Zentimeter vorbei, ein mutiges Anrennen wurde jedoch nicht mehr belohnt. 

Für die Republik Irland ist damit ein Sieg im Spiel am 14. Juni gegen Titelverteidiger fast schon Pflicht, aber auch Kroatien darf sich trotz der drei Punkte nicht ausruhen und bekommt es in vier Tagen mit Italien zu tun.  

Letzte Aktualisierung: 12.06.12 0.04MEZ

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