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Schweiz im Schockzustand

Veröffentlicht: Donnerstag, 12. Juni 2008, 16.10MEZ
Schweiz - Türkei 1:2
Ein Tor von Arda Turan in der Nachspielzeit versetzte der Schweiz das Aus und ließ die Türken jubeln.
Schweiz im Schockzustand
Arda Turan (Turkey) ©Getty Images

Spielstatistiken

SchweizTürkei

Erzielte Tore1
 
2
Schüsse aufs Tor7
 
4
Schüsse vorbei7
 
4
Ecken6
 
5
Begangene Fouls22
 
24
Gelbe Karten1
 
3
Rote Karten0
 
0

Tabellen

Legende:

S: Spiele   
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Letzte Aktualisierung: 05/06/2015 20:45 MEZ
Veröffentlicht: Donnerstag, 12. Juni 2008, 16.10MEZ

Schweiz im Schockzustand

Schweiz - Türkei 1:2
Ein Tor von Arda Turan in der Nachspielzeit versetzte der Schweiz das Aus und ließ die Türken jubeln.

Die Schweiz musste sich im vorentscheidenden Spiel der Gruppe A bei der UEFA EURO 2008 gegen die Türkei mit 1:2 geschlagen geben und ist damit aus dem Turnier ausgeschieden. Nach der Führung von Hakan Yakin sorgten Treffer von Semih Şentürk und Arda Turan für die Entscheidung zugunsten der Türken und das Aus der Eidgenossen.

Jakob Kuhn musste im vorentscheidenden Spiel der Gruppe A auf seinen kompletten Sturm verzichten. Neben Alexander Frei, der sich im Auftaktspiel gegen Tschechien eine Bänderverletzung im Knie zugezogen hatte, fehlte auch Marco Streller wegen Leistenproblemen. Eren Derdiyok und Hakan Yakin ersetzten die beiden in der Offensive und Ludovic Magnin übernahm die Kapitänsbinde beim UEFA EURO 2008-Co-Gastgeber, der in einem 4-4-2-System begann.

Fatih Terim veränderte seine Startformation nach der 0:2-Niederlage gegen Portugal gleich auf vier Positionen und brachte mit Gökdeniz Karadeniz, Tümer Metin, Arda Turan und Emre Aşık frische Kräfte in sein Team, das ebenfalls in einem 4-4-2-System begannen.

Im Basler St. Jakob-Park entwickelte sich von Beginn an zwar keine hochklassige, dafür aber umso intensivere Partie, die von Einsatz und Leidenschaft geprägt war. Nach intensiv einsetzendem Regen wurden die äußeren Bedingungen mit zunehmender Spielzeit immer schwieriger. Beide Mannschaften hatten Probleme, auf dem völlig durchnässten Rasen eine geordnete Partie zu Spielen.

Die Gastgeber kamen mit den Witterungsbedingungen besser zu Recht und hatten in der 19. und 25. Minute durch Schüsse von Valon Behrami und Yakin die ersten Chancen der Partie, scheiterten aber jeweils an Volkan Demirel, der gut reagierte. Auf der Gegenseite hatte kurze Zeit später Turan Pech, als nach einer Abwehr von Diego Benaglio das Leder von seinem Kopf nur an die Querlatte prallte.

In der 32. Minute ging die Schweiz schließlich in Führung, als Derdiyok von der rechten Seite kommend in die Mitte auf den frei stehenden Yakin passte, der das Leder aus kurzer Distanz nur noch über die Linie zu drücken brauchte. In der Folgezeit bestimmten die Eidgenossen die Partie und die Türkei konnte weitere drei Minuten später froh sein, dass Yakin in ähnlicher Situation wie zuvor einen weiteren Treffer verpasste. So ging es mit einer verdienten 1:0-Führung in die Halbzeitpause.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit besserte sich das Wetter und Terim reagierte auf den Rückstand und brachte mit Semih Şentürk, der Gökdeniz Karadeniz ersetzte, eine Offensivkraft ins Spiel, was sich als gute Entscheidung erweisen sollte. Die Nummer neun der Türkei verwandelte eine Hereingabe von der linken Seite nach 57 Minuten mit dem Kopf zum 1:1 - Benaglio hatte gegen den Kopfball aus fünf Metern keine Chance zur Gegenwehr.

Beflügelt vom Ausgleich setzte die Türkei nach und entwickelte in der Folgezeit den größeren Druck, während die Eidgenossen an ihr effektives Spiel aus der ersten Halbzeit zunächst nicht anknüpfen konnte. Kuhn nahm den nach seiner Verletzung noch nicht wieder hundertprozentig fitten Tranquillo Barnetta aus dem Spiel (66.) und brachte mit Johan Vonlanthen vom FC Salzburg einen offensiven Mittelfeldspieler, kurz danach kam Ricardo Cabanas für Gelson Fernandes.

18 Minuten vor dem Spielende sahen dann die 39.730 Zuschauer fast den Führungstreffer für die Türken, doch Kahveci rutschte am langen Pfosten an der Hereingabe von Tuncay vorbei. Als alle schon mit einem 1:1 rechneten, erzielte Turan den entscheidenden Treffer in der Nachspielzeit, der die Schweiz in einen tiefen Schockzustand versetzte.

Letzte Aktualisierung: 29.01.12 19.22MEZ

http://de.uefa.com/uefaeuro/season=2008/matches/round=15093/match=300690/postmatch/report/index.html#schweiz+schockzustand